ESC Geretsried verliert gegen TSV Peißenberg, gewinnt aber gegen den TEV Miesbach

River Rats kämpfen beherzt

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Das Nachsehen hatten Athanasios Fissekis und Daniel Bogdziul vom TEV Miesbach gegen die River Rats, hier im Bild Klaus Berger.

Geretsried – Einen beherzten Kampf zeigte der ESC Geretsried am Freitag beim TSV Peißenberg. Trotzdem ging das Lokalderby vor 650 Zuschauern mit 3:5 (1:2, 0:0, 2:3) verloren.

Die Gastgeber begannen vor heimischer Kulisse wie immer recht stürmisch. Bereits nach 84 Sekunden markierte der Slowake Dejan Vogl die 1:0-Führung in Überzahl. Drei Minuten später nutzte Klaus Berger eine numerische Überlegenheit zum 1:1-Ausgleich. Exakt eine viertel Stunde waren gespielt, als Manfred Eichberger - erneut in Überzahl - das Eishacklerteam mit 2:1 in Front schoss. Dominik Ebentheuer vergab kurz vor der ersten Pause mit einem Solo einen höheren Vorsprung. Im zweiten Drittel hatten beide Mannschaft eine Vielzahl von Chancen. Aber beide Keeper, sowohl Jakob Goll bei den Platzherren als auch David Albanese zeigten sich von ihrern besten Seite und verhinderten mit tollen Paraden weitere Treffer. Die River starteten erneut mit dem Manko einer Strafzeit in das Schlussdrittel und wurden prompt durch Valentin Hörndl mit dem 3:1 bestraft. Geretsried steckte nicht auf und mit einem Doppelschlag innerhalb von 43 Sekunden durch Hans Tauber und Michael Hölzl erkämpfte man sich den 3:3-Ausgleich. Die Freude währte nicht lange, zumal Matthias Mülller kurz darauf das 4:3 markierte. Mit einem Emty-net-Goal in der Schlussminute durch Hörndl war die Niederlage endgültig besiegelt. „Wir waren heute im Abwehrverhalten zu nachlässig. Da haben wir zu viel zugelassen. Vom Einsatz und der Einstellung her kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Bei dem Empty-net-Goal haben wir geschlafen. Was da los war, weiß ich auch nicht“, befand Rats-Coach Ludwig Andrä. Ähnlich sah TSV-Trainer Sepp Staltmayr das Match, der dazu wie folgt Stellung nahm. „Nach den ersten 20 Minuten konnten wir froh sein, nicht hinten zu liegen. Die 2:1-Führung war glücklich. Im zweiten Drittel waren wir dominant, haben aber die Tore nicht geschossen. In dieser Runde sind eben alle Spiele eng, die Gegner alle gut. Nach dem 3:1 haben wir wohl gemeint, wir haben es schon gewonnen. Die zwei Gegentreffer zum 3:3 dürfen nicht passieren. Aber wir sind aus dem Tief rausgekommen durch eine wirklich gute Einzelleistung von Matthias Müller. Für die Zuschauer war das Spiel schön zum Anschauen. Was den Play-off-Einzug betrifft, ist für mich noch nichts entschieden.“

Dass der ESC Geretsried vor heimischer Kulisse für jede Mannschaft ein unbequemer Gegner sein kann, bekam am Sonntag der TEV Miesbach zu spüren. Die River Rats bezwangen in dieser Saison zum zweiten Mal die Schlierachstädter im Lokalderby, diesmal mit 4:0 (0:0, 3:0, 1:0). Mit diesem Erfolg hat das ESC-Team einen weiteren Riesenschritt in Richtung Play-off-Viertelfinale getan. Was für die Cracks aus dem Nachbarlandkreis viel schlimmer war. Mit dieser Niederlage ist der Abstieg des Oberligisten in die Bayernliga besiegelt. Es war eine Regenpartie, in der ein Kurzpassspiel kaum möglich war. Trotzdem gab es die spannenderen Szenen vor dem Miesbacher Tor. Traf in der 25. Minuten Dominik Meierl nur den Pfosten, rappelte es wenig später gewaltig im Gästegehäuse. Mit einem Doppelschlag innerhalb von 51 Sekunden durch Dominic Fuchs und einem sehenswerten Alleingang von Ondrej Horvath in Überzahl ging die Geretsrieder Mannschaft mit 2:0 in Führung. In der 34. Minute ließ Michael Hölzl das 3:0 folgen. Das TEV-Team enttäuschte mit schwachen Körperspiel und hatte sich offensichtlich mit der siebten Niederlage im achten Match der Verzahnungsrunde und dem damit verbundenen Abstieg nach nur einer Saison in der dritthöchsten Ligaa bereits abgefunden. Im Schlussdrittel markierte Vladimir Zvonik, der unheimlich viele Bullys für sich entscheiden konnte, das 4:0 (45.). „Das Spiel war bei diesem Wetter sicherlich kein Leckerbissen. Obwohl Miesbach im zweiten Drittel etwas besser war, haben wir die Tore gemacht und konsequent weitergespielt. Am Ende haben wir nicht mehr viel zugelassen,“ freute sich Rats-Coach Ludwig Andrä. ESC-Keeper David Albanese bot eine fehlerfreie Leistung und konnte seinen ersten Shut-out in dieser Saison feiern. Für Simon Steiner war ein Umstand für die Niederlage ausschlaggebend. „Wir kassieren ein Tor, dann folgt gleich Treffer Nummer zwei und drei. Das ist für uns in dieser Spielzeit symptomatisch“, befand der TEV-Trainer. Falls die River Rats am Freitag nur einen Punkt auf den vier Zähler entfernten EV Füssen holen, wäre der Einzug ins Play-off-Viertelfinale (Modus: Best of Seven) perfekt. ehj

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