Comeback als Schnellste

Erstes Rennen nach Babypause: Natalie Geisenberger wird deutsche Meisterin

Banner für Rodlerin Natalie Geisenberger in Miesbach
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Miesbach wünscht seinem Rodelstar viel Erfolg in der Comeback-Saison. Bürgermeister Gerhard Braunmiller (l.) und Sportreferentin Aline Brunner waren dabei, als Alexander Goriup und Florian Weißenbacher (r.) das große Banner an der Bayrischzeller Straße befestigten.
  • VonFridolin Thanner
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Miesbach – Bei den deutschen Meisterschaften im Rodeln am Königssee hat Natalie Geisenberger (SV Miesbach) sich nach der Babypause direkt den Titel geholt.

Die Stadt Miesbach wünscht ihrem Rodelstar Natalie Geisenberger (SV Miesbach) viel Erfolg im Eiskanal. Auf vier großen Bannern an den Ortseingängen ist das nun zu lesen – rechtzeitig zum Comeback der vierfachen Olympiasiegerin nach ihrer Babypause. Das lief dann am Samstag (21. November) auch gleich ganz im Sinne der guten Wünsche: Im ersten Rennen der Saison holte sich Geisenberger den ersten Titel. Sie ist nun zum siebten Mal deutsche Meisterin.

Mit dem Sieg am Königssee hat Geisenberger eine Rückkehr nach Maß in den Eiskanal gezaubert. Es ist also durchaus mit ihr zu rechnen, wenn am Wochenende (28./29. November) in Innsbruck/Igls die neue Weltcupsaison beginnt. Schon in der Vorbereitung hatte Geisenberger mit guten Leistungen und Werten Hoffnungen auf eine erfolgreiche Saison genährt.

Am Samstag hat sie diese untermauert, wenngleich das erste Rennen als Mama einen knappen Ausgang hatte. Mit gerade mal 0,023 Sekunden Vorsprung verwies sie Julia Taubitz (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal) auf Platz 2. Dritte wurde die ebenfalls nach Babypause zurückgekehrte Dajana Eitberger (RC Ilmenau) mit gut 0,7 Sekunden Rückstand.

„Es war heute schon sehr spannend“, kommentierte Geisenberger den Ausgang des Rennens. Nach dem ersten Durchgang lag sie noch auf Platz 2 hinter Taubitz, schob sich dann aber mit Bestzeit im zweiten Durchgang noch vorbei. Auf etwa gleichem Niveau seien die beiden gerodelt, erklärte Geisenberger. „Es ist schön, wieder zurück zu sein und kämpfen zu müssen, und auch zu merken, man kann wieder kämpfen. Da können wir uns auf eine schöne Saison freuen“, findet sie.

Darauf hoffen auch ihre Fans sowie das Stadtoberhaupt aus der Heimat, Miesbachs Bürgermeister Gerhard Braunmiller, und Sportreferentin Aline Brunner. Sie wünschen Geisenberger alles Gute und schauten jüngst vorbei, als Bauhofmitarbeiter die großen Banner aufhängten. Es war eine Überraschung für die erfolgreiche Sportlerin, die nur mit ihrem Papa und Manager Helmut abgesprochen war.

Für Nat Geisenberger geht es am Wochenende mit dem ersten Weltcup der Saison weiter. Beginn für die Damen ist am Sonntag, 29. November, um 9 Uhr. Neben Geisenberger gehören Taubitz und Eitberger zum Damen-Weltcupteam. Den vierten Startplatz sicherte sich Cheyenne Rosenthal (BSC Winterberg) in den Qualifikationsrennen.

Insgesamt stehen in diesem Winter neun Weltcups auf dem Programm. Saisonhöhepunkt ist die Jubiläums-WM, die corona-bedingt kurzfristig an den Königssee vergeben wurde und vom 29. bis 31. Januar 2021 auf der ältesten Kunsteisbahn der Welt ausgetragen wird. Dass sie auf ihrer Heimbahn schnell ist, hat Geisenberger nicht zuletzt bewiesen.

Slaloms in Levi: Marlene Schmotz bei Comeback nicht unter besten 30

Marlene Schmotz (SC Leitzachtal) ist ebenfalls zurück im alpinen Skiweltcup. Doch bei den ersten Rennen nach ihrer schweren Verletzung ist klar, dass sie noch Zeit braucht, um an ihre frühere Leistungsfähigkeit heranzukommen. Die 26-Jährige aus Fischbachau zog sich im vergangenen Winter einen Kreuzbandriss zu, gerade als sie dabei war, sich in die Gruppe der Topfahrer zu schieben. Sowohl im Slalom als auch im Riesenslalom war sie des Öfteren in den Top 20 zu finden. Ihr bestes Ergebnis war ein neunter Platz.

Davon ist sie nun weit entfernt: In den beiden Slaloms im finnischen Levi am Wochenende (21./22. November) verpasste Schmotz zweimal deutlich den zweiten Durchgang. Am Samstag landete sie auf Platz 46, am Sonntag stand Rang 42 zu Buche. Nach der schweren Knieverletzung ist aber erst einmal wichtig zu sehen, dass das Knie hält und sie im Rennzirkus mitfahren kann. Beide Slaloms in Levi gewann die Slowakin Petra Vlhova. ft

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