Erste Medaille für deutsches Team

Biathlon-WM: Arnd Peiffer aus Holzkirchen holt Silber über 20 Kilometer

Arnd Peiffer
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Beendet die deutsche Durststrecke bei der Biathlon-WM in Pokljuka (Slowenien): Arnd Peiffer.

Holzkirchen/Pokljuka – Bei der Biathlon-WM im slowenischen Pokljuka lief es bislang eher mau für das deutsche Team. Arnd Peiffer aus Holzkirchen hat nun für eine Silbermedaille gesorgt.

Endlich hat es geklappt: Im siebten Rennen der Biathlon-Weltmeisterschaft im slowenischen Pokljuka durfte das deutsche Team die erste Medaille feiern. Arnd Peiffer aus Holzkirchen (WSV Clausthal-Zellerfeld) musste sich im Klassiker über 20 Kilometer nur dem Norweger Sturla Holm Laegreid geschlagen geben.

Zuvor hatte die deutsche Mannschaft – und ganz besonders die Männer – bei den Titelkämpfen enttäuscht. Mit seinen Plätzen 36 (Sprint) und 20 (Verfolgung) war Peiffer noch der Beste im Herrenteam. Er sei dann auch gar nicht mit allzu großen Erwartungen an den Start des Einzelrennens gegangen, erzählt der 33-jährige Routinier: „Wenn ich heute in die Top Ten laufe, das wäre mein Ziel.“ Dass es dann zur Medaille reichte, bezeichnet Peiffer als genial und auch für das Team wahnsinnig wichtig.

Peiffer, der erfahrenste und erfolgreichste Athlet der Deutschen, lieferte eine tadellose Leistung ab. Am Schießstand räumte er alle 20 Scheiben ab und präsentierte sich auch läuferisch in starker Form. Am Ende war nur Laegreid noch schneller auf der Hochebene von Pokljuka. 16,9 Sekunden betrug Peiffers Rückstand auf den ebenfalls fehlerfreien Norweger. Es war auch ein knapper Treffer dabei, aber: „Ein bisschen Glück muss man schon auch mal haben“, freut sich Peiffer. Dritter wurde der Norweger Johannes Dale, der sich einen Schießfehler geleistet hatte.

Für Peiffer ist die Silbermedaille ein weiterer Erfolg in seiner außergewöhnlichen Karriere. 2010 feierte er mit der Mixed-Staffel den ersten WM-Titel. Im Jahr darauf klappte es im Sprint. 2019 gewann Peiffer Gold im schwedischen Östersund. Nun fehlten knapp 17 Sekunden zur Titelwiederholung. Da sich das deutsche Team insgesamt deutlich verbessert präsentierte, ist bei der Staffel am Samstag und im Massenstart am Sonntag durchaus eine weitere Medaille drin.

Richtig zufrieden war auch Vanessa Hinz (SC Schliersee) mit ihren Leistungen auf der Pokljuka. Vor Rang 33 im Einzel erreichte die 28-Jährige im Sprint Platz 12. In der Verfolgung jagte sie vor auf Platz 6 und lieferte ihre beste Saisonleistung ab. „Freue mich extrem“, kommentierte Hinz auf ihrer Facebook-Seite.

Auch sie möchte sich noch eine Medaille schnappen. Für die deutschen Damen hat es bisher noch nicht geklappt. Doch in der Staffel gehören Hinz und Co. am Samstag, 20. Februar, ab 11.45 Uhr, sicher zu den Edelmetallkandidaten. Um 15 Uhr sind die Männer dran. Die letzten Entscheidungen der diesjährigen Weltmeisterschaft fallen am Sonntag, 21. Februar, bei den Massenstarts um 12.30 (Frauen) und 15.15 Uhr. ft

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