Konzept steht

Wegen Corona: Das ändert sich 2020 beim Schliersee-Lauf

Der Sixtus-Lauf Schliersee kann am 12. September mit Hygiene- und Umsetzungskonzept stattfinden. Bilder wie dieses vom Mai 2019 wird es jedoch nicht geben. Zuschauer sind nicht zugelassen, der Start der Läufer wird stark entzerrt.
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Der Sixtus-Lauf Schliersee kann am 12. September mit Hygiene- und Umsetzungskonzept stattfinden. Bilder wie dieses vom Mai 2019 wird es jedoch nicht geben. Zuschauer sind nicht zugelassen, der Start der Läufer wird stark entzerrt.

Schliersee – Großveranstaltungen sind wegen Corona aktuell verboten. Der Schliersee-Lauf soll zeigen, wie es mit 1.200 Teilnehmern trotzdem geht.

Corona-bedingt hagelt es Veranstaltungsabsagen – Großveranstaltungen sind bis Ende Oktober nicht erlaubt. Der Sixtus-Lauf in Schliersee darf jedoch – sofern sich das Infektionsgeschehen nicht verschlechtert – mit bis zu 1.200 Teilnehmern am Samstag, 12. September, in Schliersee stattfinden. Maria Glas vom Veranstalter Flowmotion stellte dieser Tage im Haupt- und Werkausschuss der Marktgemeinde das Konzept für die Laufveranstaltung vor.

Der Sixtus-Lauf lädt Hobby- und Profiläufer zur 9. Auflage nach Schliersee ein. Auf drei verschiedenen Strecken geht es rund um den Schliersee. Neben der klassischen Halbmarathon-Distanz (21,1 Kilometer) stehen zwei Strecken über 7,5 und 10 Kilometer bereit. „Ganz so, wie in den vergangenen Jahren wird es nicht aussehen“, sagte Maria Glas. Aber in Abstimmung mit den Behörden, Partnern und Sponsoren hat Flowmotion entschieden, den im Mai ausgefallenen Lauf im September stattfinden zu lassen. Grundlage dazu ist ein umsetzungsfähiges, auflagenkonformes Konzept.

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Start und Ziel werden auseinander gezogen. Gestartet wird bei 1.200 Teilnehmern in 120 Startblöcken mit je 10 Sportlern, alle drei Minuten aus zwei Startblöcken auf der Seefestwiese. Neben dem Ziel im Kurpark wird eine Erholungsfläche für ankommende Sportler eingerichtet, die diese dann für 20 Minuten nutzen können. Die Laufveranstaltung wird von 10 bis 18 Uhr stattfinden, damit sich nie zu viele Läufer gleichzeitig auf dem Gelände befinden.

Zuschauer werden nicht zugelassen. Auch eine Straßensperre wird es nicht geben, dafür eine Tempo-30-Zone. Die Strecke wird mit Streckenposten, dem BRK und Pylonen abgesichert. Anmeldungen sind nur online möglich. Es wird auch nicht wie sonst Nachmeldungen vor Ort geben.

Bisher haben sich etwas über 800 Teilnehmer registriert. Sportler, die sich nicht an die Abstands- und Hygieneregeln halten, werden disqualifiziert. Es wird keine Umkleiden geben und die Vitalwelt bleibt geschlossen. Stattdessen werden Dixi-Klos aufgestellt. Die Partnerstände werden auf ein Minimum begrenzt. Der beliebte Kaiserschmarrn im Ziel fällt auch der Corona-Pandemie zum Opfer. Stattdessen gibt es nur verpackte Verpflegung. „Im Ziel bekommen die Teilnehmer Doggy-Bags“, erklärte Maria Glas.

Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer freut sich über das Konzept, das auch für andere Veranstaltung als Vorlage dienen könnte. „Wir freuen uns, wenn wenigstens ein bisschen was stattfindet“, sagte er. Zusätzlich kann jeder, wie auch schon am Originaltermin im Mai, an dem Sportler sogar in Portugal und Bulgarien mitgelaufen sind, auch im September parallel virtuell mitlaufen.

Schliersee wird eine der ersten Gemeinden sein, die eine solche Veranstaltung durchführt. Die Begrenzung der Teilnehmer auf 1.200 begrüßt Kuramtsleiter Mathias Schrön. „Mit dem Sixtus-Lauf wollten wir nie eine Masse, sondern immer eine Klasse“, ergänzte er. Infos und Anmeldung unter www.schliersee-lauf.de. jw

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