Außer Reiten und Kartfahren wenig konkret

Abschiedsinterview: Schumi über seine Pläne

+
Michael Schumacher ohne Rennanzug - so wird man ihn in Zukunft öfter sehen. Wenn auch nicht derart unbekleidet

Sao Paulo - Michael Schumacher beendet am Sonntag endgültig seine große Karriere. So langsam beginnt er auch, sich über die Zeit danach Gedanken zu machen. Was er vorhat, verrät er im Abschiedsinterview.

Man hat das Gefühl, als sei Michael Schumacher ein wenig zu seinem Glück gezwungen worden. Dass der Formel-1-Rekordweltmeister gerne noch weiter gefahren wäre, scheint ein offenes Geheimnis. Dann hat ihm Mercedes die Entscheidung abgenommen und Lewis Hamilton verpflichtet, und seit Schumacher kurz darauf sein Karriereende erklärt hat, wirkt er erleichtert - zumal ihn das Hinterherfahren im derzeit nicht konkurrenzfähigen Silberpfeil zu zermürben drohte.

Was Michael Schumacher im kommenden Jahr tun wird, hat er noch nicht entschieden. Ratschläge dafür verbittet er sich. Doch als er da in Sao Paulo bei seiner vorerst letzten Presserunde rund 20 Journalisten gegenübersitzt, wirkt er nicht wie jemand, der mit seinem Leben nichts anzufangen weiß. Ganz im Gegenteil. Fürs erste scheint Schumacher froh, wenn es vorbei ist.

Herr Schumacher, am Sonntag beenden Sie Ihre Karriere zum zweiten Mal und diesmal endgültig. Wie emotional sind Sie vor diesem Wochenende?

Michael Schumacher: Relativ relaxed und ausgeglichen. Jedenfalls noch nicht besonders emotional. Es kann sein, dass sich das noch ändert, vielleicht, wenn die letzte Zielflagge passiert ist. Aber es ist einfach etwas anderes als 2006 (beim ersten Rücktritt, d. Red.). Zum einen habe ich es schon einmal erlebt. Zum anderen kämpfe ich diesmal nicht mehr um den Titel. Diesmal ist es ja so: Wenn es gut läuft, kommen wir in die Punkte.

Frustriert Sie das nicht?

Schumacher: Natürlich würde ich zum Abschluss liebend gerne noch mal ein schönes Highlight setzen. Ich werde mein Bestes geben, und dann werden wir schauen, was dabei rauskommt.

Wie fällt nach den drei Jahren Ihr Fazit der zweiten Karriere aus? Was entgegnen Sie Kritikern, die sagen, Sie seien zu alt und hätten sich mit dem Comeback keinen Gefallen getan?

Schumacher: Ich sehe es von der Warte: Ich werde bald 44 und kann immer noch in der Weltspitze mitfahren und meine Ausrufezeichen setzen. Deshalb kann man das positiv bewerten. Mit meiner eigenen Perfomance bin ich zufrieden. Natürlich muss man aber auf den Punkt sehen, dass wir die Ziele klar verfehlt haben, und da bin ich genauso in der Verantwortung wie alle anderen.

Sie halten nahezu alle Rekorde in der Formel 1. Gäbe es einen, der für Sie unerreichbar gewesen wäre?

Schumacher: Der für den Pulsschlag. Da wäre ich sicher nicht vorne dabei, sondern eher die Südländer.

Haben Sie inzwischen schon eine konkretere Ahnung, was Sie nach Ihrer Karriere machen werden?

Schumacher: Das ist eine gute Frage. Viele glauben ja, dass wir Rennfahrer alle Adrenalin-Junkies sind. Das möchte ich absolut verneinen, das stimmt in meinem Fall sicher nicht. Was ich aber sicher bin, ist ein Wettkampf-Typ. Das ist einfach in mir drin, und das werde ich auch nicht ablegen können. Wohin ich das künftig verschiebe, muss ich mal schauen.

Gibt es schon den Ansatz einer Idee?

Schumacher: Ein Ansatz, der mir mehr und mehr Spaß macht, ist das Reiten. Auch in Wettbewerben. Das will ich ausbauen. Aber klar ist, dass das Rennfahren eine absolute Profi-Aktivität war, und dass die Professionalität bei allem, was kommen wird, nicht mehr so wichtig ist, sondern eher der Spaß im Mittelpunkt steht. Aber außer aufs Reiten und sicher hier und da ein wenig Kartfahren habe ich mich noch nicht festgelegt. Klar ist: Ich habe auch ein Leben neben der Formel 1, und das will ich künftig ein wenig mehr genießen.

