Hamilton will Teamkollege von Vettel werden

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Lewis Hamilton (l.) wäre gerne Teamkollege von Sebastian Vettel.

Austin - Ab der kommenden Saison fährt Lewis Hamilton für Mercedes, doch für seine weitere Zukunft in der Formel 1 hat der Brite einen besonderen Wunsch.

 „Ich würde sehr gerne eines Tages mit Sebastian in einem Team fahren. Nur dann werde ich wissen, wir gut ich wirklich bin. Denn der Beste bist du nur, wenn du die Besten im selben Auto schlägst“, sagte der Brite, der erst jüngst Sebastian Vettel noch die Qualitäten eines Weltmeisters abgesprochen hatte, in einem Interview mit der Sport Bild.

Vettel habe bislang immer nur Glück gehabt, hatte Hamilton erklärt. Dies stellte der Weltmeister von 2008 nun richtig. „Das wurde aus dem Kontext gerissen. Ich habe lediglich nach dem Rennen in Abu Dhabi gesagt, dass er viel Glück hatte“, sagte der 27-Jährige, der am Sonntag in Austin/Texas sein vorletztes Rennen für McLaren-Mercedes fährt.

Vettel habe für seine Karriere hart gearbeitet und er wolle seine Leistungen in keinster Weise schmälern. „Ich habe viel Respekt vor ihm und seinen Fahrten in den vergangenen drei Jahren. Abgesehen davon hatte ich ja auch das Glück, mit einem siegfähigen Auto in die Formel 1 einzusteigen. Allerdings blieb mir das Glück nicht so treu wie Sebastian“, so Hamilton weiter.

Sebastian Vettel - seine außergewöhnliche Karriere in Bildern

Sebastian Vettel - Seine außergewöhnliche Karriere in Bildern

Sebastian Vettel
Sebastian Vettel holte am 27. Oktober 2013 seinen vierten Weltmeister-Titel in der Formel 1. © dpa
Sebastian Vettel
Wir stellen ihn vor. © dpa
Sebastian Vettel
Vettel ist seit seinem siebten Lebensjahr im Motorsport aktiv. Er startete als Kartfahrer und konnte im Jahr 2001 die deutsche und europäische Juniorenkartmeisterschaft gewinnen. © dpa
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Im Jahr 2004 gewann Vettel mit dem Team Mücke Motorsport die Meisterschaft in der Formel BMW und stellte dabei mit 18 Siegen in 20 Rennen einen neuen Rekord auf. © dpa
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Vettel blieb im folgenden Jahr bei Mücke Motorsport und wechselte in die Formel-3-Euroserie. © dpa
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Er erzielte in der Formel-3-Euroserie sechs Podestplätze und belegte am Ende den fünften Gesamtrang. © dpa
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Vettel ergatterte 2007 einen Platz als Freitagstestfahrer beim BMW Sauber F1 Team in der Formel 1. © dpa
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Beim renommierten Macau Grand Prix 2005 wurde er nach Lucas di Grassi und Robert Kubica Dritter. © dpa
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Nach Robert Kubicas Unfall beim Großen Preis von Kanada 2007 in Montreal meldete BMW Sauber Vettel als Einsatzfahrer für den Großen Preis der USA in Indianapolis. Somit gab er am 17. Juni 2007 sein Formel-1-Renndebüt. © dpa
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In seinem ersten Qualifikationsrennen belegte der Heppenheimer den siebten Platz. © dpa
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Im folgenden Rennen rettete sich Vettel nach anfänglichen Schwierigkeiten auf den achten Rang. Er fuhr damit einen WM-Punkt ein und ist mit 19 Jahren und 350 Tagen der bisher jüngste Fahrer, der je in einem Formel-1-Rennen in die Punkteverteilung kam. © dpa
Sebastian Vettel
Vettel wechselte im Juli 2007 zum Rennstall Toro Rosso. © dpa
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Beim großen Preis von China in Shanghai 2007 startete Vettel von Position 17 und fuhr am Ende auf Platz vier. Dies war die beste Platzierung jemals für den Rennstall Toro Rosso. © dpa
Sebastian Vettel
Am 13. September 2008 eroberte Sebastian Vettel beim verregneten Qualifying für den Großen Preis von Italien in Monza seine erste Pole-Position. Er ist damit - im Alter von 21 Jahren und 73 Tagen - der jüngste Fahrer auf dem ersten Startplatz in der Geschichte der Formel 1. © dpa
Sebastian Vettel
Am Tag darauf holte sich Vettel seinen ersten Sieg in einem Formel-1-Rennen. Damit wurde er zugleich auch der jüngste Grand-Prix-Sieger. © dpa
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Im Juli 2008 gab das Toro-Rosso-Schwesterteam Red Bull Racing bekannt, dass Vettel ab der Saison 2009 an der Seite von Mark Webber für den österreichischen Rennstall fahren wird. Der begeisterte Kicker nahm im gleichen Jahr an einem Benefiz-Fußballspiel teil. © dpa
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Für den WM-Titel reichte es in dieser Saison noch nicht. Durch seinen Sieg beim Saisonfinale in Abu Dhabi wurde Vettel Vizeweltmeister vor Rubens Barrichello. © dpa
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In Jahr 2010 bildeten Vettel und Webber erneut das Renngespann von Red Bull. Nach dem Großen Preis von Korea übernahm Vettel erstmals die Führung der WM-Rangliste. © dpa
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Vor dem letzten Saisonrennen, dem Großen Preis von Abu Dhabi 2010 belegte Vettel den dritten Platz in der Fahrerwertung. Er startete aber dafür von der Pole-Position. © dpa
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Vettel gewann das Rennen und wurde mit vier Punkten Vorsprung auf Fernando Alonso, der in Abu Dhabi nur Siebter wurde, Weltmeister. © dpa
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Mit dem Titelgewinn wurde Vettel mit einem Alter von 23 Jahren und 134 Tagen zum bisher jüngsten Formel-1-Weltmeister der Geschichte. Vettel sammelte in der Saison zehn Pole-Positions. © dpa
Sebastian Vettel
Nach der Saison 2010 wurde der Heppenheimer Vettel als deutscher und europäischer Sportler des Jahres ausgezeichnet. © dpa
Sebastian Vettel
Vettel kam durch seinen Vater Norbert zum Motorsport. Dieser hatte ihn bereits mit dreieinhalb Jahren erste Runden im eigenen Kart drehen lassen. © dpa
Sebastian Vettel
Als sein größtes Vorbild bezeichnet Vettel Michael Schumacher, dessen Ehrgeiz und stets vollen Einsatz er sehr bewundere. © dpa
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Während er bereits Formel-3-Euroserie fuhr, beendete Vettel seine schulische Laufbahn im April 2006 mit einem Abi-Schnitt von 2,8. Seine letzte Prüfung legte er nur vier Tage vor seinem ersten Sieg in der Formel 3 ab. © dpa
Sebastian Vettel
Eine weitere Besonderheit des Heppenheimers: Im Gegensatz zu den meisten seiner Kollegen hat Sebastian Vettel keinen Manager, sondern regelt seine geschäftlichen und vertraglichen Angelegenheiten selbst. © dpa

