Tölzer sind die besseren Löwen

Isarwinkler Eishockey-Team gewinnt in Frankfurt verdient mit 4:1 – Spannendes Schlussdrittel

Zwei Treffer in Frankfurt: Max French feiert ein überaus gelungenes Comeback.
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Zwei Treffer in Frankfurt: Max French feiert ein überaus gelungenes Comeback.

Bad Tölz – Wenn im Eishockey Löwen gegen Löwen antraten waren die Oberbayern zumeist nur zweiter Sieger.

Doch am Dienstagabend erwiesen sich die Tölzer in Frankfurt/Main als überaus bissig, spiel- und kampfstark. So gingen sie letztlich auch beim 4:1 (1:1, 2:0, 1:0)-Erfolg als verdienter Sieger vom Eis. „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft, die sich hier mit acht Stürmern durchgesetzt hat“, jubelte dann auch ECT-Headcoach Kevin Gaudet.

Großen Anteil am Sieg hatte dabei vor allem Angreifer Max French, der mit zwei Toren direkt bei seinem Comeback nach kurzer Verletzungspause glänzen konnte. Bisher waren die Löwen Frankfurt zuhause immer eine Macht, doch diesmal wurde ihnen von den Isarwinkler Kufenflitzern der Zahn gezogen. „Was die Jungs alle zwei Tage bringen, das ist unglaublich. Das war von der ersten bis zur letzten Minute hochintensiv. Dabei haben wir heute sehr viel investiert“, lobte der kanadische Trainer der Buam sein Team nach dem Match in den höchsten Tönen. Bereits im ersten Drittel waren die Tölzer offensiv nahezu in jeder Situation gefährlich. Es war dann Neuzugang Mario Lamoureux der im Nachschuss (9.) die Führung besorgte. Und auch Reid Gardiner (Latte) sowie Lubor Dibelka (Pfosten/Großchance) hätten gut und gerne weitere Treffer erzielen können. Aber auch die Gastgeber blieben stets gefährlich. So gelang dem Ex-Tölzer Stephen MacAulay der zwischenzeitliche Ausgleich (14.). Darüber hinaus traf auch noch Christian Kretschmann das Isarwinkler Tor-Gestänge.

Löwen verteidigen ihre Führung

„Die Special Teams entscheiden viele Spiele. Und unsere waren heute hervorragend“, freute sich Gaudet. Das machte sich vor allem im Mitteldrittel bemerkbar. Die Buam mussten zunächst drei Strafen nehmen und überstanden diese mit Leidenschaft und etwas Glück unbeschadet. Als sich dann selbst die erste Powerplay-Chance bot, schlugen sie eiskalt zu. Kenney Morrison kam frei zum Schuss und versenkte die Scheibe über beide Innenpfosten zur erneuten Führung ins Tor (38.). Nur eine Minute später erhöhte Max French ebenfalls in Überzahl mit feinem Abschluss ins Kreuzeck auf 3:1. „Alle wissen um unseren kleinen Kader. Dass Max French heute zurückkam, war eine wirklich große Hilfe“, so der Tölzer Löwencoach.

Beeindruckend auch, mit welcher Selbstverständlichkeit die Schwarz-Gelben im Schlussdrittel die Führung verteidigten. Bis fünf Minuten vor Schluss hatten sie immer wieder ihrerseits Druckphasen und hielten die Frankfurter dadurch weit weg vom eigenen Tor.

Erst in den Schlussminuten setzten sich die Gastgeber vor Goalie Maximilian Franzreb fest. Sinnbildlich für die überaus gute Defensivleistung waren da auch die Schussblöcke mit Maxi Leitner, Andi Schwarz oder auch Niklas Heinzinger. Der Siegeswille bei den Oberbayern war einmal mehr weit größer, als der Kräfteverschleiß. Den Schlusspunkt setzte dann noch einmal der Kanadier French, der auf Zuspiel von Marco Pfleger zum 4:1-Endstand ins leere Frankfurter Tor traf (60.).

„Wie immer: sehr stolz“, so Gaudets, der sinnierte: „Das war vielleicht sogar unser bestes Saisonspiel bislang.“ Durch den Erfolg im Nachholspiel rücken die Tölzer Löwen auf Tabellenplatz drei der DEL II. Am Freitag wartet in Heilbronn die nächste schwere Auswärts-Aufgabe. Ewald Scheitterer

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