Eine Funktion in der Formel 1 schließen Sie derzeit aus. Wird man Sie trotzdem am Rande des einen oder anderen Rennens in der Zukunft sehen?

Schumacher: Warum nicht? Ich habe keinen Grund, mich hier nicht mehr sehen zu lassen. Deshalb kann es durchaus passieren, dass ich bei den Rennen, die immer besonders viel Spaß gemacht haben, auch mal sein werde.

Werden Sie im kommenden Jahr Markenbotschafter bei Mercedes?

Schumacher: Das ist eine Sache, die wir besprechen werden, sobald die Saison zu Ende ist. Mercedes ist durchaus interessiert.

Was ist das Erste, was Sie machen, wenn Sie nach Hause kommen?

Schumacher: Eine der ersten Sachen ist jedenfalls das Race of Champions im Dezember im Bangkok. Mal was ganz anderes (lacht). Trainieren muss ich dafür aber nicht, höchstens, mal ein Glas zu heben, damit der Samstagabend für mich nicht so schwer wird.

aufgezeichnet von Holger Schmidt (SID) beim Pressegespräch in Sao Paulo

Letztes Rennen: So verabschiedet sich die Sportwelt von Schumi

Letztes Rennen: So verabschiedet sich die Sportwelt von Schumi

Am Sonntag absolviert Michael Schumacher in Brasilien das letzte Formel-1-Rennen seiner Karriere. Prominez aus der Welt des Sports und der Politik huldigen dem siebenmaligen Weltmeister. © dpa
Fernando Alonso (Ferrari-Pilot und Titelrivale von Sebastian Vettel): „Es war schwierig für ihn. Er ist nicht mit einem konkurrenzfähigen Auto zurückgekehrt. Ich finde immer noch, dass sein Comeback richtig war, denn er hat sicher die Aufregung und das Adrenalin eines Formel-1-Autos vermisst. Ich bin mir sicher, dass es für einen Champion wie ihn schwierig war, kein konkurrenzfähiges Auto zu haben. Für mich war es eine Freude, in diesen drei Jahren gegen ihn zu fahren, und ich wünsche ihm alles Gute in seinem letzten Rennen.“ © dpa
Rubens Barrichello (früherer Teamkollege bei Ferrari): „Die Formel 1 wird Michael vermissen, er ist ein großer Sportsmann. Ob das Comeback eine gute Idee war, kann er nur selbst beantworten, aber ich hatte das Gefühl, dass er stets Spaß hatte. Dann war es richtig, denn im Sport zählen nicht nur die Ergebnisse. Dass ich durch seinen Rücktritt den Rekord als Fahrer mit den meisten Rennen behalte, ist mir egal. Das ist nur eine Zahl.“ © dpa
Heiner Brand (früherer Handball-Bundestrainer): „Er hat außergewöhnliche internationale Erfolge gefeiert und genießt großes Ansehen in der ganzen Welt.“ © dpa
Ross Brawn (Mercedes-Teamchef): „Das letzte Rennen wird für alle Teammitglieder ein sehr emotionales Wochenende, an dem Michael zum zweiten und letzten Mal aus der Formel 1 zurücktritt. Wir haben in den vergangenen drei Jahren mit großer Freude mit Michael zusammengearbeitet, und beide Seiten haben sehr von dieser Zusammenarbeit profitiert. Ich habe in einem Großteil von Michaels 21 Saisons mit ihm zusammengearbeitet und glaube, dass er einer der größten, wenn nicht sogar der größte Formel-1-Fahrer aller Zeiten ist. Und wir wünschen ihm für seine Zukunft alles erdenklich Gute.“ © dpa
Julius Brink (links, Beachvolleyball-Olympiasieger): „Als Formel 1-Fan war es immer sehr, sehr stark auf ihn zugeschnitten in Deutschland. Wir verlieren eine sehr interessante Sportpersönlichkeit, die auch die Menschlichkeit und Persönlichkeit in den Vordergrund gestellt hat. Deshalb ist sein Rücktritt schon ein großer Verlust. Ich habe damals als kleiner Junge in seinem ersten Teil der Karriere oft mitgefiebert. Nach dem Comeback habe ich das nicht mehr so stark verfolgt. Er hat ja ein paar Euros verdient und vielleicht ein ganz schönes Häuschen irgendwo in Europa." © dapd
