Bald in der Formel 1?

„Nie als den größten Fahrer der Welt gesehen“ - Mick Schumacher spricht über Papa Michael

Die Chancen stehen gut, dass Mick Schumacher 2021 in der Formel 1 fahren darf. Nun spricht der designierte F2-Weltmeister über die Leistungen seines Vaters - und seine Nachfolge.

  • Kehrt der Name Schumacher in die Formel 1 zurück? Der Sohn von Rekordweltmeister Michael hat gute Chancen.
  • Mick Schumacher kämpft um den Titel in der F2 - und äußert sich zu dem angepeilten Aufstieg in die „Königsklasse“.
  • Der 21-Jährige spricht über die Drucksituation, seinen Vater und wie er das Abenteuer F1 angehen möchte.
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München/Bahrain - Während die Titelentscheidung in der Formel 1 bereits vollzogen ist und Lewis Hamilton mit Michael Schumacher nach WM-Triumphen (sieben) gleichgezogen hat, geht es eine Etage tiefer noch zur Sache: In der Formel 2 kämpft Mick Schumacher um den Gesamtsieg, nachdem er 2018 bereits in der Formel 3 triumphieren konnte.

Formel 1: Mick Schumacher vor F2-Titelgewinn - Und dann Aufstieg in die „Königsklasse“?

Worum es bei noch zwei ausstehenden Rennen für den Sohn der F1-Legende geht: ein Cockpit für die nächste Saison in der „Königsklasse“. Der 21-Jährige führt das Klassement mit 191 Punkten an, Verfolger Callum Ilott aus Großbritannien liegt bei 169 Zählern. Neben der Aussicht auf die Krone haben beide Kontrahenten noch etwas gemeinsam: Sie sind Nachwuchsfahrer der Scuderia-Akademie und hoffen auf einen Platz bei Haas Racing, dem Partnerteam von Ferrari.

Auch bei diesem Rennen scheint der Deutsche vorne zu liegen. Die Aussicht ist gut, dass neun Jahre nach dem F1-Rücktritt seines Vaters (2012) wieder der Name Schumacher im Fahrerfeld aufgeführt wird. Mit dem Kicker hat Mick Schumacher über die Leistungen seines Vaters gesprochen und wie er das Abenteuer Formel 1 angehen möchte. „Was er getan hat, war außergewöhnlich. Das erkenne ich mit jedem Tag mehr. Er hat im Jahr nach meiner Geburt die erste von fünf Weltmeisterschaften in Folge gewonnen, das finde ich noch immer unglaublich“, erzählt der hochveranlagte Rennfahrer.

Formel 1: Mick Schumacher unter Druck? „Der meiste Stress geht von mir selber aus“

Demnach guckt er sich noch heute immer mal Videos mit den Rennen seines berühmten Seniors an. Der Filius sagt über seinen 2013 schwer verletzten Vater: „...Ich habe ihn nie als den größten Fahrer der Welt gesehen. Er ist in erster Linie einfach mein Vater.“ Wie möchte Mick Schumacher mit der Aufmerksamkeit und dem Druck umgehen, der in der Formel 1 merklich zulegen dürfte? „Ehrlich gesagt fühle ich keinen Druck, diesen Familiennamen zu tragen. Der meiste Stress geht von mir selber aus.“

Mick Schumacher auf Tuchfühlung mit Ferrari: 2021 startet der Zögling von Legende Michael vermutlich in der Formel 1.

Sollte sich der Traum von der Formel 1 bereits im kommenden Jahr erfüllen, möchte der gebürtige Schweizer in seiner Debütsaison nichts überstürzen, stattdessen auf Akribie und „Zielstrebigkeit“ setzen: „Alles ist eine Lernkurve. Wenn man sich die Zeit nimmt, ins Detail zu gehen, die Dinge richtig zu lernen, wird es auf lange Sicht besser funktionieren, als wenn man versucht, etwas zu überstürzen“, glaubt der passionierte Motorsportler.

Mercedes, das frühere Team seines Vaters, ist Serienmeister der Formel 1. Landsmann Sebastian Vettel äußerte kürzlich seinen Unmut über diese Entwicklung - und fordert ein Umdenken.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa / Frank Rumpenhorst

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