GSM Schäfflertanz Open

Comeback des Turniersports: Profi-Golfer gewinnen in Valley

Danny Wilde (M.) freut sich mit den Siegern Pia Babnik und Alex Knappe sowie über ein begeisterndes Turnier in Valley.
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Danny Wilde (M.) freut sich mit den Siegern Pia Babnik und Alex Knappe sowie über ein begeisterndes Turnier in Valley.

Valley – Mit den GSM-Schäfflertanz-Open startet der GC Valley wieder durch. Bei den Frauen gab es ein klares Ergebnis, die Herren machten es spannend.

Drei Tage Sonnenschein, perfekte Platzbedingungen und hochklassiger Sport – Valleys Golfdirektor Danny Wilde zog ein durch und durch positives Fazit: „Die GSM-Schäfflertanz-Open – das erste internationale Weltranglisten-Turnier nach der Corona-Pause – war für alle Beteiligten ein großer Erfolg.“ Und am Ende durften auch noch die beiden Topfavoriten aus dem Profilager die glänzenden Siegerpokale in den blauen Himmel heben. Pia Babnik und Alex Knappe waren die dominierenden Akteure auf dem Grün des GC Valley.

Die Spannung vor dem Re-Start des Turniergolfs war von Beginn an mit den Händen zu greifen. Organisatorisch so eine Top-Veranstaltung mit den vielen Auflagen zu bewältigen, war alleine schon eine Herkulesaufgabe für Danny Wilde. Doch der nächtelange Einsatz, um das Who-is-who des deutschen Amateurgolfsports in den Landkreis zu locken, hatte sich gelohnt. „Bei den meisten brauchte es auch kaum Überredungskunst“, verrät der Headcoach der Valleyer Bundesligateams. „Am Ende hatten wir mehr als 250 Anmeldungen und nur 144 Startplätze zu vergeben.“

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Natürlich sollte endlich wieder der Sport im Vordergrund stehen. „Über drei Monate warten wir nun schon, um aus der Monotonie des Trainings zurück zum Prickeln und der Herausforderung des echten Wettkampfs zu kommen“, verrät Babnik. Und wie heiß die erst 16-jährige Jung-Proette war, bewies sie in eindrucksvoller Manier. Nach drei sensationellen 69er-Runden hatte Babnik am Ende mit insgesamt 207 Schlägen die Konkurrenz in Grund und Boden gespielt. Da musste selbst Helen Kreuzer vom Frankfurter GC (215), die seit 2019 immerhin mit 64 Schlägen in Valley den Platzrekord hält, klein beigeben. Mit acht Schlägen Rückstand wurde sie Zweite, einen Schlag vor Olivia Bergner (216) vom deutschen Meister St. Leon-Rot.

Die im Vorfeld von Wilde hoch gehandelten Lokalmatadoren Chiara Horder (222), Lilian Klug (224) und Verena Gimmy (226) blieben unter ihren Möglichkeiten. Vor allem Gimmy haderte dabei mit ihrer Performance auf dem Grün: „Wer so viele Birdie-Chancen auslässt wie ich, der kann kein ordentliches Ergebnis erzielen.“

Lokalmatador Nicolas Horder landete mit 220 Schlägen auf Platz 18.

Bei den Herren ging es da schon deutlich spannender zu: Nach 53 Löchern, also eine Bahn vor dem Ende, lagen Profi Alex Knappe aus Paderborn, Wolfgang Glawe vom deutschen Mannschaftsmeister Mannheim und Tiger Christensen, immerhin European-Young-Team-Master 2019, gleichauf mit 205 Schlägen in Front. Glawe schob seinen letzten Putt vorbei und wurde so unglücklich Dritter.

Christensen und Knappe mussten dagegen noch einmal auf den Platz ins Stechen. Dabei setzte sich gleich auf der ersten Extra-Bahn die größere Routine des Profis durch. Knappe spielte ein sicheres Par, während der junge Christensen einen Schlag mehr brauchte.

Auch da blieben die Lokalmatadore hinter den Erwartungen zurück: Raphael Geissler wurde mit 219 Schlägen 15., Nicolas Horder landete mit 220 Schlägen auf Platz 18 und Johannes Hounsgaard wurde mit 221 Schlägen 23.

Die Siegerehrung fand entsprechend den Hygienevorschriften mit Abstand, ohne Handschlag und Umarmungen statt. Spieler, Organisatoren und der deutsche Golfverband waren sich jedoch einig: Es war ein großartiges Comeback des Golfsports. Nächstes Jahr will man sich auf jeden Fall an gleicher Stelle wieder treffen. „Dann hoffentlich wieder mit Zuschauern, allen dazugehörigen Emotionen und einer tollen Players-Party“, wünscht sich Wilde und bedankt sich nochmal bei seiner Frau Daniela und den vielen freiwilligen Helfer im Golfclub für ihre Unterstützung. wed

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