Bezirksliga Süd: Gaißach schlägt Bad Tölz

Derbysieg in Unterzahl 

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Torschütze des Tages: Auf Adi Floßmann war auch im Isarwinkler Derby Verlass.

Gaißach – Selbst das wenig zuschauerfreundliche Wetter konnte weit über 500 Fans nicht abhalten, zum zweiten Isarwinkler Derby der Saison am Sonntag nach Obergries zu kommen. Und sie sollten es nicht bereuen: Packende Szenen auf beiden Seiten und ein Lucky Punch von Adi Floßmann.

Er besiegelte den knappen 1:0 (0:0)-Sieg des SC Gaißach über den SV Bad Tölz. Die Partie hatte alles, was man sich von einem Lokalderby erwartet: Mit vollem Einsatz gingen die beiden Kontrahenten zu Werk. Dabei erwischten die Tölzer Gäste den besseren Start. So rollte in der ersten halben Stunde Angriff um Angriff auf das SCG-Gehäuse zu. Dabei hatten Kilian Weiß und Florian Schmitz die besten Chancen für die Führung. Doch während Ersterer verstolperte, schoss der SV-Kapitän dem Gaißacher Schlussmann David Lang in die Arme. Dann fanden auch die Gastgeber besser in die Partie. Glück hatten die Gelb-Schwarzen als Alex Thiel SCG-Goalgetter Philip Zehetmaier im Strafraum umsäbelte – doch der Pfiff blieb aus. Die Entscheidung kam fünf Minuten nach Wiederbeginn: Daniel Happach flankte von der rechten Seite und Adi Floßmann köpfte ein. Dann wurde Tölz stärker. Alleine Maxi Gögler hatte zwei gute Möglichkeiten per Kopf, um den Ausgleich zu erzielen. Allein es sollte nicht sein. „Wir haben aus dem Mittelfeld zu wenig nach vorne gemacht, es nur mit langen Bällen versucht“, kritisierte da SV-Coach Norman Klein: „Aber Gaißach hat seine Führung dann auch fehlerfrei verteidigt. Jetzt stehen wir trotz eines guten Spiels mit leeren Händen da.“ Im Gegensatz dazu strahlte Gaißachs Interimscoach Tom Haslinger übers ganze Gesicht: „Wir haben vielleicht etwas glücklich gewonnen, aber insgesamt gesehen nicht unverdient.“ Als Pechvogel des Tages erwies sich dann noch der eingewechselte (75.) Rainer Größwang. Am Boden liegend bekam er kurz darauf das Schienbein eines Gegenspielers ins Gesicht. Dabei zog er sich eine schwere Gehirnerschütterung zu und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Den Derby-Sieg brachte der SCG dann aber auch mit zehn Mann noch gut über die Zeit. Ewald Scheitterer

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