Knapper Sieg und deutliche Niederlage

Deutlicher Aufwärtstrend der Tölzer Löwen unter neuem Coach

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Und immer wieder Stephen MacAulay: Er trifft zuverlässig (fast) in jedem Match der Tölzer Löwen. Auch gegen die Heilbronner Falken.

Bad Tölz – Die Marschroute unter dem neuen Headcoach Scott Beattie stimmt. Fast nicht wiederzuerkennen sind die Tölzer Löwen in Sachen Angriffslust und Spielfreude. Das bekamen dann auch am vergangenen Freitag die Heilbronner Falken zu spüren, deren Flügel beim 2:1 (0:1, 2:0, 0:0)-Erfolg zurecht gestutzt wurden. Freilich mussten die Oberbayern dann am Sonntag in Bad Nauheim anerkennen, dass dieser Gegner (noch) eine Nummer zu groß ist: Die Buam unterlagen im Kurstadt-Duell klar mit 2:6 (1:1, 1:5, 0:0).

Wer da am Freitag in der „weeArena“ ein Torspektakel erwartet hatte, sah sich enttäuscht, doch spannend war die Partie bis zur Schlusssirene allemal. Insgesamt gab es da kaum Grund zum Meckern, nachdem auch das zweite Heimspiel Beatties Regie gewonnen wurde. Die Ausfälle von Philipp Schlager, Kyle Beach, Andreas Schwarz (alle verletzt) und Tom Horschel (gesperrt) wurden mit einer kompakten Teamleistung kompensiert. Daran hatten auch die beiden Neuzugänge Tyler Gron und Florian Kraus ihren Anteil, obwohl sie zuvor nur eine gemeinsame Trainingseinheit absolvieren hatten können. Vor allem Gron überzeugte mit einem enormen Zug zum Tor. Auch der Trainer zeigte sich zufrieden mit seinen beiden Neulingen. Schon im ersten Drittel verbuchten die Löwen doppelt so viele Torschüsse wie der Gegner. Doch der junge Florian Minich im Falkengehäuse hielt da noch den ersten 20 Minuten alles, was es zu halten gab. Da gelang dann einzig Brock Maschmeyer ein Treffer - ein verdeckter Schlagschuss in Überzahl. Trotz des ergebnistechnischen Rückschlags ließen sich die Buam aber nicht unterkriegen. Mit schnellen Attacken erzwangen sie immer wieder Strafzeiten der Gäste, die auch genutzt wurden. Kevin Wehrs traf in doppelter Überzahl per Schlagschuss zum Ausgleich. Knapp zweieinhalb Minuten später jubelte auch Stephen MacAulay über seinen 22. Saisontreffer.

Lediglich die Torausbeute hätte da besser sein können: Zweimal klatschte der Puck an die Querlatte, weitere Großchancen blieben ungenutzt. So blieb es bis zum Ende spannend, auch wenn die Buam im Schlussdrittel defensiv enorm konzentriert agierten. Bezeichnend, dass da der ECT-Trainer von einem „langweiligen Schlussdrittel“ sprach.

Eine ganz andere Nummer war dann der heimstarke Sonntagsgegner. Besonders im zweiten Drittel verloren die Buam immer wieder die entscheidenden Duelle. Da wirkte der EC Bad Nauheim dann als nahezu unbezwingbar. Es war übrigens der elfte Heimsieg der Hessen in Serie. Wenigstens im Auftaktdrittel boten die Buam noch gut Paroli. „Da waren wir wirklich gut. Wir haben auch viele Zweikämpfe gewonnen“, freute sich da der Tölzer Coach noch. Mit 14:14-Torschüssen und 1:1-Toren ging es nach 20 Minuten in die erste Pause. Lubor Dibelka hatte nach einer einstudierten Powerplay-Variante ausgeglichen.

Hoffnung keimte auf, als Stephen MacAulay gleich zu Beginn des Mitteldrittels die Scheibe über den Beinschoner des Goalies zur Löwen-Führung schlenzte. Doch dann drehte Bad Nauheim richtig auf. Dustin Sylvester und Marcel Kahle drehten die Partie innerhalb von 56 Sekunden. „Anschließend haben wir die entscheidenden Zweikämpfe verloren“, analysierte Beattie. Radek Krestan, Max Hadraschek und Daniel Stiefenhofer schlugen zwischen Minute 38 und 40 allesamt in Überzahl erbarmungslos zu.

Obwohl die Löwen auch im Schlussdrittel noch gut mithielten, strahlten sie offensiv allerdings zu wenig Gefahr aus, um die Partie nochmal spannend werden zu lassen. So resümierte der Tölzer Trainer: „Natürlich sind wir nicht zufrieden. Aber wir haben auch gegen ein sehr gutes Team gespielt.Ewald Scheitterer

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