Skirennläuferin vom SC Leitzachtal

"Dann werde ich wieder voll angreifen": So arbeitet Marlene Schmotz am Comeback

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Das entspannte Foto auf der Liege täuscht, denn Marlene Schmotz arbeitet täglich hart an ihrem Comeback.

Fischbachau – Skirennläuferin Marlene Schmotz aus Fischbachau will wieder voll angreifen und arbeitet nach ihrem Kreuzbandriss am Comeback im Weltcup.

Marlene Schmotz vom SC Leitzachtal ist hinter Viktoria Rebensburg vom SC Kreuth das Aushängeschild des Landkreises Miesbach im alpinen Skisport. Doch leider wird die ehrgeizige Sportlerin, die von ihrer Familie und Freunden liebevoll Leni genannt wird, regelmäßig von schweren Verletzungen heimgesucht. Gerade, als sie sich kontinuierlich in Riesenslalom und Slalom verbessern konnte, riss sie sich Anfang des Jahres, am 4. Januar beim Slalom in Zagreb, erneut das Kreuzband und dazu noch das Innenband des rechten Knies.

Dabei war die 26-Jährige gerade dabei, sich im Weltcup nach oben zu arbeiten. Das unterstrich sie mit einem tollen 9. Platz beim Riesenslalom in Courchevel/Frankreich, wo sie mit Laufbestzeit im zweiten Durchgang aufhorchen ließ. Auch im Slalom tastete sich Schmotz langsam an die Weltspitze heran, was unter anderem auch der starke 14. Platz in Killington (USA) und der 11. Platz beim Slalom in Lienz (Österreich) belegen. Im Interview mit dem Gelben Blatt spricht sie über ihre Verletzungen sowie das Training fürs Comeback:

Servus Leni, jetzt hast Du dich wieder schwer verletzt. Wie geht es Dir?

Schmotz: Es geht mir eigentlich ganz gut. Ich habe die OP Ende Januar gut überstanden und bin schmerzfrei. Die Beweglichkeit ist sehr gut und die Mädels und Jungs im Osteo-Zentrum leisten ganze Arbeit.

Hast Du eine Erklärung, wie die erneute Verletzung passieren konnte? War der Druck zu groß nach deinen tollen Erfolgen?

Schmotz: Nein, das denke ich nicht. Wir müssen immer Risiko gehen. Aber es ist halt schade, weil es gerade in beiden Disziplinen bergauf ging. Ich war in Zagreb nicht lange im Stangenwald unterwegs, als es passierte, aber speziell im Slalom kann so was schnell passieren.

Was treibst Du jetzt in dieser doch etwas tristen Zeit?

Schmotz: Für mich spielt das gerade keine Rolle, denn ich gehe jeden Tag zweimal zum Laufen oder Radfahren. Da wird einem nicht langweilig und ich möchte mich auch gut auf die neue Saison vorbereiten.

Was sind denn Deine Ziele für 2020/21?

Schmotz: Erst geht es vermutlich im August mit dem Schneetraining los und Ende November wieder mit den Rennen. Ich habe zwar einige gute Ergebnisse eingefahren, aber das sagt nicht viel. Du musst im Weltcup deine Leistungen ständig bestätigen – und das ist nicht einfach. In der kommenden Saison möchte ich mich weiter nach vorne arbeiten, alleine schon wegen der viel besseren Startnummern.

Hast Du wegen deiner Verletzungen mal ans Aufhören gedacht?

Schmotz: Nein. Ich werde jetzt gesund und dann werde ich wieder voll angreifen, denn ich stehe viel zu gerne auf den Skiern.

Interview: Willi Halletz

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