Schumi: "Alle meine Sinne wurden wieder wachgerüttelt"

+
Sein Formel-1-Renncomeback wird Schumacher im Mercedes am 14. März in Bahrain geben

Jerez/Hamburg - Nach seinen ersten 51 Testrunden im GP2- Rennwagen hat Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher zufrieden eine Bilanz gezogen. Dabei gibt er sich genügsam.

Michael Schumacher gibt der Formel 1 schon wieder das Tempo vor - allerdings hat schlechtes Wetter im spanischen Jerez den ehrgeizigen Rückkehrer ein wenig ausgebremst. “Zwar hat das Wetter nicht ganz so mitgespielt, wie uns allen lieb gewesen wäre, aber trotzdem wurden alle meine Sinne wieder wachgerüttelt ­ das allein war es schon wert“, meinte Schumacher, der seinen ersten von drei exklusiven Testtagen nach 51 Runden beendete. Die gute Laune ließ sich der Kerpener durch den Nieselregen nicht trüben: “Der Tag heute war schon allein deshalb gut, weil ich nach langer Zeit mal wieder in einem Auto fahren konnte, das annähernd an die aktuelle Formel 1 herankommt.“

Hier gibt Schumi wieder Gas!

Hier gibt Schumi wieder Gas! Die Bilder der Testfahrt in Jerez
Hier gibt Schumi wieder Gas! Die Bilder der Testfahrt in Jerez © dpa
Hier gibt Schumi wieder Gas! Die Bilder der Testfahrt in Jerez
Hier gibt Schumi wieder Gas! Die Bilder der Testfahrt in Jerez © dpa
Hier gibt Schumi wieder Gas! Die Bilder der Testfahrt in Jerez
Hier gibt Schumi wieder Gas! Die Bilder der Testfahrt in Jerez © dpa
Hier gibt Schumi wieder Gas! Die Bilder der Testfahrt in Jerez
Hier gibt Schumi wieder Gas! Die Bilder der Testfahrt in Jerez © dpa
Hier gibt Schumi wieder Gas! Die Bilder der Testfahrt in Jerez
Hier gibt Schumi wieder Gas! Die Bilder der Testfahrt in Jerez © dpa
Hier gibt Schumi wieder Gas! Die Bilder der Testfahrt in Jerez
Hier gibt Schumi wieder Gas! Die Bilder der Testfahrt in Jerez © dpa
Hier gibt Schumi wieder Gas! Die Bilder der Testfahrt in Jerez
Hier gibt Schumi wieder Gas! Die Bilder der Testfahrt in Jerez © dpa
Hier gibt Schumi wieder Gas! Die Bilder der Testfahrt in Jerez
Hier gibt Schumi wieder Gas! Die Bilder der Testfahrt in Jerez © dpa
Hier gibt Schumi wieder Gas! Die Bilder der Testfahrt in Jerez
Hier gibt Schumi wieder Gas! Die Bilder der Testfahrt in Jerez © dpa
Hier gibt Schumi wieder Gas! Die Bilder der Testfahrt in Jerez
Hier gibt Schumi wieder Gas! Die Bilder der Testfahrt in Jerez © dpa
Hier gibt Schumi wieder Gas! Die Bilder der Testfahrt in Jerez
Hier gibt Schumi wieder Gas! Die Bilder der Testfahrt in Jerez © dpa
Hier gibt Schumi wieder Gas! Die Bilder der Testfahrt in Jerez
Hier gibt Schumi wieder Gas! Die Bilder der Testfahrt in Jerez © dpa
Hier gibt Schumi wieder Gas! Die Bilder der Testfahrt in Jerez
Hier gibt Schumi wieder Gas! Die Bilder der Testfahrt in Jerez © dpa
Hier gibt Schumi wieder Gas! Die Bilder der Testfahrt in Jerez
Hier gibt Schumi wieder Gas! Die Bilder der Testfahrt in Jerez © dpa
Hier gibt Schumi wieder Gas! Die Bilder der Testfahrt in Jerez
Hier gibt Schumi wieder Gas! Die Bilder der Testfahrt in Jerez © dpa
Hier gibt Schumi wieder Gas! Die Bilder der Testfahrt in Jerez
Hier gibt Schumi wieder Gas! Die Bilder der Testfahrt in Jerez © dpa

Als erster Fahrer drehte der Rekord-Weltmeister am Dienstag auf dem Circuito de Jerez seine Proberunden für die neue Saison. Vor allem seine Fitness fürs Comeback steht auf dem Prüfstand. Beim Comebackversuch im vergangenen Sommer machten die Nachwirkungen seines Motorradunfalls im Februar 2009 dem Kerpener noch einen Strich durch die Rechnung.

