Oberliga Süd: ECT verliert in Deggendorf und gegen Peiting

Löwen gehen leer aus

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Gegen Peiting ging’s einige Male vor dem von Viona Harrer gut gehütetem Kasten hoch her.

Bad Tölz – „Kämpferisch sind wir auf einem guten Weg. Mehr können wir nicht bringen“, gestand Löwentrainer Florian Funk nach der 3:5-Pleite gegen Tabellenführer Peiting ein. Auch in Deggendorf hatten die Tölzer Elite-Eishackler eine 4:5-Niederlage kassiert.

Da hilft alles nichts, wenn der Trainer beteuert: „Eigentlich haben wir wirklich gut gespielt“, denn schließlich „haben wir halt nur nicht gewonnen.“ So sind die Tölzer Löwen nach dem Null-Punkte-Wochenende mittlerweile auf Rang sechs in der Tabelle der Oberliga-Süd abgerutscht.

Deggendorf Fire – Tölzer Löwen 4:5 (3:1, 0:3, 1:1): Es war bereits die vierte Niederlage in den letzten sechs Punktspielen, die die Tölzer Löwen in der Donaustadt eingefahren haben. Dabei hatten die ersatzgeschwächten Oberbayern stark begonnen und vor 910 Zuschauern nach 17 Minuten bereits mit 3:0 geführt. Thomas Merl, Maxi Kammerer und Dominik Walleitner hatten für die Treffer gesorgt, die auf eine Wende zum Besseren hoffen ließen. Doch wie schon in Begegnungen zuvor, leistete sich die Gästedefensive einige gravierende Fehler im zweiten Drittel. Deggendorf kam zu vier Toren. Florian Funk war die Enttäuschung anzumerken: „Abgesehen von sechs Minuten im zweiten Drittel haben wir heute richtig gut gespielt. Aber aufgrund einiger extremer individueller Fehler haben wir drei Punkte regelrecht hergeschenkt.“ Oldie Yanick Dubé schaffte den Ausgleich, doch ein „erneuter kapitaler Bock in der Abwehr“, so der Headcoach, ließ am Ende Deggendorf jubeln.

Tölzer Löwen – EC Peiting 3:5 (1:0, 0:2, 2:3): Es war eine Szene im dritten Spielabschnitt beim Stand von 2:2, die der Partie gegen den aktuellen Tabellenführer den Stempel aufdrückte: Florin Ketterer hatte die ECT-Führung auf dem Schläger und vergab. Im Gegenzug, „haben wir hinten wieder so einen kapitalen Bock geschossen“, erklärte Funk: Peiting ging erneut in Führung und setzte gleich noch den vierten Treffer hinterher. Zuvor hatten Sepp Kottmair (19.) und Maxi Kammerer (45.) für die Isarwinkler getroffen. Dabei hatten die Löwen vor knapp 1.200 Zuschauern erneut am oberen Ende ihres aktuellen Leistungsvermögens gespielt. Augenfällig die Parallelen der beiden Wochenend-Spiele: Zweimal gingen die „Buam“ mit einem Unentschieden auf die Zielgerade, zweimal ebneten sie mit eklatanten individuellen Fehlern den Weg zur Niederlage. Da half auch Marco Pflegers Anschlusstreffer (59.) nichts mehr. Logisch, dass Funk da „mehr defensiveres Denken“ von seiner Truppe einforderte: „Stattdessen haben wir hirnlos nach vorne gespielt – und sind dafür bestraft worden.“ Trotz der Niederlage, an der überragenden Leistung von Torfrau Viona Harrer gab‘s erneut nichts auszusetzen. Vor allem im ersten Drittel hatte sie einige „unhaltbare“ Scheiben mit vollem Einsatz bravourös entschärft. Ewald Scheitterer

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