„Ein gerechtes Unentschieden“

SV Bad Heilbrunn vs. TuS Geretsried: Landkreis-Derby geht unentschieden aus

Der Heilbrunner Dominik Kühberger (Mitte) kommt gegen TuS-Verteidiger Roman Rauscheder (l.) einen Schritt zu spät.
+
Abgewehrt: Der Heilbrunner Dominik Kühberger (Mitte) kommt gegen TuS-Verteidiger Roman Rauscheder (l.) einen Schritt zu spät.
  • Ewald Scheitterer
    VonEwald Scheitterer
    schließen

Bad Heilbrunn – Landesliga-Süd: SV Bad Heilbrunn und TuS Geretsried trennen sich beim Landkreis-Derby mit einem 1:1 Punktestand.

So richtig zufrieden war keiner der beiden Trainer nach der Partie, als sich am Mittwochabend, 11. August, der SV Bad Heilbrunn und der TuS Geretsried im Landkreis-Derby mit 1:1 (1:0) die Punkte teilten.

Während HSV-Coach Walter Lang gerne einen weiteren Treffer seiner Truppe im ersten Durchgang gesehen hätte, haderte TuS-Trainer Martin Grelics vor allem mit der Entscheidung von Referee Michael Hofbauer, der den vermeintlichen Siegtreffer durch Sebastian Schrills (81.) annullierte und auf Stürmerfoul entschieden hatte.

Einig waren sich die beiden Übungsleiter allerdings in der Bewertung der Partie insgesamt: „Das Unentschieden war eigentlich schon gerecht.“

Wetter war prächtig

Die äußeren Bedingungen für das mit Spannung erwartete Derby an dem lauen Sommerabend waren prächtig. Bei Sonnenschein freuten sich an die 450 Fans beider Seiten in der ansprechenden Kulisse auf ein schönes Match.

Und es dauerte keine drei Minuten, bis der Heilbrunner Anhang erstmals jubeln durfte: Maxi Specker hatte das Spielgerät aus etwa 25 Metern Entfernung von halblinks über den machtlosen TuS-Keeper Sebastian Untch in die Maschen gejagt. Letzteren traf allerdings keine Schuld an dem Treffer, vielmehr musste sich Verteidiger Roman Rauscheder das zu diesem Zeitpunkt vollkommen unnötige Tor ankreiden lassen.

Dessen von seinem Schlussmann erwarteter Rückpass geriet viel zu kurz und wurde somit zu der schönen Vorlage für den HSV-Angreifer, der sich die Chance nicht entgehen ließ.

Druck durch frühes Pressing

Dies gab den Hausherren natürlich mächtig Aufschwung, die in der Folge durch frühes Pressing ihre Gäste unter Druck setzten und so auch zu weiteren guten Einschuss-Gelegenheiten kamen. Doch entweder verfehlten Bene Specker oder Toni Krinner knapp das Ziel oder sie scheiterten an Untch im Geretsrieder Kasten wie Maxi Specker.

Bis auf einen Kopfball von Rauscheder an die HSV-Querlatte hatte der TuS im ersten Durchgang wenig Erfolgversprechendes anzubieten. „Viel zu wenig Kontrollphasen“, bemängelte Grelics sein Team, die die Gastgeber immer wieder gut aussehen ließen.

Gleich zweimal stockte den Fans kurz nach Wiederbeginn der Atem. Zunächst schlenzte Vitalij Lux das Spielgerät geschickt in den Fünfer, wo Schrills und Rauscheder überaus knapp am Leder vorbeisegelten. Fast im direkten Gegenzug konnte Untch ein Geschoß von Krinner gerade noch um den Pfosten drehen.

Mit zunehmender Spielzeit, als bei den Heilbrunnern allmählich die Kräfte schwanden, erarbeiteten sich die Gäste mehr und mehr Spielanteile. Es bedurfte aber eines Geistesblitzes von Lux, der einen Konter über links mit einem präzisen Flachschuss zum Ausgleich abschloss (60.). „Tja, der kommt einmal hin und vollstreckt. Diese Qualität hat er eben“, musste Lang zugeben.

Stürmerfoul

Und dann noch der größte Geretsrieder Aufreger: Sekundenbruchteile ehe der von Schrill getretene Ball im Heilbrunner Gehäuse einschlug, ertönte der Pfiff des Schiris - Stürmerfoul. Dass der Unparteiische dabei nicht ganz falsch lag, unterstrich Johannes Kiechle, der seine blutende Unterlippe präsentierte: „Der Elfer hat mir klar eine mitgegeben.“

Die Gastgeber hatten aber auch in der Schlussphase noch die eine oder andere Möglichkeit. „Wenn die Kraft nachlässt, dann hapert es halt mit den Vollstrecker-Qualitäten“, hatte Lang erkannt, der insgesamt von einer „schön anzuschauenden Partie sprach.“

Dem wollte Grelics so gar nicht zustimmen. Der hatte nämlich ein „schlimmes Spiel“ gesehen, „das mit Fußball wenig zu tun hatte.“ Er ließ allerdings offen, ob er da in erster Linie von dem Auftritt seiner Mannen maßlos enttäuscht war.

Damit konnte Heilbrunn ein weiteres Pünktchen für den angestrebten Klassenerhalt einsammeln, während Geretsried weiterhin auf den ersten Saisonsieg warten muss.

Auch interessant

Kommentare