Hamilton hatte auch erklärt, er halte Fernando Alonso für einen besseren Fahrer als Vettel. „Er ist sauschnell“, sagte der Brite über seinen ehemaligen spanischen Teamkollegen, „ich musste extrem hart arbeiten, um mit ihm mithalten zu können. Außerdem bin ich mit Fernandos Erfolgen quasi aufgewachsen, habe seine WM-Titel zu Hause am Fernseher verfolgt. Deshalb bewundere ich ihn sehr. Und ja, Sie haben Recht: Ich bin noch nie mit Sebastian zusammen gefahren, also kann ich ihn nicht bewerten.“

Hamilton plant bei Mercedes langfristig und hofft auf einen starken Motor spätestens für das Jahr 2014: „Es war einer der Faktoren, die für Mercedes gesprochen haben. Denn als Werksteam hat man da natürlich einen Vorteil.“ Auf das Auto für die kommende Saison habe er keinen Einfluss gehabt, „weil ich bis Ende Dezember keine Freigabe von McLaren habe und erst im Januar bei Mercedes anfangen kann. Mein Input wird erst für 2014 zum Tragen kommen. Deshalb plane ich mit Mercedes den Erfolg eher langfristig.“

Lewis Hamilton freut sich auch auf seinen neuen Teamkollegen Nico Rosberg. „Viele Leute wissen ja gar nicht, dass wir schon zu Kartzeiten Teamkollegen waren. Als wir 2000 zusammen fuhren, haben wir immer gesagt, wir wollen auch mal in der Formel 1 Teamkollegen sein. Ist doch cool, dass das jetzt wahr wird.“ Hamilton stellte aber auch klar, dass Rosberg auch ein Konkurrent sei. Und vor dem hat er Respekt: „Nico wird definitiv nicht leicht zu schlagen sein. Er ist ein harter Arbeiter, sehr intelligent. Da würde ich ihn ein wenig mit meinem aktuellen Teamkollegen Jenson Button vergleichen.“

sid

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