„Leider war zu früh Schluss“

So hat Holzkirchens Spitzenlangläufer Lucas Bögl die Saison erlebt

Lucas Bögl ist als optimistisches Energiebündel bekannt. Obwohl die Saison wegen des frühzeitigen Abbruchs nicht ganz nach Plan gelaufen ist, blickt der Langläufer motiviert in die Zukunft.
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Lucas Bögl ist als optimistisches Energiebündel bekannt. Obwohl die Saison wegen des frühzeitigen Abbruchs nicht ganz nach Plan gelaufen ist, blickt der Langläufer motiviert in die Zukunft.

Holzkirchen – Holzkirchens Spitzenlangläufer Lucas Bögl zu einer Saison wie keiner anderen und dem Coronavirus, das so manchen Plan durcheinander bringt.

Lucas Bögl gehört zu den erfolgreichsten deutschen Langläufern und ist seit zwei Jahren Miesbachs Landkreissportler des Jahres. Wer den sympathischen Holzkirchner kennt, den wundert das nicht. Er ist mit seiner offenen Art nicht nur immer sehr nah an seinen Fans, sondern glänzt auch durch internationale Erfolge. Obwohl ihm heuer der frühzeitige Saisonabbruch durch die FIS wegen der immer kritischer werdenden Corona-Lage einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, zog er letztendlich ein versöhnliches Resümee der Wettkampfserien.

„Vor allem bei der Tour de Ski konnte ich zeigen, was ich drauf habe und habe mir zwei Top-Ten-Platzierungen gesichert“, freute sich der für den SC Gaißach startende 29-jährige Sportsoldat. Danach ging es aber für Luggi, wie er von seinem großen Fanclub genannt wird, etwas zäh.

Nach intensivem Training und dem Auslassen einiger Weltcups wollte Bögl die Weltmeisterschaft nächstes Jahr simulieren und eigentlich zum Ende der Saison noch einige Top-Leistungen laufen. Ganz ist der Plan leider nicht aufgegangen: „Ich habe zu lange gebraucht, um wieder in den Wettkampfmodus zu kommen, und dann musste die Saison auch schon frühzeitig beendet werden.“

Schon die letzten Wettkämpfe konnten die Zuschauer live nur noch am Fernseher mitverfolgen. So fand auch der 50 Kilometer Massenstart in Oslo am traditionsreichen Holmenkollen als letztes Rennen der Saison vor leeren Zuschauerrängen statt. „Das war schon eine harte Sache, vor allem, weil dich da normalerweise 30.000 Leute anfeuern“, erinnert sich Bögl, der dann aber bei extrem schlechten äußeren Bedingungen trotzdem in seinem Flow das Ding gelaufen ist und als 36. die Ziellinie in dem leeren Stadion überquert hat.

Mit dem vorzeitigen Saisonende kamen allerdings auch die Vorbereitungspläne komplett durcheinander. Eigentlich wollte Bögl noch bis Ende März Rennen laufen und bis zum 21. April in der Schweiz und Norwegen trainieren. Zwar konnte er nach Oslo noch ein paar lange Einheiten auf Schnee ziehen, aber damit ist jetzt auch Schluss. In seiner optimistischen Art nimmt das Bögl wie es ist und blickt motiviert in die Zukunft: „Dann gehe ich halt jetzt schon in die reduzierte Erholungsphase und kann dann hoffentlich wieder früher mit dem Training anfangen. Wichtig ist jetzt erst einmal, dass alle gesund bleiben und wir die Zeit gut überstehen.“ hac

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