Karten vor Abu Dhabi neu gemischt

Formel 1: Nico Hülkenberg vor Red-Bull-Sensation? Insider äußert sich vielsagend

Ungarn, Juli 2018: Nico Hülkenberg und Sergio Perez verstehen sich offenbar gut. Nun liebäugeln beide mit einem Cockpit bei Red Bull
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Ungarn, Juli 2018: Nico Hülkenberg und Sergio Perez verstehen sich offenbar gut. Nun liebäugeln beide mit einem Cockpit bei Red Bull.

Red Bull hat für die Formel-1-Saison 2021 noch ein Cockpit zu vergeben. Wie groß ist die Chance von Nico Hülkenberg? Ralf Schumacher hat sich nun geäußert.

  • Gibt es beim Topteam Red Bull Racing für die nächste Saison 2021 einen Wechsel im Formel-1-Cockpit?
  • Eine Trennung von Alex Albon ist wahrscheinlich - und aus deutscher Sicht Nico Hülkenberg wünschenswert.
  • Viel spricht allerdings dafür, dass stattdessen Sergio Perez den Vorzug erhält - glaubt F1-Experte Ralf Schumacher.

Milton Keynes - Kann Red Bull Racing für die nächste Saison 2021 ein schlagkräftiges Team aufstellen? Die Zeiten, als der Rennstall die Konstrukteurs-WM dominierte und mit Sebastian Vettel den Weltmeister stellte, sind schon lange vorbei. Die Hoffnungen, dass sich dieser Umstand im kommenden Jahr ändern wird, sind groß. Neben dem technischen Gerüst, das längst auf Basis von Computerberechnungen entwickelt wird, geht es für das Team um eine vielversprechende Fahrerbesetzung.

Dort sieht Red Bull übereinstimmenden Berichten zufolge Handlungsbedarf: Es gilt als ziemlich wahrscheinlich, dass der Thailänder Alexander Albon künftig nicht mehr an der Seite von Max Verstappen auf Punktejagd gehen darf. Gesucht wird ein Ersatzmann, der zusammen mit dem Niederländer ein schlagkräftiges Gespann bildet, das ein ernstes Wort um die Vergabe von Grand-Prix-Siegen mitreden kann.

F1 Red Bull Racing: Hülkenberg oder Perez - Wer bekommt das zweite Cockpit?

Schon länger gilt ein deutscher Routinier als Anwärter auf das Cockpit bei Red Bull: Nico Hülkenberg. Einen Fürsprecher scheint der 33-Jährige im möglichen zukünftigen Teamkollegen zu haben: Mit Verstappen soll der Rennfahrer, der in dieser Formel-1-Saison zweimal als Ersatzfahrer ran durfte, ein gutes Verhältnis pflegen. Jedoch: Favorit auf den begehrten Platz könnte Hülkenberg seit dem vergangenen Rennwochenende in Bahrain nicht mehr sein.

Racing-Point-Pilot Sergio Perez verbesserte seine Visitenkarte mit einem überraschenden Triumph beim Sakhir-GP in Bahrain - und hat sich damit in die Pole Position geschoben? Der Mexikaner ist drei Jahre jünger als Hülkenberg und peilt ebenfalls einen Verbleib in der „Königsklasse“ an, nachdem ihn der zukünftige Arbeitgeber von Sebastian Vettel vor die Tür setzt.

Eine Entscheidung wird bei Red Bull erst nach dem letzten Rennen am Wochenende in Abu Dhabi fallen. „Ich habe nicht mehr selbst die Kontrolle über meine Zukunft, das nervt mich natürlich“, sagte Perez, der auf einen Verbleib, in der Königsklasse des Motorsports, hofft: „Wenn ich einen Sitz bekomme, ist es gut. Wenn nicht, dann bin ich bereit, 2022 zurückzukommen.“

Red Bull: Darf Nico Hülkenberg 2021 in der Formel 1 ran? Ralf Schumacher hat einen Verdacht

Verstappen selbst möchte sich eigenen Angaben zufolge nicht in die Entscheidung einmischen: „Am Ende treffe ich die Entscheidung nicht. Ich überlasse das natürlich ihnen und mische mich nicht ein. Ich werde einfach sehen, was passiert“, ließ der derzeitige Drittplatzierte der Formel-1-Fahrerwertung wissen.

Zufall, oder nicht? Nico Hülkenberg war kürzlich erst bei einer Sendung von Hauptsponsor Red Bull zu Gast. Dort wurde er direkt gefragt, ob er bei dem F1-Rennstall nicht bereits unterschrieben habe. Wenn es nach Experte Ralf Schumacher geht, wird die Wahl am Ende nicht auf seinen Landsmann fallen: „Auch wenn wir es uns aus deutscher Sicht wünschen würden, kann ich mir nicht vorstellen, dass Hülkenberg noch ein großes Thema bei Red Bull ist. Vielmehr dürfte Perez derjenige sein, der im nächsten Jahr den Platz von Albon einnimmt, der gezeigt hat, dass er dort nicht unbedingt hingehört“, erklärt der Bruder von F1-Legende Michael in seiner Sky-Kolumne.

Oder darf Albon am Ende doch bei Red Bull bleiben? Eine Chance hat der 24-Jährige noch, um für sich Werbung zu betreiben - am Sonntag beim Saisonfinale (hier geht‘s zum Live-Ticker). (PF mit Material des SID)

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