Platz 8 auf der Schlussetappe

Bärenstark beim Final Climb: Lucas Bögl bester Deutscher bei Tour de Ski

Lucas Bögl
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Lucas Bögl hat beim Final Climb der Tour de Ski in Val di Fiemme als Achter eine hervorragende Leistung gezeigt.

Holzkirchen/Val di Fiemme – Lucas Bögl ist beim Final Climb der Tour de Ski im Val di Fiemme bester Deutscher geworden. Der Holzkirchner Langläufer erreichte sein Ziel in der Gesamtwertung.

Mit einem wahren Kraftakt überwand Lucas Bögl die 400 Höhenmeter der letzten Etappe der Tour de Ski im italienischen Val di Fiemme. Das brachte dem für den SC Gaißach startenden Holzkirchner Langläufer den achten Platz in der Tageswertung ein. Mit dieser Leistung schob sich der 30-jährige Sportsoldat vom 16. auf den zwölften Gesamtrang vor und wurde damit bester Deutscher der diesjährigen Tour de Ski.

In ihrer 15. Auflage wurde die Tour de Ski heuer in acht Einzelrennen im schweizerischen Val Mustair und den italienischen Langlaufhochburgen Toblach und Val di Fiemme ausgetragen. Traditionell schließt die Tour mit dem 10-Kilometer-Massenstart ab, bei dem die Athleten den Anstieg auf die Alpe Cermis meistern müssen.

Just bei diesem legendären Final Climb hat dann Bögl einen ausgepackt. Von Beginn an heftete er sich an die die Top Ten dominierenden Russen und Franzosen und machte dann auch noch einige Plätze gut. „Zach war die Tour natürlich schon, aber dafür trainiere ich ja auch das ganze Jahr über. Außerdem hab ich mir den Schlussanstieg besser eingeteilt als vergangenes Jahr“, fasste Luggi, wie er von seinem großen Fanclub genannt wird, seine Leistung zusammen.

Mit einem Augenzwingern fügte er noch hinzu: „Ich empfand es heuer ned ganz so schlimm. Es kann aber auch sein, dass ich mich an die Strapazen gewöhne. Wobei ich aber statt auf die Alpe Cermis lieber die Spitzingstraße hoch laufen würde, die ist nicht so steil.“

Im Ziel des Final Climb lag Bögl nur 37,9 Sekunden hinter dem Tagessieger Denis Spitsov (Russland), der den Berg in 32:41 hoch stürmte. Im Gesamtklassement trennten Bögl nach den acht Einzelrennen 7:49.6 Minuten vom Gesamtsieger Alexander Bolshunov aus Russland, der die Tour auch schon 2020 gewonnen hatte. Mit seiner Top-15-Platzierung bei der Tour de Ski hat sich Bögl seinen Neujahrsvorsatz erfüllt.

Als Nächstes steht die Heim-WM in Oberstdorf im Veranstaltungskalender. Dort möchte Bögl eine Top-Ten-Platzierung in einem Einzelrennen holen: „Das ist natürlich ein ambitioniertes Ziel, aber darauf arbeite ich hin.“ Außerdem gibt es den Traum einer Staffelmedaille. Dafür, weiß Bögl, muss aber wirklich alles passen und es braucht dazu eine gehörige Portion Glück: „Ohne Glück geht´s nicht, aber daran glauben dürfen wir ja.“ hac

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