Jenson Button (McLaren-Pilot, früherer Weltmeister): „Ich hoffe, dass Michael nicht noch einmal zurückkommen muss. Es ist an der Zeit, eine andere Beschäftigung zu finden, aber das ist immer schwierig. Es wird Zeit und Mühe brauchen, das entstehende Loch zu füllen. Die Leute sagen, er hätte gar nicht erst zurückkommen sollen. Aber der Einzige, der das beurteilen kann, ist Michael selbst. Er hat seine Erfolge nicht wiederholen können. Dennoch hat er sehr gute Arbeit geleistet. Es sah nur ziemlich durchschnittlich aus, weil man ihn mit dem Michael verglichen hat, der sieben Meisterschaften gewonnen hat.“ © dpa
Bernie Ecclestone (Formel-1-Boss, in der Bild-Zeitung): „Die Formel 1 hat ihn nach seiner Rückkehr mehr gebraucht als er die Formel 1. Er ist die Formel 1. Wir werden ihn vermissen. Die drei Jahre nach dem Comeback haben ihm keinen Schaden zugefügt. Die Insider wissen, dass er noch mithalten konnte, aber das Auto war nicht so gut wie Michael. Er hat das gemerkt, darum hat er so lange mit einer Verlängerung bei Mercedes gezögert.“ © dapd
Hans-Peter Friedrich (Bundesinnenminister): „Ich war von ihm und seinem Auftritt auf dem Sportpresseball sehr beeindruckt. Michael Schumacher ist ein ganz bescheidener Mann, der weltweit unglaubliche Erfolge hatte.“ © dpa
Timo Glock (Marussia-Pilot): „Ich bedaure Michaels Rücktritt alleine schon deshalb, weil mir mein härtester Schach-Partner verloren geht. Dann muss ich mir eben den Seb etwas mehr heranziehen. Er spielt ja auch Schach. Gegen Michael hatte ich zuletzt eine gute Serie, aber dann gibt es wieder Tage, da denke ich, ich sitze Garri Kasparow gegenüber. Generell wird der Formel 1 natürlich enorm viel verloren gehen, weil Michael diesen Sport über Jahre hinweg geprägt hat.“ © dpa
Michael Greis (dreimaliger Biathlon-Olympiasieger): „Ich wünsche ihm, dass er mit sich im Reinen ist und auf eine gute Karriere zurückblicken kann. Er ist die Nummer eins im deutschen Rennsport und hat Unglaubliches geleistet. Jetzt müssen junge Leute nachwachsen - was allerdings ganz normal ist.“ © dpa
Romain Grosjean (Lotus-Pilot): „Michael Schumacher hat Geschichte geschrieben, ist extrem bekannt und extrem talentiert. Mit Ferrari hat er außergewöhnliche Leistungen vollbracht. Seine Rückkehr in die Formel 1 war etwas holprig, aber nichtsdestotrotz habe ich mir mit ihm ein paar schöne Duelle geliefert. Wenn man ihn im Rückspiegel sieht, ist das immer noch Michael Schumacher.“ © dpa
Robert Harting (Diskus-Olympiasieger): „Das ist ein riesengroßer Verlust. Michael ist natürlich ein extremer Sympathieträger. Er trägt den sportlichen Geist in die Gesellschaft. Wenn so eine Bank wegbricht, dann ist das ein Verlust. Jetzt müssen andere einspringen. Ich hoffe natürlich, dass Sebastian (Vettel, d. Red.) das macht. Persönlich ist Schumacher für mich die erste große Sport-Ikone gewesen. Ich habe mit meinem Vater immer auf der Couch gesessen und Formel-1-Rennen geguckt. Das war für mich die Person überhaupt, die den deutschen Sport repräsentiert hat. Ich hoffe, dass das jetzt auf viele andere verteilt wird und der Geist dadurch in Deutschland nicht stirbt.“ © dpa
Norbert Haug (Mercedes-Sportchef): „Ich würde Michael jederzeit wieder verpflichten. Wir haben außer einzelner Highlights und unserem Sieg in China nicht das erreicht, was wir uns in diesem Zeitraum vorgenommen hatten, aber das ist nicht Michaels Fehler. Ich kann mich bei Michael nur für seine Arbeit, seinen kompromisslosen Einsatz für unser und in unserem Team bedanken. Und ich muss mich bei ihm entschuldigen, dass unser Team die technischen Voraussetzungen in den ersten drei Jahren nicht so dargestellt hat, dass Michael und Nico regelmäßig um Podiumsplätze hätten fahren können. Mein Respekt vor Michaels fahrerischer Leistung ist groß, der vor seiner menschlichen Leistung ist immens.“ © dpa
Martin Heuberger (Handball-Bundestrainer): „Irgendwann geht jede Zeit zuende, und der Michael hat sicher tolle Erfolge gehabt. Er war siebenmal Weltmeister. Was will man mehr? Jetzt ist halt Sebastian Vettel dran. Der macht es wirklich grandios und wird mit Sicherheit in die Fußstapfen von Michael Schumacher treten können.“ © dpa
