F1-Comeback in den Niederlanden

Zandvoort: Formel-1-Strecke für den Niederlande-Grand-Prix ist zurück

Circuit Park Zandvoort: der Kurs in den Dünen
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Circuit Park Zandvoort: der Kurs in den Dünen

Die Niederlande sind ab 2020 wieder Gastgeber für ein Formel-1-Rennen. Die Königsklasse kehrt nach 35 Pause auf den Circuit Park Zandvoort an der Nordsee zurück.

  • Nach 35 Jahren Pause fährt die Formel 1 wieder in den Niederlanden.
  • Der niederländische Shootingstar Max Verstappen zieht die Massen an.
  • Der Circuit Park Zandvoort wurde umfangreich modernisiert und mit Umbaumaßnahmen fit für die Formel 1 gemacht.

Zandvoort - Die Formel 1 ist zurück in den NiederlandenZandvoort feiert nach 35 Jahren ein Comeback im Rennkalender und die Niederlande freuen sich über die Rückkehr der Formel 1. 35 Jahre nach dem letzten Grand Prix im Jahr 1985 kehrt die Königsklasse des Motorsports auf die direkt an der Nordsee gelegene Rennstrecke Circuit Park Zandvoort zurück. Die Geschichte des Großen Preises der Niederlande wird also nach langer Pause fortgeschrieben. 

Die permanente Rennstrecke nahe Zandvoort wurde am 07. August 1948 eröffnet. 1952 war die Rennstrecke erstmals die Kulisse für den Großen Preis der Niederlande, den der Italiener Alberto Ascari nach einer Renndistanz von 90 Runden mit seinem Ferrari für sich entscheiden konnte. Mit wenigen Unterbrechungen gastierte die Formel 1 bis zum Jahr 1985 in Zandvoort. Im Laufe der Zeit wurden kleinere Anpassungen am Streckenverlauf vorgenommen, große Änderungen blieben jedoch aus, weshalb die Streckenlänge während der Formel-1-Gastspiele durchgängig bei rund 4,2 km lag. Das letzte Rennen auf dem Circuit Park Zandvoort gewann 1985 Niki Lauda, der als dreifacher Sieger zu den erfolgreichsten Piloten auf der Strecke gehört – direkt hinter Rekordsieger Jim Clark.

Niederlande freut sich auf die Formel 1 – Lokalmatador Max Verstappen sorgt für einen Hype

Max Verstappen ist der Grund dafür, dass die Formel 1 nach 35 Jahren Pause in die Niederlande zurückkehrt und wieder F1-Rennen auf dem Circuit Park Zandvoort stattfinden. Der Niederländer hat in seinem Heimatland einen regelrechten Hype ausgelöst – ähnlich wie Michael Schumacher ab Mitte der 90er die Deutschen in seinen Bann gezogen und die Formel 1 zum beliebten Sport in Deutschland gemacht hat. Spätestens seit seinem Wechsel zum Topteam Red Bull und seinem ersten Sieg beim Großen Preis von Spanien im Jahr 2016, kann sich Max Verstappen der Unterstützung seiner Landsleute sicher sein. In der Folge reisten die Niederländer zu den Rennen in benachbarten Ländern und färbten ganze Tribünenblöcke orange. Ab 2020 können die niederländischen Formel-1-Fans ihrem Fahrer wieder im eigenen Land die Daumen drücken – und der Hype ist ungebrochen. Kurz nach der Verkündung des Comebacks gab es mehr als eine Million Ticketanfragen für die knapp 100.000 Plätze beim Premierenrennen.

Comeback der Formel 1 in den Niederlanden – Zandvoort ist nach umfangreichen Umbaumaßnahmen bereit

Die Rückkehr der Formel 1 in die Niederlande war kein Selbstläufer. Der Circuit Park Zandvoort, auf dem zuletzt 1985 ein Formel-1-Rennen stattfand, musste mit diversen Umbaumaßnahmen fit für die heutige Formel 1 gemacht werden. Um Überholmanöver für die deutlich größeren modernen F1-Autos zu schaffen und für die Einhaltung aller Sicherheitsbestimmungen wurden Anpassungen am Streckenlayout vorgenommen – ohne den Charakter der Strecke zu stark zu verändern. Mehrere Kurven wurden aus Sicherheitsgründen leicht geöffnet und verbreitert. Die letzte Kurve der Rennstrecke wurde in eine Steilkurve verwandelt – eine Besonderheit in der modernen Formel 1. Zudem wurden Fangzäune erneuert und auch die Boxengasse haben die Streckenbetreiber an die Ansprüche der Königsklasse angepasst. Die Streckenlänge blieb durch die Umbaumaßnahmen praktisch unverändert, sodass die Formel 1 den Kurs 72-mal umrundet, um auf die Renndistanz von rund 305 km zu kommen.

Veranstaltungen auf dem Circuit Park Zandvoort:

  • Großer Preis der Niederlande, Formel 1 (bis 1985, ab 2020)
  • DTM (bis 2018)
  • Nachwuchsrennserien, darunter Formel 4 und Formel 3
  • ADAC GT Masters
  • 12 Stunden von Zandvoort
  • Zandvoort 500

Von Timo Kraske

Quelle: tz

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