Baatz machte den Sportlern Leben schwer

Dauerregen beim 13. Isarlauf: dennoch, starkes Läuferfeld mit 602 Startern

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Auf die Plätze, fertig, los: Beim Isarlauf nahmen 602 Athleten teil.

Bad Tölz – Anscheinend bringt die Zahl 13 Pech: Zwölfmal war der Isarlauf bei trockenem Wetter gestartet. Heuer bei der 13. Ausgabe regnete es ununterbrochen. „Wir haben bestes Laufwetter“, munterte Organisator Michael Spoerl die Athleten auf, die in Lenggries zum Start für die zehn Kilometer-Distanz kamen. Und war er war mit der Teilnehmerzahl von 602 Sportlern über die drei Strecken „überaus zufrieden“.

Auch die Läufern klagten nicht, dass sie im Regen zwischen Bad Tölz und Lenggries über zehn, 21, und 30 Kilometer unterwegs waren. „Besser als zu warm“, so zahlreiche Kommentare. Es war der mehr und mehr aufgeweichte Untergrund, der den Sportlern arge Probleme bereitete. Vor allem die 30 Kilometer-Läufer hatten da die A-Karte gezogen, da sie erst als letzte ins Ziel am Ufergelände an der Tölzer Isarbrücke gekommen waren. „Heute gab’s eine neue Disziplin: Pfützenspringen über 30 Kilometer“, übte sich da auch der Streckensprecher Gigi Beilhack in Galgenhumor.

Den Athleten selbst schien die Witterung tatsächlich entgegen gekommen zu sein, denn es wurden ausgezeichnete Ergebnisse eingelaufen. So hatte etwa der Warngauer Simon Eck in 34:48 Minuten im Ziel 1:32,60 Minuten Vorsprung auf den Zweitplatzierten Holger Birkicht. Erst auf Rang vier kam da der Lenggrieser Florian Koch (37:24) ins Ziel: „Noch auf den letzten Kilometern war ich da mit dem späteren Dritten gleichauf. Doch dann gab der noch einmal Gas und ich musste abreißen lassen.“ Freilich hatte Koch da auch noch den Gaißacher Berglauf in den Knochen, den er tags zuvor bestritten hatte.

Ebenfalls bei etwa Kilometer sechs konnte die Lenggrieserin Sharon Müller nicht mehr mit der späteren Siegerin Katka Paprancova mithalten. Sie hatte im Ziel fast zwei Minuten Rückstand: „Ich bin schon über einen längeren Zeitraum keinen Zehner mehr gelaufen. Dafür ging es mir heute erstaunlich gut.“ Auf die äußeren Bedingungen angesprochen meinte die Lenggrieserin, die eigentlich auf dem Rundkurs über die Mittelstrecke zu Hause ist: „Ich hab’s überlebt, trotz des großen Aquaplanings auf der Strecke.“

Ein dickes Bussi gab’s dann im Ziel für Florian Wenzler von seiner Lebensgefährtin Katka Paprancova. Dabei war das Wiedersehen schon ein besonders Freudiges. Hatte doch die 29-Jährige wenige Minuten zuvor in überragender Bestzeit den Lauf von Lenggries aus über die Zehn Kilometer-Distanz gewonnen. Den zärtlichen Schmatz gab‘s in erster Linie dafür, weil der 33-Jährige gerade den Halbmarathon über 21 Kilometer gewonnen hatte. Mit einem Vorsprung von fast exakt vier Minuten vor dem Zweitplatzierten war da der Läufer ins Ziel gekommen. „Eigentlich hatten wir schon darüber nachgedacht, ob wir es bei den unterschiedlichen Startzeiten, schaffen könnten, gemeinsam durchs Ziel zu laufen“, erklärten die beiden. Diese „Sensation“ hatten sie aber um rund sechs Minuten verfehlt.

Rund vier Minuten Vorsprung hatte der Gilchinger Wenzler auf den zweiten nach 21 gelaufenen Kilometern. Bei den Frauen war hier die Münchnerin Riccarda Gerlach in 1:24:44 Stunden erfolgreich. Sie war sogar siebeneinhalb Minuten vor der zweitschnellsten Frau angekommen.

Die schnelle Dame hat übrigens noch gute Chancen auf den Sieg in der Gesamtwertung der „Raiffeisen Oberland Challenge (ROC) 2019“. Stark auch die Leistung von Sieger Kevin Schwab (Fraser Street Runner Club) in 1:54:32 Stunden über die 30 Kilometer, der längsten Isar-Lauf-Distanz. Bei den Frauen gewann hier Lena Haushofer (Adidas Runners Munich), die die Strecke Bad Tölz-Wegscheid und zurück in 2:18:02 Stunden bewältigte. ejs

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