Martin Kaymer (deutscher Golfstar, früher Weltranglisten-Erster): „Michael Schumacher ist für mich einer der größten deutschen Sportler aller Zeiten. Seit meiner Kindheit war Schumi dabei - mir imponierte immer, mit welcher Professionalität und Leidenschaft er über einen so langen Zeitraum Formel-1-Rennen fuhr. Er hat die Formel 1 in Deutschland zu dem gemacht, was sie heute ist. Wenn mir so etwas Ähnliches im Golf gelingen würde, wäre das fantastisch!“ © dpa
George Lucas (Hollywood-Regisseur, u.a. Krieg der Sterne, in der Bild-Zeitung): „Er war der Beste, und ich bin ein großer Fan von ihm. Schade, dass er geht. Ich habe immer das Gefühl gehabt, dass er Spaß hatte und sich nicht mehr am Erfolg messen lassen musste. Das heißt nicht, dass er keinen Erfolg haben wollte.“ © ap
Felipe Massa (früherer Teamkollege bei Ferrari): „Michael hält alle möglichen und unmöglichen Rekorde. Seine Karriere ist unglaublich, fantastisch. Die zweite Karriere kann man aber mit der ersten nicht vergleichen, das zeigen schon die Zahlen. Auch Michael wird eben nicht jünger. Das ist doch ganz normal. Oder glaubt jemand, dass ein Fußballer mit 43 Jahren noch weltklasse spielen könnte? Ich möchte Michaels Erfolge nicht schmälern, aber er hatte in seiner ersten Karriere zum perfekten Zeitpunkt aufgehört. Da war er 37.“ © dpa
Markus Merk (früherer FIFA-Schiedsrichter, pfiff Schumacher oft in Einlagespielen): „Er hat fantastische fußballerische Talente. Er hat nicht nur fair gespielt, sondern auch viele Tore geschossen. Die gelbe Karte habe ich ihm nie gegeben. Michael hätte ja eh nur auf die schwarz-weiße Fahne reagiert.“ © dpa
Sven Ottke (frühere Box-Weltmeister): „Er ist und bleibt der Größte. Es wird lange dauern, bis jemand dahinkommt, wo er schon war. Mit ihm verbinde ich die deutschen Tugenden: Kontinuität, Zuverlässigkeit - er war einfach ein ganz Großer. Die Saison war eher durchwachsen in diesem Jahr. Ob es an ihm oder dem Auto lag - das weiß kein Mensch. Aber ich glaube, es reicht langsam auch. Jetzt muss er einen neuen Lebensabschnitt finden. Einer der ganz Großen tritt ab von der Sportbühne.“ © dpa
Ralf Schumacher (Bruder, DTM-Pilot, früher Formel 1): „Ich glaube, es ist ganz gut so, weil Michael sich selbst nicht ganz sicher war, ob er weitermachen will. Ihm war auch bewusst, dass mit Lewis Hamilton eine Option da war, die eine gute für Mercedes ist. Für Mercedes ist es gut, für Michael ist es gut, von daher sehe ich da keinen Fehler.“ © ap
Nico Rosberg (Teamkollege bei Mercedes): „Es hat sehr gut geklappt mit Michael in den drei Jahren. Also hätte es von mir aus sehr gerne auch so weitergehen können. Es war sehr interessant und eine gute Erfahrung. Es war deutlich erkennbar, warum er siebenmaliger Weltmeister ist. Vor allem seine Einstellung zum Sport ist genial. Wir haben uns hervorragend ausgetauscht und gegenseitig gepusht.“ © dpa
Matthias Steiner (Gewichtheber, Olympiasieger von 2008:) „Er ist eine absolute Legende des Sports. Es war mutig, vor drei Jahren zurückzukehren. Man hat gesehen, dass er noch darauf brennt, und deshalb fand ich das toll. Er hat aber auch gemerkt, dass das Formel-1-Geschäft hart ist.“ © dpa
Hans-Joachim Stuck (langjähriger Rennfahrer und Präsident des Deutschen Motor Sport Bundes bei Spox.com): „Er hatte keine Wahl mehr. Mercedes hat Lewis Hamilton verpflichtet, und Michael hat kein adäquates Cockpit mehr gefunden. Ich hätte ihn gerne noch weiter dabei beobachtet, wie er es den jungen Piloten auf der Strecke immer noch zeigt.“ © dpa
