Rosberg will Schumi Tipps geben

Nico Rosberg (l.) geht davon aus, dass er Formel-1-Rückkehrer Michael Schumacher auch etwas beibringen kann.
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Nico Rosberg (l.) geht davon aus, dass er Formel-1-Rückkehrer Michael Schumacher auch etwas beibringen kann.

Hamburg - Nico Rosberg geht davon aus, dass er Formel-1-Rückkehrer Michael Schumacher auch etwas beibringen kann. Schließlich habe sich seit dem Rücktritt der Legende einiges geändert.

 “Die Formel-1-Autos und das Reglement haben sich schon um einiges verändert, seit Michael Ende 2006 die Formel 1 als Aktiver verlassen hat. Da gibt es sicher auch Dinge, die er von mir erfahren kann“, sagte der Wiesbadener der Deutschen Presse-Agentur dpa. “Nach vier Jahren in der Formel 1 habe ich auch schon sehr viel Erfahrung sammeln können.“

Schumis Karriere in Bildern

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Eine neue kommt am Montag hinzu. In Valencia wird der Wiesbadener als erster den neuen Silberpfeil pilotieren, Schumacher soll erst im weiteren Tagesverlauf ans Steuer. “Es ist für mich schon sehr spannend“, meinte Rosberg, der von Williams zu Mercedes Grand Prix gewechselt war. Apropos: Rosbergs Ex-Team stellt am Montag mit dem deutschen Neueinsteiger Nico Hülkenberg ebenfalls sein neues Auto für die kommende Saison vor, ebenso Toro Rosso.

Doch die Augen werden zuallererst auf Rosberg gerichtet sein, der in dieser Saison endlich den ersten Sieg in der Königsklasse des Motorsports ein- und bestenfalls wie einst Papa Keke (Titelträger 1982) um die WM mitfahren will. Er wolle eine “super Leistung bringen“, betonte Rosberg.

Das heißt auch: “Vor meinem Teamkollegen sein. Das ist ein Teil des Reizes an dem Sport.“ Gemeinsam strahlten Rosberg und der rund 17 Jahre ältere Schumacher am vergangenen Montag bei der Präsentation der neuen mattsilbernen Lackierung des Rennwagens in die Kameras. Neben den Terminen mit dem Team haben die beiden Piloten, die zusammen die Konstrukteurs-WM holen wollen, noch nichts gemeinsam unternommen. “Bisher noch nicht“, sagte Rosberg. Im Mercedes-Benz Museum in Stuttgart habe man “zum ersten Mal viel Gelegenheit, miteinander zu reden“ gehabt. “Zuvor hatten wir uns meist nur bei Charity-Fußballspielen privat getroffen“, erklärte Rosberg.

Die Formel-1-Weltmeister der vergangenen 40 Jahre

Die Formel-1-Weltmeister seit 1969

Niki Lauda (Foto), Ayrton Senna und Michael Schumacher: Diese Motorsport-Legenden dominierten die Formel 1 über Jahre hinweg. Ein Überblick über die Weltmeister der vergangenen 41 Jahre. © Getty Images
1969: Jackie Stewart (Schottland), Matra-Ford © mm
1970: Jochen Rindt (Österreich), Lotus-Ford © Getty Images
1971: Jackie Stewart (Schottland), Tyrrell-Ford © Getty Images
1972:  Emerson Fittipaldi (rechts, Brasilien), Lotus-Ford © Getty Images
1973 Jackie Stewart (Schottland), Tyrrell-Ford © Getty Images
1974 Emerson Fittipaldi (Brasilien), McLaren-Ford © Getty Images
1975: Niki Lauda (Österreich), Ferrari © Getty Images
1976: James Hunt (England), McLaren-Ford © Getty Images
1977: Niki Lauda (Österreich), Ferrari © Getty Images
1978: Mario Andretti (USA), Lotus-Ford © Getty Images
1979: Jody Scheckter (Südafrika), Ferrari © Getty Images
1980: Alan Jones (Australien), Williams-Ford © Getty Images
1981: Nelson Piquet (Brasilien), Brabham-Ford © Getty Images
1982: Keke Rosberg (Finnland), Williams-Ford © Getty Images
1983: Nelson Piquet (Brasilien), Brabham-BMW © Getty Images
1984: Niki Lauda (Österreich), McLaren-Porsche Turbo © Getty Images
1985 Alain Prost (Frankreich) McLaren-Porsche Turbo © Getty Images
1986: Alain Prost (Frankreich), McLaren-Porsche © Getty Images
1987: Nelson Piquet (Brasilien), Williams-Honda Turbo © Getty Images
1988: Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda Turbo © Getty Images
1989: Alain Prost (Frankreich), McLaren-Honda © Getty Images
1990 Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda © Getty Images
1991 Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda © Getty Images
1992: Nigel Mansell (England), Williams-Renault © Getty Images
1993: Alain Prost (Frankreich), Williams-Renault © Getty Images
1994: Michael Schumacher (Kerpen), Benetton-Ford © Getty Images
1995: Michael Schumacher (Kerpen, auf dem Foto mit Benetton-Boss Flavio Briatore), Benetton-Renault © Getty Images
1996: Damon Hill (England), Williams-Renault © Getty Images
1997: Jacques Villeneuve (Kanada), Williams-Renault © Getty Images
1998: Mika Häkkinen (Finnland), McLaren-Mercedes © Getty Images
1999: Mika Häkkinen (Finnland), McLaren-Mercedes © Getty Images
2000: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2001: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2002: Michael Schumacher (Kerpen) Ferrari © Getty Images
2003: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2004: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2005: Fernando Alonso (Spanien), Renault © Getty Images
2006 Fernando Alonso (Spanien), Renault © Getty Images
2007: Kimi Räikkönen (Finnland), Ferrari © Getty Images
2008: Lewis Hamilton (Großbritannien), McLaren-Mercedes © Getty Images
2009: Jenson Button (Großbritannien), Brawn GP © Getty Images
2010: Sebastian Vettel (Deutschland), Red Bull © dapd

Bei den dreitägigen Tests in Valencia dürften die beiden weitere Gelegenheit hat zum gegenseitigen Beschnuppern haben. Vor allem aber gilt es, den Silberpfeil weiter auf die Piloten abzustimmen. Nachdem am Donnerstag Ferrari und am Freitag McLaren-Mercedes ihre Rennwagen präsentierten, darf man auf das erste Kräftemessen gespannt sein. Red Bull mit Vizeweltmeister Sebastian Vettel wird in Valencia zwar noch nicht dabei sein. Rosberg dürfte das erstmal egal sein: Der Weltmeister-Sohn freut sich auf die Premierenrunde in seinem neuen Dienstwagen: “Ich hoffe natürlich auch ein Sieger-Auto zu bekommen, denn es wäre fantastisch meinen ersten Sieg einzufahren und das in einem Mercedes-Silberpfeil.“ Die erste Gelegenheit bekommt er dazu am 14. März in Bahrain - Schumacher allerdings auch.

dpa

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