Julia Rath auf Erfolgskurs

Ganz locker zu Gold

Penzberg - Bayerische Hallenmeisterschaft: Julia Rath stellt neuen Rekord über 2.000 Meter auf.

Die erst 13-jährige Penzber­gerin ließ der älteren Konkurrenz dabei nicht den Hauch einer Chance und stellte mit 7:07,19 Minuten einen neuen bayerischen Rekord auf. Eine neue persönliche Bestleistung lieferte Raffieu Deen Johnson, der sich mit 22,68 Sekunden über 200 Meter die Silbermedaille in der Altersklasse U20 sicherte.

Für Julia Rath schienen die zehn Runden in der Fürther Leichtathletikhalle eher ein lockerer Dauerlauf als ein harter Wettkampf zu sein. „Ich dachte, ich müsste noch länger laufen. Hätte ich gewusst, dass das Rennen so schnell zu Ende ist, hätte ich schon früher beschleunigt“, sagte sie im Ziel. So wurde die 13-Jährige erst in der letzten Runde schneller und distanzierte den Rest der Konkurrenz um neun Sekunden.

Für Julia Rath war es eine Premiere über die 2.000 Meter. Deshalb war sie natürlich im Vorfeld auch etwas aufgeregt, doch bereits nach dem Start war die Nervosität sofort verflogen, und sie setzte sich an die Spitze. Diese gab sie das ganze Rennen über nicht mehr ab, wobei sie sich ihrer Sache zu keinem Zeitpunkt sicher war: „Ich dachte immer, dass die Läuferin hinter mir irgendwann überholen würde.“ Damit meinte sie Ronja Wohlfarth (TuS Feuchtwangen), die bis 1.800 Meter den Anschluss halten konnte und letztlich in 7:16 Minuten die Silbermedaille gewann. Für Julia Rath war dieses Rennen nicht nur eine Premiere über 2.000 Meter, sondern auch ihr erster bayerischer Meistertitel.

Für Raffieu Deen Johnson war der Gewinn der Silbermedaille ebenfalls eine Premiere, denn der 18-jährige Penzberger gewann damit das erste Edelmetall bei einer bayerischen Meisterschaft. Dabei hatte der Wettkampftag für den Sprinter mit einem undankbaren vierten Platz über 60 Meter begonnen. Mit für ihn indiskutablen 7,16 Sekunden verpasste er im Finale die erhoffte Medaille um 0,06 Sekunden. „Raffieu wollte die Medaille über 60 Meter zu sehr, so dass er hinten raus völlig verkrampft lief“, analysierte Trainerin Conny Lechner-Brennauer. Deshalb gab sie ihrem Athleten die Anweisung, im 200-Meter-Vorlauf locker zu laufen und dabei Spaß zu haben. Dies setzte Johnson dann bravourös um und qualifizierte sich mit 22,72 Sekunden und neuer persönlicher Bestzeit für das Finale. Obwohl er schon etwas müde Beine hatte, sicherte er sich dann in 22,68 Sekunden im Finale die Silbermedaille, die er sich mit Tim Wermuth (TG Kitzingen) teilen musste, der exakt dieselbe Zeit lief. Gold ging, wie bereits über 60 Meter, an Nick Kocevar (TSV Bad Endorf), der in 21,92 Sekunden das Maß aller Dinge war. Doch dies störte Johnson nicht im Geringsten, denn er feierte den größten Erfolg seiner bisherigen Karriere.akr

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