Sebastian Vettel (Formel-1-Weltmeister): „Sein Rücktritt ist ein großer Verlust und schade. Es gab viele Leute, mich eingeschlossen, die sich sehr gefreut hätten, wenn er weitergemacht hätte. Für mich ist er immer noch einer der Größten. Es war immer etwas Besonderes, gegen ihn zu fahren. Auf der Strecke war er manchmal hart, aber immer fair. Ich hoffe, dass er uns in irgendeiner Funktion erhalten bleibt und wir ihn von Zeit zu Zeit noch sehen.“ © dpa
Jacques Villeneuve (Weltmeister 1997, bei Motorsport-aktuell. com): „Wieso hört er auf? Ich verstehe das nicht. Auch nicht, wieso ihn Mercedes nicht behält. Hamilton/Schumacher wäre viel besser als das, was sie nächstes Jahr haben.“ © dpa
Franz Beckenbauer (Fußball-Kaiser): „Extra wegen ihm habe ich wieder angefangen, Formel 1 zu schauen. Es ist natürlich schade, dass er jetzt aufhört. Aber auf der anderen Seite hat er auch ein gewisses Alter erreicht, da wird ihm die Ruhe gut tun. Aber ich kann mir vorstellen, dass er irgendeine Betätigung brauchen wird, da er ein sehr aktiver und willensstarker Mensch ist. Selbst, wenn sie dafür extra eine “Formel Schumacher' gründen müssen. Vielleicht wird er demnächst ja auch Nachwuchs ausbilden und seine Erfahrung weitergeben. Auf jeden Fall wird er nicht ganz von der Bildfläche verschwinden. Da bin ich ganz sicher." © dpa
Lukas Podolski (Fußball-Nationalspieler und guter Freund Schumachers): `Schade, dass er nach der Saison seine Karriere beendet. Über 20 Jahre hat Michael Schumacher die Formel 1 geprägt. Ich schätze ihn als Menschen und großen Sportsmann. In Zukunft hat er dann mehr Zeit für den Fußball, und ich hoffe, dass wir dann mal zusammen kicken können.“ © ap
Mario Andretti (Weltmeister 1978): „Er hat die Liebe und Freude am Rennfahren nie verloren. Und das ist das, was ich am meisten bewundere. Natürlich war sein Comeback kein großer Erfolg, aber das Wichtigste ist doch, dass er es genossen hat. Und wenn er nun endgültig geht, werden wir ihn natürlich vermissen. Er ist immer noch der Beste aller Zeiten.“ © dpa
Niki Lauda (dreimaliger Weltmeister, RTL-Experte und künftiger Aufsichtsratschef des Mercedes-Teams): „Michael Schumacher hat nichts zu bereuen, auch wenn sein Comeback nicht so verlaufen ist, wie er sich das vorgestellt hat. Sein Denkmal hat dadurch keine Risse erhalten. Von ihm wird immer in Erinnerung bleiben, dass er siebenfacher Weltmeister ist. In den drei Jahren hatte er einfach kein Top-Auto, da wird es auch für einen Schumacher schwierig. Sein Abschied reißt ein Riesenloch. Aber mit Lewis Hamilton hat Mercedes einen super Mann geholt, der das Team weiter nach vorne bringen wird.“ © dpa
David Coulthard (DTM-Pilot, früher Formel 1): „Michael hat allen Grund, extrem stolz zu sein. Er hat alle Rekorde gebrochen, die man brechen konnte. Vor allem bei Mercedes-Benz hat er in den letzten Jahren die Richtung vorgegeben. Ich verstehe auch, dass Mercedes diesen Schritt gegangen ist und dass Lewis Hamilton für sie die Zukunft ist.“ © dpa
Alex Wurz (ORF-Experte): „Michaels Rücktritt war sicher kein Fehler. Er hält immer noch fast alle Rekorde und hat der Formel 1 seinen Stempel aufgedrückt, deshalb war es für beide Seiten eine gute Sache. Aber es war auch gut für den Sport, dass er mit über 40 nicht mehr dominiert hat. Es ist gut, dass die junge Garde so schnell ist, somit wissen wir, dass im Moment wirklich die besten Fahrer in der Formel 1 am Start sind.“ © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Leclerc erklärt Vettels Seuchen-Jahr und fordert seinen Ex-Kollegen heraus - „Wenn Seb mich überholt, ...“
Leclerc erklärt Vettels Seuchen-Jahr und fordert seinen Ex-Kollegen heraus - „Wenn Seb mich überholt, ...“
Vettel von A bis Z: Seine Lieblingsband, sein Markenzeichen und mehr
Formel 1
Vettel von A bis Z: Seine Lieblingsband, sein Markenzeichen und mehr
Vettel von A bis Z: Seine Lieblingsband, sein Markenzeichen und mehr

Kommentare