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Arnd Peiffer gewinnt in Hochfilzen den ersten Massenstart seiner Karriere

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Von: Fridolin Thanner

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Biathlet Arnd Peiffer
Mit einer fehlerfreien Schießleistung hat Arnd Peiffer den Grundstock für seinen Sieg im Massenstart gelegt. © Promoart

Holzkirchen – Der Biathlon-Weltcup wurde am Sonntag mit zwei Massenstarts in Hochfilzen fortgesetzt. Arnd Peiffer aus Holzkirchen war am Ende ganz vorne.

Arnd Peiffer hat sich selbst ein tolles Weihnachtsgeschenk gemacht: Der in Holzkirchen wohnende Biathlonstar hat den Massenstart am Sonntag (20. Dezember) in Hochfilzen (Österreich) gewonnen. Es war sein erster Sieg in dieser Disziplin überhaupt. „Da habe ich nicht unbedingt daran geglaubt, dass ich das in meiner Karriere noch einmal schaffe“, sagte er nach seinem Coup.

Der 33-jährige Peiffer gehört seit vielen Jahren zur Weltspitze, holte Gold bei Olympia 2018 in Pyeongchang (Sprint) und gewann zwei Weltmeistertitel (Einzel 2019 und Sprint 2011). In einem Massenstart hatte er aber bisher noch nie ganz oben auf dem Stockerl gestanden. Seine Freude schrie er hinaus, als er kurz vor Martin Ponsiluoma die Ziellinie überquerte. Mit dem Schweden kämpfte Peiffer auf der Schlussrunde um den Sieg.

Die entscheidende Attacke setzte Peiffer in der letzten Abfahrt. Er nahm in einer Rechtskurve die schwierige Innenbahn und konnte so die entscheidenden Meter gut machen. Peiffer bog in Führung liegend auf die Zielgerade ein und ließ sich seinen ersten Massenstartsieg nicht mehr nehmen. Platz 3 belegte der Norweger Tarjei Bö vor Benedikt Doll.

Die Basis für den Sieg war Peiffers fehlerfreies Schießen. Insgesamt trafen nur zwei Athleten alle 20 Scheiben. Auch Ponsiluoma hatte wie der drittplatzierte Bö eine Strafrunde drehen müssen. Peiffer gab zu, beim letzten Schießen etwas Glück gehabt zu haben. „Der zweite Schuss war knapp hoch“, sagte er. Aber bei dem Randtreffer fiel die Scheibe und Peiffer konnte um den Sieg kämpfen. „Es muss alles passen“, weiß er. „Heute hat es geklappt.“

Dabei sei seine Vorbereitung auf das Weltcup-Wochenende durchaus etwas holprig gewesen, wie Peiffer sagte. „Auch im Verfolger habe ich mich nicht so gut gefühlt“, erzählte er. Das Rennen hatte er nach zwei Schießfehlern auf Platz 24 beendet. Als 22. des Sprints war er gestartet. Der große Coup – und damit das eigene Weihnachtsgeschenk – gelang dann einen Tag später. ft

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