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DFB-Team nach Peinlich-Pleite gegen Ungarn unter Schock – Flick: „Muss ich auf meine Kappe nehmen“

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Von: Vinzent Fischer

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Die deutsche Nationalmannschaft hat die erste von drei Generalproben vor der WM 2022 in Katar verloren. Nach dem Spiel herrschte große Ernüchterung.

Leipzig - Schwerer Rückschlag für die deutsche Nationalmannschaft. Das Team von Bundestrainer Hansi Flick (57) gab im Nations-League-Heimspiel gegen Ungarn keine gute Figur ab und verlor mit 0:1. Damit hat das DFB-Team nicht nur das erste der drei verbleibenden Länderspiele vor der WM 2022 in Katar in den Sand gesetzt, sondern auch den Gruppensieg und die K.o.-Runde der Nations League verpasst.

„Wir haben uns alle etwas anderes vorgestellt“: Flick nach Ungarn-Pleite bedient

Hansi Flick war nach seiner ersten Niederlage im Amt bedient. „Wir haben uns alle etwas anderes vorgestellt“, sagte der Bundestrainer in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur. „Die erste Halbzeit war mit Sicherheit die schlechteste in den 14 Länderspielen. Wenig Mut, wenig Vertrauen, wenig Dynamik, wenig Intensität – viele Fehler“, monierte der Coach, der jüngst einen schweren Schicksalsschlag in seiner Familie öffentlich machte.

Hans-Dieter Flick
Geboren: 24. Februar 1965 in Heidelberg
Trainerstationen: FC Bammental, TSG Hoffenheim, RB Salzburg, FC Bayern, Deutsche Nationalmannschaft
Größte Erfolge: Weltmeisterschaft (2014), Champions League (2020), Klubweltmeisterschaft (2021)

In dieselbe Kerbe schlug auch Ilkay Gündogan (31) nach der Partie in der Mixed Zone. „Viele einfache Fehler, viele Ballverluste, viele Fehlpässe“ sah der Mittelfeld-Spieler von Manchester City. „Insgesamt waren wir sehr langsam, sehr behäbig, kaum flexibel“, kritisierte Gündogan, der jedoch eine Leistungssteigerung nach der Pause wahrnahm: „Das hat sich in der zweiten Halbzeit ein bisschen verbessert, das Spiel war flüssiger.“ Doch die Leistung des DFB-Teams war noch immer eine große Enttäuschung.

DFB-Team: Gündogan fordert Leistungssteigerung – „Wir müssen mehr zeigen“

„Trotzdem glaube ich, mit unserem Maßstab, wissen wir, dass wir mehr können und eigentlich auch mehr zeigen müssen“, resümierte auch Gündogan. Hansi Flick forderte, aus der Leistung in Durchgang eins die richtigen Schlüsse zu ziehen. Die Verantwortung für die Niederlage nahm er auch auf sich. Die Versetzung von Jonas Hofmann (30) auf die Rechtsverteidiger-Position, der im DFB-Dress zuvor auf dem Flügel brillierte, erwies sich als Fehlgriff.

Musste gegen Ungarn die erste Niederlage als Bundestrainer einstecken: Hansi Flick.
Musste gegen Ungarn die erste Niederlage als Bundestrainer einstecken: Hansi Flick. © IMAGO / ActionPictures

„Wir haben bei der Aufstellung was probiert, was nicht so gefruchtet hat. Deswegen muss ich einen Teil des Ganzen auf meine Kappe nehmen“, gestand Hansi Flick eigene Fehler ein. „Wir erwarten jetzt von jedem, dass er an dem einen oder anderen noch an sich arbeitet. Denn das muss unser Ziel sein, dass wir so stark wie möglich nach Katar gehen“, sagte der Bundestrainer weiter.

DFB-Geschäftsführer Bierhoff richtet Fokus auf die WM 2022 in Katar

„Wichtig war vielleicht auch die Erkenntnis, dass du die Top-Einstellung bringen musst. Und sicher auch Richtung Katar noch mehr, weil genau diese taktischen Dinge gar nicht einstudiert werden können. Umso mehr wird die Mentalität, der Wille und die Aggressivität zählen“, konstatierte Oliver Bierhoff (54).

„Wir müssen schon die Ambitionen haben, aber man muss natürlich realistisch sein und wissen, was man da einbringt. Dass eben von der ersten Sekunde alles gefordert ist, um bestehen zu können“, sagte der DFB-Geschäftsführer. Auch wenn die Ernüchterung groß ist, „das Ziel bleibt. Wir fangen auch beim Turnier bei null an.“ (vfi)

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