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Ein Cockpit weniger für Schumacher - McLaren präsentiert Ricciardo-Nachfolger

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Von: Marius Epp

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In der Formel 1 ist das nächste Cockpit vergeben: Rookie Oscar Piastri wird in der kommenden Saison für McLaren fahren.

Zandvoort - Dass Cockpits von einem Schiedsgericht vergeben werden, ist in der Formel 1 die Ausnahme. Der Australier Oscar Piastri wurde nach einem Rechtsstreit mit seinem Ausbildungsrennstall Alpine offiziell als neuer Fahrer bei McLaren vorgestellt. Er tritt die Nachfolge von Daniel Ricciardo an.

Das zuständige Schiedsgericht für Vertragsfragen (CRB) entschied am Freitag, dass der Zweijahres-Vertrag des Australiers mit dem englischen Traditionsteam gültig ist. Andere bindende Verpflichtungen sei Piastri nicht eingegangen. McLaren hat nun zwei der talentiertesten Fahrer der Formel 1 unter Vertrag. Piastri (21) ist amtierender Formel-2-Meister, auch Norris (22) rauschte mit großem Erfolg durch die Nachwuchsserien und wurde schon mit 19 Stammfahrer in der Königsklasse.

McLaren verpflichtet Piastri - Alpine akzeptiert Urteil des Schiedsgerichts

Alpine, das Renault-Werksteam, hatte Piastri jahrelang ausgebildet, wollte ihn im kommenden Jahr zum Stammfahrer befördern und pochte auf einen gültigen Vertrag. Piastri allerdings gab an, sich nicht an Alpine gebunden zu haben, das CRB musste also entscheiden.

Oscar Piastri gibt in der kommenden Saison sein Formel-1-Debüt für McLaren.
Oscar Piastri gibt in der kommenden Saison sein Formel-1-Debüt für McLaren. © IMAGO/HOCH ZWEI

Am Freitag nun akzeptiere Alpine das Urteil, „wir sehen die Angelegenheit als abgeschlossen an und werden unsere Fahrerpaarung für 2023 zu gegebener Zeit verkünden“. Das Team sucht einen Nachfolger für Fernando Alonso und Kollegen für Esteban Ocon. Gehandelt wird neben Pierre Gasly (AlphaTauri) auch Mick Schumacher, der bei Haas bislang noch keinen Vertrag für 2023 erhalten hat.

Formel 1: Noch fünf Cockpits offen - Schumacher noch ohne Vertrag für 2023

Ocon ist mit Schumacher befreundet und warb bereits offensiv um den Deutschen. Neben Haas ist Alpine momentan die heißeste Adresse für den Sohn der Formel-1-Legende Michael Schumacher. Haas-Teamchef Günther Steiner lässt Schumacher weiter zittern: „Wir sind nicht in Eile“, sagte er vor dem Großen Preis der Niederlande in Zandvoort.

Noch fünf Cockpits sind nach der Piastri-Verkündung frei: Alpine, AlphaTauri, Williams, Alfa Romeo und Haas haben bislang erst einen Fahrer für 2023 bestätigt. (epp/SID)

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