Playoffs sollen es heuer schon werden

Erstes Heimspiel der Saison 2019/20 der Tölzer Löwen am Sonntag, 15. September

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Die neuformierten Tölzer Löwen (oben, v.li): Betreuer Tobias Häusler, Thomas März, Oliver Ott, Lars Jäger, Maximilian Leitner, Dominik Kolb, Niklas Heinzinger, Luca Tosto, Fitness-Trainerin Robin Niderost, (Mitte, v.li.) Betreuer André „Hacki“ Frech, Timo Gams Christoph Kiefersauer, Markus Eberhardt, Matt MacKenzie, Stefan Reiter, Manuel Edfelder, Andreas Schwarz, Marco Pfleger, Lubor Dibelka, (vorne v.li.) Max French, Hannes Sedlmayr, Philipp Schlager, Andreas Mechel, Headcoach Kevin Gaudet, Sinisa Martinovic, Shawn Weller, Tyler McNeely, Sasa Martinovic und Betreuer Ernst „Opa“ Frech.

Bad Tölz – Bereits fest abgesteckt ist das Saisonziel für die Tölzer Löwen in der am Wochenende beginnenden Spielzeit in der DEL II – und weit darüber hinaus. In einer Verlautbarung ließ Hauptsponsor Cengiz Ehliz mit seinem Unternehmen „weeAG“ unlängst erklären: „Heuer wollen wir die Playoffs erreichen, im Jahr 2023 soll der Aufstieg in die DEL, die höchste deutsche Spielklasse im deutschen Eishockey, realisiert werden.“

Selbst eine künftige Deutsche Meisterschaft schloss der Gönner nicht aus. Um das erste Ziel zu erreichen, wurde der Etat Dank Ehliz‘ Engagement erneut aufgestockt, auf 1,9 Millionen Euro heuer (Vorjahr 1,8 Millionen). So ist nicht nur das komplett neu aufgestellte Löwen-Team 2019/20 nominell und in der Breite stärker als das des Vorjahrs, auch die Verpflichtung des neuen kanadischen Headcoachs Kevin Gaudet ist ein deutlicher Fingerzeig, dass es mit den Isarwinkler Kufenflitzern aufwärts gehen soll. „Ich bin sicher nicht hierhergekommen, um Playdowns zu spielen. Playdowns sind zwar spannend, aber absolut kein Spaß. Ich habe genug Selbstvertrauen und auch Vertrauen in meine Mannschaft, um daran zu glauben, dass wir die Playoffs schaffen werden, “ so der Cheftrainer. Auch Hubert Hörmann, ECT-Präsident, ist überzeugt: „Heuer wollen wir uns den Kampf um den Klassenerhalt in letzter Sekunde nicht antun.“

Freilich die Voraussetzungen zum Saisonstart sind auch in diesem Jahr nicht gerade ideal. Mit „hochgradigem Verletzungspech“, bezeichnet der ECT-Boss die augenblickliche personelle Situation. Bekanntlich haben sich in den Vorbereitungsspielen Stefan Reiter, Timo Gams, Markus Eberhardt und Niki Heinzinger schwer verletzt und fallen so längerfristig aus. Gaudet wird zudem nachgesagt, dass er Probleme hat, junge Akteure zu integrieren. Ein Vorwurf, den er ins Reich der Fabel verweist: „Ich habe diese Sprüche schon so oft gehört. Dabei habe ich es schon geschafft, junge Akteure in Meistermannschaften einzubauen. Wenn ich Potenzial sehe, dann möchte ich es auch fördern.“

Insgesamt sieht der Kanadier freilich noch viel Arbeit vor allem in der neuen Löwen-Defensive auf sich zu kommen: „Wir müssen da noch solider, sicherer werden.“ Eine gute Abwehr habe für ihn oberste Priorität, denn gewinnen könne man nur, wenn man vorne ein Tor mehr schießt, als man hinten hineinbekommt. Zudem betont er, dass man die Fähigkeit super Pässe zu spielen oder Tore zu schießen, nicht lernen könne. „Das kann ein Spieler oder er kann es nicht.“ Ganz anders sehe es da in der Abwehr aus: „Gut zu verteidigen, das kann man durchaus lernen.“

Um im finanziellen Rahmen bleiben zu können, ist es freilich unabdinglich, dass die Fans möglichst zahlreich in die Tölzer „weeArena“ strömen. Auch das scheint heuer zu funktionieren. An die 2000 Zuschauer wie zuletzt in der Partie gegen Redbull Salzburg, das hat man im Tölzer Eistempel in einem Test schon sehr lange nicht mehr gesehen. Auch in den anderen Vorbereitungsspielen war der Besucherzuspruch heuer sehr ansehnlich. Insgesamt wurden für die kommende Saison über 2000 Dauerkarten an den Mann gebracht, bei zahlreichen Sonderaktionen zum Teil für 149 Euro. Auch hier hatte Ehliz eingegriffen und noch einem seinen Säckel aufgemacht. Da der Hauptsponsor stets ein volles Haus sehen will, bekamen die Löwen hier von ihm die Differenz zum „Normalpreis“ erstattet.

Die Tölzer Löwen starten jetzt am Freitag (20 Uhr) in Bayreuth in die neue Saison 2019/20. Das erste Heimspiel folgt dann am Sonntag, 15. September (18.30 Uhr), in der Tölzer „weeArena“ gegen die Dresdner Eislöwen. Ewald Scheitterer

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