Weg vom Abstiegsplatz

TuS-Basketballer gewinnen 96:84 beim MTSV Schwabing 3/ Sonntag Saisonfinale

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Routinier und Hoffnungsträger tauschen sich aus: Harold Martinez (l.) und Marc Gricar ließen gegen den MTSV Schwabing 3 nichts anbrennen.

Holzkirchen – Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Und Holzkirchens Basketballer dürfen zumindest noch bis Sonntagabend (19 Uhr) hoffen. Denn da könnten sie im Heimspiel gegen den BC Hellenen München 2 sogar aus eigener Kraft den Klassenerhalt schaffen. Möglich gemacht hat dies der überzeugende 96:84-Sieg beim MTSV Schwabing 3.

Was die Holzis am vergangenen Wochenende bei den heimstarken Schwabingern zeigten, das war schon aller erster Sahne. Schon nach fünf Spielminuten hatten Joschi Simon, Yasin Mohamed und Marc Gricar mit drei Dreiern für einen beruhigenden 17:10-Start gesorgt, und die anfangs noch recht motivierten Gastgeber zeigten deutlich Wirkung. Ende des ersten Viertels war Schwabing aber wieder auf Tuchfühlung (17:20), weil die ersten Wechsel von Interims-Coach Mike Brunner für etwas Unordnung sorgten.

Im zweiten Viertel legten die Holzis dann einen furiosen Angriffswirbel aufs Parkett, wie sie ihn in dieser Saison nur sehr selten gezeigt hatten. „Ausgangspunkt war wieder einmal eine konzentrierte und hart zulangende Defensive“, stellte Brunner nüchtern fest. Clemens Weinzierl und Mohamed sorgten zumindest für schnelle und vor allem erfolgreiche Konter. Fast schon unheimlich war an diesem Tag allerdings die Trefferquote von der Dreierlinie. Im zweiten Viertel nagelten nämlich Daniel Frystacki, Gricar, Mohamed und Joni Klimt weitere fünf Dreier ins Netz des Gegners. Am Ende waren es sensationelle 13 Holzkirchner Treffer von der 6,75 Meter entfernten Linie. Zur Halbzeit führte der TuS darum sensationell mit 54:38.

Verständlich war natürlich, dass die Holzis dieses Niveau nicht über die gesamte Spielzeit konservieren konnten. Trotzdem holten sie sich aber auch das dritte Viertel mit 23:22. In der Verteidigung agierte der TuS dann etwas gemütlicher, im Angriff blieben allerdings Tom Rabentko und der bärenstarke Neuzugang Harold Martinez weiterhin brandgefährlich.

„Das letzte Viertel vergessen wir dann mal einfach“, schmunzelte Brunner nach der Partie. Dass er sich über die Nachlässigkeiten seines Teams am Ende etwas geärgert hatte, spielte keine Rolle mehr. „Da wurde leider nur mehr geballert und nicht mehr gespielt!“ In ernsthafte Bedrängnis kam der TuS allerdings auch nicht mehr.

Holzkirchen hat damit die letzte Chance genutzt und steht zum ersten Mal seit Oktober nicht mehr auf einem Abstiegsplatz. Verliert Ismaning am Sonntag (17 Uhr) das Derby gegen Altenerding, spielt das Ergebnis der Holzis gegen Hellenen München gar keine Rolle mehr. Dann bleibt der TuS ein weiteres Jahr in der Bezirksoberliga. Gewinnen Holzkirchens Basketballer ihr letztes Spiel gegen den bereits fixen Regionalliga-Aufsteiger, wäre sowieso alles klar. Über eine lautstarke Unterstützung würden sich Brunner und Co. aber in jedem Fall freuen. Die Vorlage für einen kurzweiligen Abend ist in jedem Fall gegeben.

TuS Holzkirchen: Frystacki 18, Mohamed 17, Gricar 13, Martinez 12, Simon 11, Rabentko 10, Klimt 8, Weinzierl 7 und Schneider

wed

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