Deutsche Steinstoß-Meisterin

Haushamerin Sabrina Zeug verteidigt Titel mit großem Vorsprung

Sabrina Zeug (SG Hausham/LG Oberland), Kathrin Schiele (l.) und Lucie Holzapfel
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Souverän holte sich Sabrina Zeug (SG Hausham/LG Oberland) den deutschen Meistertitel im Steinstoßen vor Kathrin Schiele (l.) und Lucie Holzapfel.
  • VonFridolin Thanner
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Hausham – Auch wenn es zwickte, hat Leichtathletin Sabrina Zeug von der SG Hausham ihren Titel als deutsche Meisterin im Steinstoßen in Erfurt verteidigt.

Wie so viele andere Sportler blickt auch Sabrina Zeug auf eine schwierige Saison zurück. Und doch hat die Leichtathletin aus Hausham am Ende ihr Ziel erreicht. Beim geplanten Saisonhöhepunkt, der deutschen Meisterschaft im Steinstoßen, verteidigte die 28-Jährige souverän ihren Titel. Nur die erhoffte neue persönliche Bestleistung schaffte sie nicht.

Eine Topleistung eine Woche zuvor zeigte, dass die Form passt. Zeug nutzte zwei Dreikampfveranstaltungen im Rasenkraftsport an einem Wochenende, um vor den Titelkämpfen doch noch ein paar Wettbewerbe zu absolvieren. Zunächst trat sie bei Ingolstadt an und verbesserte bei Regen und Temperaturen von maximal 10 Grad Celsius ihre Dreikampfpunktzahl. Mit neuer Bestleistung im Gewichtwurf (23,54 Meter), 45,75 Meter im Hammerwurf und 12,40 Meter Steinstoßen sammelte Zeug 2.688 Punkte. Doch in der letzten Disziplin war sie bei den Bedingungen weit von ihren Möglichkeiten entfernt.

Was sie da drauf hat, zeigte sie eine Tag später im niederbayerischen Plattling. Nach 45,39 Meter mit dem Hammer und 23,43 Meter mit dem Gewicht schaffte Zeug schon im zweiten Versuch beim Steinstoßen 13,25 Meter. Allerdings meldete sich dann der Körper, Achillessehne und Wadenmuskulatur zwickten. Um die Teilnahme an der deutschen Meisterschaft nicht zu gefährden, beließ es die Haushamerin bei den beiden Versuchen. Mit 2.750 Punkten hatte sie ihre Bestmarke nochmal überboten. „Schade, dass heuer keine deutschen Meisterschaften im Dreikampf stattgefunden haben“, bedauert Zeugs Trainer Hans Zenzinger angesichts der Leistungen.

Eine Woche später ging es dann nach Erfurt, wo die deutsche Hallenmeisterschaft im Steinstoßen stattfand. Es war zugleich der letzte Termin der diesjährigen Hallensaison. „Er war als Höhepunkt geplant und wurde es auch“, freut sich Zenzinger. Nach der Weite vom Vorwochenende hofften er und Zeug insgeheim, dass sie ihre Bestleistung aus dem Vorjahr (13,48 Meter) vielleicht sogar überbieten könnte. Und erst sah es sogar ganz gut aus.

Die Weiten beim Einstoßen waren vielversprechend, aber „für den Kopf nicht unbedingt gut“, wie Zenzinger weiß. Und tatsächlich verpatzte Zeug dann den ersten Versuch komplett. Beim Umsetzen vom Anlauf in den Abstoß blieb sie ein wenig an der unebenen Dreisprungabdeckung hängen. Danach wurde es zwar besser, Zenzinger hat seinen Schützling aber verkrampft gesehen. Außerdem zwickte es wieder zwischen Achillessehne und Wade.

So schaffte Zeug auch erst im letzten Versuch ihre beste Weite. Mit 13,04 Metern verpasste sie zwar eine neue Bestleistung, holte aber souverän Gold. Die Zweitplatzierte lag 85 Zentimeter zurück. „Ein deutscher Meistertitel nach dieser schwierigen Saison ist eine super Leistung“, lobt Zenzinger. ft

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