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Sogar quer zum Sieg

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Zu ihrem sechsten Sieg im sechsten Weltcup der Saison gratulierten Natalie Geisenberger am Königssee (v.l.) Robert Heimberger (Präsident des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd), Bayerns Sportminister Joachim Herrmann, Landrat Jakob Kreidl und Miesbachs Sportreferent Jochen Holzkamm. © GB

Miesbach – Und wieder hatte die Konkurrenz das Nachsehen. Weder der Infekt, der inzwischen als Pfeiffersches Drüsenfieber identifiziert ist und Natalie Geisenberger bei den Rennen in Übersee schwer zu schaffen gemacht hat, noch dicke Patzer wie am vergangen Wochenende, können sie stoppen.

So stand die Rennrodlerin vom ASV Miesbach auch bei ihrem Heimrennen am Königssee ganz oben auf dem Siegerpodest. Dieses hat sie sicherlich auch am heutigen Samstag (12.15 Uhr) im Visier, wenn sie durch den Eiskanal von Oberhof rauscht. Denkbar ist sogar, dass sie sich dann nicht nur über ein gutes Ergebnis oder einen Sieg, sondern sogar schon über einen Titel freut. Weltmeisterin ist die 25-Jährige bereits, das große Ziel sind die olympischen Spiele in Sotschi. Zuvor stehen noch die restlichen Weltcuprennen auf dem Programm. Und in der Gesamtwertung ist ihr der Sieg kaum mehr zu nehmen. Gewinnt Geisenberger auch das heutige Rennen, das siebte von neun, hätte sie die Maximalpunktzahl von 700 auf dem Konto. Und die wären dann für keine ihrer Konkurrentinnen mehr zu erreichen. Momentan führt Geisenberger die Wertung mit 600 Punkten vor der Kanadierin Alex Gough (401) an, dahinter folgt Tatjana Hüfner mit 391 Punkten. Bevor Geisenberger aber den siebten Sieg in Serie und den zweiten Erfolg im Gesamtweltcup hintereinander feiern darf, muss sie zunächst heute zwei gute Läufe ins Ziel bringen. Das ist ihr am vergangenen Wochenende – trotz des Sieges – nicht gelungen. Ausgerechnet auf ihrer Heimbahn unterlief der Miesbacherin ein gravierender Schnitzer im ersten Durchgang. Nachdem schon vier Starterinnen, zuletzt Hüfner mit 50,281 Sekunden, den Bahnrekord verbessert hatten, ging Geisenberger mit Startnummer 22 ins Rennen. Angefeuert von vielen Fans raste sie durch den an dem Tag extrem schnellen Eiskanal. Bei ihren Zwischenzeiten schien sogar eine Zeit unter 50 Sekunden möglich, bevor Geisenberger hinten der Schlitten wegrutschte. Sie kam quer, prallte gegen die Bande und verlor rund vier Zehntelsekunden. Trotzdem lag die Miesbacherin nach dem ersten Durchgang noch auf Platz zwei, der Rückstand auf Olympiasiegerin Hüfner betrug 0,108 Sekunden. Und die machte sie im zweiten Lauf mit hohem Risiko wieder wett. Zwar kam sie erneut nicht optimal durch, reagierte aber richtig im so genannten Labyrinth und brachte den Schlitten schnell wieder unter Kontrolle. Mit neuem Bahnrekord (50,202) baute sie Druck auf Hüfner auf. Die Dauerrivalin machte Fehler und fiel auf den zweiten Platz zurück, Dritte wurde Alex Gough.    ft

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