Wir sind die Exoten in der neuen Liga

SV Bad Heilbrunn startet am Sonntag zu Hause in die Landesliga-Saison 2019/20

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Der SV Bad Heilbrunn in der Landesliga Süd-West (vo., v.li.): Michael Mügler, Anton Krinner, Tobias Gritzuhn, Anton Pappritz, Christoph Hüttl, Benedikt Specker, Maxi Specker, Johannes Kiechle, Thomas Forster, (Mitte) Trainer Walter Lang, Lisa Specker (med. Betreuung), Florian Kapfhammer, Franz Schnitzlbaumer, Sebastian Mertens, Thomas Schmöller, Maximilian Schnitzlbaumer, Simon Klaar, TW-Trainer Klaus Kronschnabl, Vorstand Robert Rieker, (hi., v.li) Simon Essendorfer, Florian Schnitzlbaumer, Andreas Specker, Thomas Pföderl und Markus Haberl.

Bad Heilbrunn – Gespannt darf man sein, wie sich der SV Bad Heilbrunn nach seinem erneuten Aufstieg nun in der Landesliga Süd-West der Saison 2019/20 schlagen wird. Zur Erinnerung: Nach dem damals schon überraschenden Durchmarsch durch die Kreisliga im Vorjahr, wurden dann in der Spielzeit 2018/19 in der Bezirksliga mit der erneuten Meisterschaft alle Erwartungen bei weitem übertroffen.

„Jetzt sind wir aber die totalen Exoten in der Landesliga, wir sind endgültig im Bezahl-Fußball angekommen“, ist sich Coach Walter Lang der Heilbrunner Sonderstellung absolut bewusst: „Schauen wir mal, wie es heuer läuft.“ Mit seiner Einschätzung dürfte der Trainer absolut richtig liegen. In Heilbrunn aber wird mangels Masse an die Spieler für ihre Dienste nicht ein müder Cent ausbezahlt. Damit war auch die Suche nach adäquater Verstärkung ein vergebliches Unterfangen. Lediglich Markus Haberl (SV Sachsenkam) und Simon Essendorfer (SC Gaißach) schlossen sich zum Saisonwechsel dem HSV an, „weil sie es einfach Mal höherklassig versuchen wollen.“ Unterstrichen wird das Attribut Exoten noch durch die Tatsache, dass alle Akteure der Stammformation waschechte Bad Heilbrunner sind. Alles echte Spezl, die größtenteils seit vielen Jahren zusammen Fußball spielen. Auch dies dürfte in der Landesliga bislang einzigartig sein.

„Erneut ist für uns alles neu. Wir kennen weder die Liga noch irgendeinen unserer künftigen Gegner. Ich kann nur hoffen, dass meine Burschen relativ schnell lernen, auf was es jetzt ankommen wird“, blickt der Trainer voraus. Er geht davon aus, dass in der Landesliga noch mehr Dynamik gefordert sein wird und das in den Reihen der Gegner noch mehr qualitativ bessere Kicker stehen werden. Freilich hat er aber auch Vertrauen in die Lernfähigkeit seiner Mannen: „Einige haben schon in der Bezirksliga in ihrer Entwicklung einen so großen Sprung nach vorne gemacht, wie er eigentlich nicht zu erwarten gewesen wäre.“

Auch wenn sich Lang der großen Herausforderung absolut bewusst ist, sieht er der Aufgabe relativ gelassen entgegen: „Einerseits haben wir absolut keinen Druck, irgendetwas Besonderes erreichen zu müssen. Allerdings wollen wir in den kommenden 34 Spielen auch nicht jedes Mal als Verlierer vom Platz gehen.“ Dabei sei das Ziel relativ einfach und schnell abgesteckt: „Wir brauchen bis zum Saisonende rund 40 Punkte und müssen dabei versuchen, vier Mannschaften in der Tabelle hinter uns zu lassen.“

Als „größten Feind“ auf dem Weg dorthin sieht er die Verletzungsgefahr bei seinem doch relativ dünn besetzten Kader. „Den ersten Nackenschlag in dieser Richtung haben wir ja mit der komplizierten Knieverletzung unseres Innenverteidigers Florian Kapfhammer bereits hinnehmen müssen.“ So sei es absolut normal, dass in der relativ langen Saison, der eine oder andere mit einer Blessur ausfallen wird. „Hoffentlich bleiben wir aber von schwereren Verletzungen verschont. Sonst sieht es bei dem engen Kader zappenduster aus.“

Da könnten in der Breite auch die beiden Neuzugänge helfen, auch wenn sie bislang lediglich in der Kreisklasse aufgelaufen sind. Während er Haberl eher als robusten Recken „fürs Grobe nach hinten“ sieht, sei Essendorfer der etwas bessere Techniker, „der für uns nach vorne noch wertvoll werden könnte.“ Freilich habe Letzterer noch einen ziemlichen Fitness-Rückstand.

Insgesamt betont Lang freilich: „Wir freuen uns auf die Herausforderungen in der neuen Liga, das wird total spannend. Dabei hoffe ich, dass wir uns auch hin und wieder freuen dürfen.“ Das erste Mal vielleicht schon am kommenden Sonntag um 16 Uhr beim Aufsteigerduell zu Hause gegen den TSV Jetzendorf.Ewald Scheitterer

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