tz-Experten-Kolumne

Vettel: Sao Paulo sollte uns liegen

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Sebastian vettel kann seinen WM-Titel am kommenden SOnntag verteidigen.

München - Die Entscheidung ist vertagt: Sebastian Vettel kürte sich in Austin noch nicht zum neuen Formel-1-Weltmeister. In der tz-Expertenkolumne analysiert der Titelverteidiger die Lage vor dem letzten Rennen.

Viele denken sicher, dass wir enttäuscht sind, weil wir „nur“ Zweiter geworden sind, aber dem ist auf keinen Fall so. Wir haben alles richtig gemacht, das Auto war verlässlich, das Rennen gut - genauso wie die Pit-Stops. Sicher hätte es noch besser laufen können, aber es ist, wie es ist. Die einzige Szene, in der wir vielleicht etwas Pech hatten, war als mir die Überrundeten ein wenig in den Weg gekommen sind und Lewis locker zu Beginn der DRS-Zone an uns vorbeifliegen konnte. Sowas ärgert mich natürlich ein bisschen, aber auch nicht sehr lange.

Vor allem, weil wir unseren ersten Titel verteidigen konnten. Da hat die schlechte Laune gar keine Chance – bei keinem von uns. Es bedeutet uns natürlich wahnsinnig viel, hier in Austin den Konstrukteurs-Titel klar gemacht zu haben und ich möchte die Gelegenheit nützen, um dem Team zu danken. Ich kann nicht oft genug betonen, wie viel und hart die Mädels und Jungs arbeiten und ich bin unfassbar stolz auf sie. Sie verdienen diesen Titel und ich freue mich schon, mit ihnen feiern zu dürfen. Ohne sie wären Mark und ich nicht da, wo wir heute sind und ich hoffe, dass sie wissen, wie sehr wir sie alle schätzen.

Vettel von A bis Z: Seine Lieblingsband, sein Markenzeichen und mehr

Vettel von A bis Z: Seine Lieblingsband, sein Markenzeichen und mehr

A wie Adrian Newey, Red-Bull-Technikguru und Konstrukteur der Weltmeisterautos © Getty
B wie Beatles, Sebastians Lieblingsgruppe © Getty
C wie Christian Horner, als Teamchef bei Red Bull Vettels Vorgesetzter © Getty
D wie Deutschland, Vettels Heimat, in der er aber bislang noch kein Formel-1-Rennen gewonnen hat © Getty
E wie Ehrgeiz, eine von Vettels herausragenden Eigenschaften: Er kann nicht verlieren, egal, wobei © Getty
F wie Fußball, womit Vettel schon als Kind aufgehört hat, weil er nicht gut genug war © Getty
G wie Geld, nicht so wichtig für Vettel, weshalb er lieber seine Ruhe genießt als noch mehr Werbeverträge abzuschließen © Getty
H wie Haare, blond und bares Geld wert - durch einen Werbevertrag mit einem Shampoo-Hersteller © Getty
I wie Indianapolis, der Ort von Vettels erstem Formel-1-Rennen, in dem er 2007 gleich als Achter einen WM-Punkt holte © Getty
J wie Jubelschreie, Vettels Ausbrüche am Boxenfunk nach gewonnenen Rennen sind fast schon legendär © Getty
K wie Kinky Kylie, Kosename für Vettels Rennauto © Getty
L wie Lächeln, mit dem der Weltmeister viele - vor allem weibliche - Fans fasziniert © Getty
M wie Monza, Ort von Vettels Durchbruch. Dort fuhr er 2008 im Toro Rosso als jüngster Fahrer der Formel-1-Geschichte auf die Pole Position und gewann ein Rennen © Getty
N wie Norbert, Vettels Vater, der die Karriere seines Sohnes von Beginn an unterstützt hat © Getty
O wie Otto Waalkes, der in der Bild-Zeitung ein Gedicht widmete © Getty
P wie Perfektion, ein Status, den Vettel immer anstrebt © Getty
Q wie Qualifikation, Vettels Domäne, in 12. von 15 Rennen fuhr Vettel in diesem Jahr auf die Pole Position © Getty
R wie Red Bull, Vettels Förderer schon seit Kartzeiten © Getty
S wie Suzuka, die Strecke, auf der er in drei Jahren zwei Rennen und einen WM-Titel gewann © Getty
T wie Tommi Parmakoski, Vettels finnischer Fitnesstrainer und Physiotherapeut, mit dem er übers Jahr gesehen die meiste Zeit verbringt © Getty
U wie unermüdlich, Vettel ist abends meist der Letzte im Fahrerlager, diskutiert lange mit seinen Ingenieuren © Getty
V wie Vettel-Finger, sein Markenzeichen, und als blaue Schaumstoffversion Standardausrüstung eines echten Vettel-Fans © Getty
W wie Wille, mit dem Vettel im vorigen Jahr in letzter Minute doch noch seinen ersten Titel geholt hatte © Getty
X wie x-beliebig, genau das, was Vettel nicht ist © Getty
Y wie youngest, englisch, steht für Vettels Rekorde, die er als jüngster Fahrer der Formel-1-Geschichte holte © Getty
Z wie Ziel, für Vettel immer gleich: beim nächsten Rennen das Optimum herausholen © Getty

Ich hoffe, dass wir nächste Woche in Brasilien gleich mit dem Feiern weitermachen können, weiß aber, dass wir das nicht auf die leichte Schulter nehmen dürfen. Die Strecke sollte unserem Auto liegen und macht unfassbar viel Spaß, was aber nicht bedeutet, dass wir uns Fehler oder Unachtsamkeit erlauben dürfen. Heute feiern wir das Team und morgen geht es zurück an die Arbeit.

Von Sebastian Vettel, Formel-1-Weltmeister

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