21 Tage nach der endgültigen Bestätigung seiner Rückkehr wollte Schumacher keine Zeit verschenken. Um 9.07 Uhr rollte er zu einer ersten, sogenannten Installationsrunde auf die Strecke. Aus dem Cockpit blitzte auf dem feuerroten Helm schon der Mercedes-Stern. Kurz darauf absolvierte der Superstar fünf schnelle Runden, dann fuhr er wieder zurück an die Box.

Weil es ständig nieselte, konnte der Kerpener nur auf Regenreifen trainieren. 39 Umläufe schaffte er am Vormittag, dann gönnte sich Schumacher eine längere Mittagspause und wartete auf das Ende des Regens. Bis Donnerstag will er unter Ausschluss der Öffentlichkeit seine Rennhärte prüfen. “Ein gewisses 'Warm-up'“ sei der Test, meinte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug.

Die entscheidende Frage ist, ob Schumachers Körper den Belastungen standhält. Im vergangenen Jahr war sein Comeback bei Ferrari an einer nicht komplett ausgeheilten Nackenverletzung gescheitert. “Der Nacken ist absolut beschwerdefrei“, hatte der siebenmalige Champion im Dezember versichert. Offiziell probiert Schumacher den neuen Boliden des GP2-Teams Super Nova. “Die GP2-Organisation will technische Weiterentwicklungen für die Zukunft testen - und wird bei diesem Test sicher ein breites weltweites Echo finden, eben weil Michael das Auto fährt. Die GP2-Verantwortlichen nutzen clever eine gute Chance“, sagte Haug.

Übungsfahrten im Formel-1-Auto sind erst im Februar gestattet. Der Internationale Automobilverband FIA hat Schumachers Einzeltraining genehmigt. Neben der GP2-Testmannschaft wird der Deutsche auch von zwei Mercedes-Ingenieuren sowie von einem Physiotherapeuten betreut.

Mit seinem Feuereifer setzte Platzhirsch Schumacher auch ein deutliches Zeichen in Richtung seines neuen Teamkollegen Nico Rosberg, der noch seine Rolle bei Mercedes finden muss. Weltmeister Jenson Button kämpft nach seinem Wechsel zu McLaren, mit dem er bei BrawnGP-Nachfolger Mercedes Grand Prix erst den Platz für Schumacher freimachte, ebenfalls um seinen Nummer-1-Status. Noch hat Landsmann Lewis Hamilton das Team hinter sich, doch Button startete eine Charme-Offensive. “Ich liebe jede Minute hier und fühle mich schon wie zuhause“, schmeichelte Button seiner neuen Crew.

Während der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso nach dem Kennenlern-Termin mit dem Ferrari-Team mit Sponsoren und Medien im tief verschneiten Madonna erstmals bei den Testtagen in Valencia vom 1. bis 3. Februar sitzen dürfte, muss sich der deutsche Vize- Weltmeister Sebastian Vettel gedulden. Er darf erst mehr als eine Woche später im neuen RB6 Vollgas geben. “Wie schon 2009 haben wir uns entschieden, nicht beim ersten Test zu starten, sondern erst am zweiten Test teilzunehmen“, wurde Red-Bull-Teamchef Christian Horner am Dienstag von der Online-Ausgabe des Fachmagazins “Autosport“ zitiert.

Chefingenieur Adrian Newey solle noch mehr Zeit zur Entwicklung des Autos erhalten. Dem Heppenheimer Vettel und seinem australischen Teamgefährten Mark Webber bleiben damit nur zwölf Testtage vor dem Saisonstart Mitte März in Bahrain, bei dem Schumacher nach dreieinhalb Jahren Pause auch im Rennen wieder das Tempo vorgeben will.

dpa

Auch interessant

Meistgelesen

Coronakrise im Rennsport: Formel 1 berät über Geisterrennen - Pause wurde erneut verlängert
Coronakrise im Rennsport: Formel 1 berät über Geisterrennen - Pause wurde erneut verlängert
Formel-1-Rennkalender 2020: Mehrere Absagen wegen Coronavirus-Pandemie - neuer Starttermin steht fest
Formel-1-Rennkalender 2020: Mehrere Absagen wegen Coronavirus-Pandemie - neuer Starttermin steht fest
Bernie Ecclestone: Ex-Formel-1-Chef wird mit 89 Jahren Papa - bricht er damit sogar Weltrekord?
Bernie Ecclestone: Ex-Formel-1-Chef wird mit 89 Jahren Papa - bricht er damit sogar Weltrekord?

Kommentare