Hölzls erster Sieg als Profi

Eishockey: Tölzer Löwen verlieren in Dresden und schlagen Selb im Heimspiel

Dreifacher Torschütze der Tölzer Löwen gegen Selb: Cam Spiro.
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Dreifacher Torschütze der Tölzer Löwen gegen Selb: Cam Spiro.

Bad Tölz – Fast schon erwartungsgemäß kassierten die personell auf dem Zahnfleisch daherkommenden Tölzer Löwen am vergangenen Freitag in Dresden eine 1:4 (0:1,1:1, 0:2)-Niederlage.

Wesentlich besser machten sie es dann am Sonntag drauf im Heimspiel gegen Selb. Hier gelang mit 6-3 (2:0, 2:3, 2:0) eindrucksvoll die Revanche für die Niederlage im ersten Saisonspiel auf Tölzer Eis gegen die Oberfranken. „Es war ein großer Mannschaftssieg“, ordnete Coach Kevin Gaudet das Erfolgserlebnis richtig ein und freute sich dabei besonders für seinen jungen Goalie Seppi Hölzl: „Der hat damit seinen ersten Sieg als Profi feiern können.“

Das sah beim Auswärtsspiel in Dresden noch ganz anders aus, als der ohnehin schon kleine Tölzer Kader zusätzlich durch insgesamt drei krankheitsbedingte Ausfälle (Hertel, Horschel, Hörmann) weiter ausgedünnt wurde. Dadurch blieben dem Trainer noch elf Feldspieler, unter ihnen auch Alexander Fichtner aus dem DNL2-Team, der damit sein DELII-Debüt geben durfte. Nur dreißig Minuten hatten die Tölzer Löwen während der vergangenen Woche trainieren können. Viel schlechter hätte so die Vorbereitung aufgrund der Corona-Ungewissheit im Team nicht laufen können. Doch gaben die Buam, die übrig geblieben waren, aber alles. Doch die Hausherren nutzten ihre personelle Überzahl eiskalt. Dennoch verbuchten die Isarwinkler die ersten beiden guten Torgelegenheiten durch zwei Breaks durch Cam Spiro und Lubor Dibelka. Timo Walther brachte dann Dresden mit einem Unterzahl-Solo in Führung (8.). Auch der Start ins zweite Drittel gelang den Schwarz-Gelben, doch erneut gab es die kalte Dusche. David Suvanto nutzte den Sichtschutz eines Mitspielers mit dem perfekten Schlenzer zum 2:0. Mehr und mehr gewannen jetzt die Eislöwen die Oberhand. David Rundqvist und Tomas Andres vergaben zuerst noch ihre Großchancen, während Lubor Dibelka auf der anderen Seite der Anschlusstreffer gelang.

Im Schlussdrittel stellten die Gastgeber schon früh die Weichen auf Sieg durch den Treffer von Matej Mrazek. Den Schlusspunkt setzte schließlich Tomas Andres zum 4:1-Endstand.

Cam Spiro als „Vater des Siegs“

Der dreifache Torschütze Cam Spiro war der Vater des Sieges gegen Selb am Sonntag. Bei nur minimal verbesserter Personalsituation, Dominik Bohac war nach zweiwöchiger Verletzungspause zurückgekommen, waren die Buam im ersten Drittel die klar bessere Mannschaft. „Ein super erstes Drittel, in dem wir noch zwei Alleingänge hatten und höher hätten führen können“, urteilte Gaudet. Die angesprochenen Breakaways vergaben Spiro, der am Pfosten scheiterte, und Philipp Schlager, der im Wölfe-Goalie seinen Meister fand. Zu diesem Zeitpunkt führten die Buam aber bereits mit 2:0 nach einem Doppelschlag (9.) von Philipp Schlager und Nico Kolb. Es war Feodor Boiarchinov der mit seinem Treffer die Hoffnung der Selber Wölfe wieder herstellte (27.). Als dann noch Pascal Aquin, ein Kanadier aus Quebec, innerhalb von 34 Sekunden gleich zweimal traf, hatte er die Partie komplett auf den Kopf gestellt.

So stark die Abschlüsse der Wölfe in diesen Situationen auch waren, offenbarte sich in der Folge eine der großen Schwächen im Gästeteam: Der Aufsteiger nimmt die meisten Strafen der Liga. So auch diesmal und Cam Spiro nutzte das mit einem schönen Move zum Ausgleich (38.). Und Dibelka schaffte per Direktschuss sechs Sekunden vor Drittelende nach einem Traumpass von Philipp Schlager quer durch die gefährliche Zone die erneute Löwen-Führung.

Es waren diesmal besonders Spiro, Schlager und Dibelka, die sich offensiv in den Vordergrund spielten und in die Torschützenliste eintrugen. Gaudet hatte auch ein Lob für seinen jungen Goalie übrig: „Er hat besonders im letzten Drittel hervorragend gespielt. Die Selber hatten da ein paar sehr gute Chancen.“ Auf der Gegenseite schaffte Spiro früh im Schlussdrittel Luft zum Atmen und kurz vor Ende der Partie die Entscheidung mit seinem dritten Tor. ejs

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