Keine Chance für Buam in Frankfurt

Arbeitssieg: Tölzer Löwen schlagen Crimmitschau auf eigenem Eis

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Der „fliegende“ Max French: Gleich zweimal traf der Kanadier gegen Crimmitschau ins Schwarze.

Bad Tölz – Genau andersherum als an den letzten drei Spieltagen schlossen die Tölzer Löwen am vergangenen Wochenende ab. Während sie zu am Freitag zu Hause über Crimmitschau souverän mit 4:2 (2:2, 2:0, 0:0) die Oberhand behielten, mussten sie dann am Sonntag bei den Namensvettern in Frankfurt mit 1:4 (0:1, 1:1, 0:2) ebenso deutlich die Punkte abgeben.

Personell arg dezimiert war es in erster Linie einem überragenden Maxi Franzreb zwischen den ECT-Pfosten zu verdanken, dass sich die Niederlage dort noch in Grenzen hielt.

„Wir haben nicht die Schultern hängen gelassen, wir haben gesagt: Weiter!“, erklärte Headcoach Kevin Gaudet den Arbeitssieg gegen die Eispiraten aus Crimmitschau. Dabei hatte es anfänglich gar nicht so gut ausgesehen. Die Löwen bestimmten die ersten zehn Minuten spielerisch, rannten aber immer wieder in Eispiraten-Konter. So gelang Ty Wishart mit seinem Treffer bereits nach 41 Sekunden die erste kalte Dusche. Nach zwei starken Kombinationen konnten allerdings Philipp Schlager und Marco Pfleger die Partie noch bis zur fünften Spielminute drehen. Erneut übernahmen die Tölzer die Kontrolle, als Markus Eberhardt an der gegnerischen blauen Linie ein folgenschwerer Lapsus unterlief. David Kuchejda schnappte sich die Scheibe lief alleine aufs ECT-Gehäuse zu und jagte das Spielgerät mit einem satten Schuss in den Winkel.

„Crimmitschau ist ein gutes Team, sie brauchen nicht viele Chancen, um zu treffen“, musste da der Tölzer Trainer anerkennen. Insgesamt ging das Unentschieden zu diesem Zeitpunkt aber auch in Ordnung.

Mit dem zweiten Drittel münzten die Buam ihre Überlegenheit dann auch in Tore um. Besonders die wieder vereinte Sedlmayr-French-Pfleger-Reihe sorgte für Freude bei den Fans. Der Kanadier des Trios traf innerhalb von zwei Minuten mit einem Doppelpack und sorgte so für ein relativ beruhigendes Zwei-Tore-Polster. Auch im Schlussdrittel suchten ihn seine Mitspieler immer wieder, um ihm den Hattrick zu ermöglichen. Ohne Erfolg.

Viel wichtiger war aber letztlich: „Wir haben einen Weg gefunden, dieses Match sicher nach Hause zu bringen“, so Gaudet. Es blieb beim 4:2, der erste Heimsieg der Löwen nach drei Niederlagen vor heimischem Publikum - Balsam für die Seele. „Somit unglaublich wichtige drei Punkte“, freute sich der Trainer dann auch.

Schon die Vorzeichen für die Sonntagspartie in Frankfurt standen unter keinem guten Stern: Mit Lubor Dibelka (Trauerfall), Tyler McNeely und Manuel Edfelder, beide heftig erkrankt, fehlten den Tölzer Löwen gleich drei Leistungsträger. Lücken, die die Isarwinkler Kufenflitzer bei dem sowie so engen Personalkader einfach nicht schließen konnten. Dabei mussten die Buam diesmal mit der untersten Sollstärke auskommen. Gut, dass zumindest maxi Franzreb im Tor einen Sahnetag erwischt hatte. Der deutlichste Unterschied zwischen den beiden Löwenteams zeigte sich im ersten Drittel im Powerplay. Gleich dreimal konnten die Oberbayern ihre Überzahl-Situationen nicht nutzen, während Maximilian Faber im ersten Powerplay der Frankfurter sogleich die Führung erzielte (18.).

Denkbar ungünstig dann auch der Auftakt zum Mittelabschnitt. Hatten die oberbayerischen Löwen noch eine 3:5-Situation glücklich überstanden, traf gleich darauf Frankfurts Oldie Eddy Lewandowski (25.).

Es war dann Marco Pfleger, der die Buam mit seinem Anschlusstreffer noch einmal hoffen ließ (40.). Doch im Schlussdrittel machten Max Eisenmenger (52.) und Roope Ranta ins leere Tor endgültig den Sack für Frankfurt zu. Insgesamt nicht einmal unverdient.Ewald Scheitterer

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