Starke Vorstellung im Matsch

Deutsche Crosslaufmeisterschaften: Nick Jäger gewinnt die Silbermedaille bei der U23

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Quälerei in tiefem Geläuft: Nick Jäger auf dem Weg zu Silber.

Penzberg/Sindelfingen – Bei den deutschen Crosslaufmeisterschaften in Sindelfingen wurde Nick Jäger deutscher Vizemeister. Neben einer Silbermedaille gab es für den TSV Penzberg noch zwei fünfte Plätze durch Hugo Mann und durch das U20-Team.

Auf der extrem anspruchsvollen und matschigen Strecke konnte Jäger bereits nach der ersten von sieben Runden Görger nicht mehr folgen. Im Ziel hatte der Topfavorit mit 26:01 Minuten dann etwas mehr als eine Minute Vorsprung auf Penzbergs besten Läufer, der aber mit 27:02 Minuten den Rest der Konkurrenz und damit auch den Drittplatzierten Dustin Uhlig (TSG 1845 Heilbronn) deutlich distanzieren konnte. Nach dem Rennen sprang Jäger sofort unter die Dusche, um sich den Matsch von Beinen und Armen abzuwaschen. Danach ging es zur Siegerehrung und von dort weiter zum Frankfurter Flughafen, von wo aus er direkt in ein dreiwöchiges Trainingslager in Südafrika startete. 

Zu viel Respekt vor der Strecke

Die anderen Penzberger Athleten werden sich hingegen in heimatlichen Gefilden auf den Sommer vorbereiten, darunter auch Hugo Mann, der in Sindelfingen Platz 5 in der Altersklasse M65 belegte. Über die 5.500 Meter lange Distanz fehlten dem 66-jährigen Penzberger mit 24:18 Minuten nur 28 Sekunden auf den Bronzerang. Dabei wäre durchaus mehr drin gewesen für den Routinier: „Ich bin leider zu vorsichtig in das Rennen gestartet. Ich hatte etwas zu viel Respekt vor der völlig aufgeweichten Strecke. Deshalb musste ich in den ersten zwei Runden einen Läufer nach dem anderen überholen, was mich sehr viel Kraft gekostet hat“, bilanzierte er hinterher. Der Sieg in dieser Altersklasse ging an Ludwig Lang (SVG Ruhstorf/Rott), der mit 22:02 dominierte. 

Seitenstechen und zermürbende Übelkeit

Einen weiteren 5. Platz für den TSV Penzberg erlief sich das U20-Team in der Besetzung Marvin Bertram, Luk Jäger und Colin Klein. Der Schnellste war dabei der 18-jährige Bertram, der mit 24:18 Minuten Siebter wurde. Dabei lag er nach der Hälfte der Distanz (6.600 Meter) noch auf Rang 4, ehe er in der dritten Runde mit Seitenstechen zu kämpfen hatte. „Deshalb konnte ich heute nicht an mein Limit gehen“, so der bayerische Crosslaufmeister. Ebenfalls körperliche Probleme hatte Luk Jäger. Den 17-jährigen Schüler plagten ab der ersten Runde Magenprobleme: „Ich habe keine Ahnung, warum mir sofort schlecht geworden ist. Es war echt zermürbend. Deshalb bin ich auch überhaupt nicht zufrieden mit meinem 19. Platz“, gab er hinterher zu Protokoll. Mit 25:33 Minuten hatte er mehr als zwei Minuten Rückstand auf Sieger Paul Feuerer (LAC Passau). Deutlich zufriedener als Jäger war hingegen der 16-jährige Klein mit seinem Auftritt: In einem konstanten Rennen lief der 800-Meter-Spezialist mit 28:37 Minuten auf Rang 51 und trug damit maßgeblich zum guten Mannschaftsergebnis bei. 

Der linke Oberschenkel machte Probleme

Ein gutes Mannschaftsergebnis wollten auch Lucas Herbeck, Tom Jäger und Markus Brennauer im Mittelstreckenrennen der Männer erreichen. Doch daraus wurde nichts, denn der 40-jährige Brennauer verletzte sich im Rennen der Altersklasse M40: „Ich habe mir mit dem ersten Schritt nach dem Startschuss den linken Oberschenkel gezerrt“, grummelte er. Brennauer ist dann zwar noch die erste Runde zu Ende gehumpelt, gab dann aber auf. Natürlich konnte er später, beim Mittelstreckenrennen der Männer, nicht mehr antreten. Hier lieferten sich dann Herbeck und Jäger ein spannendes teaminternes Duell, das letztendlich der 22-jährige Herbeck mit 8 Sekunden Vorsprung für sich entscheiden konnte. Mit 15:42 Minuten belegte er Rang 34, sein gleichaltriger Vereinskollege Platz 39. „Ich bin mit meiner Leistung zufrieden, schließlich konnte ich im Januar und Februar aufgrund einer Knieverletzung nur wenig trainieren“, so Herbeck, der erst in der letzten von vier Runden an seinem Freund vorbeigezogen war. „Ich bin in der zweiten Runde etwas zu offensiv gelaufen. Das habe ich hinten raus etwas büßen müssen“, analysierte Jäger seinen Rennverlauf. Die Goldmedaille ging mit 14:03 Minuten an Simon Boch (LG Telis Finanz Regensburg). la

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