TuS-Sportler in den Top Ten

Judo: Michel Pränger Neunter bei der deutschen Meisterschaft

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Fabian Zabka (l.) freut sich mit Michel Pränger über dessen 9. Platz bei der deutschen U18-Meisterschaft.

Holzkirchen – Ein TuS-Sportler landet in den Top Ten bei der deutschen Meisterschaft im Judo. Michel Pränger ist Neunter geworden. Leonie Zeller hat die Qualifikation knapp verpasst.

Der TuS Holzkirchen hat mit Michel Pränger (U18) auch heuer wieder einen Judoka unter den besten Zehn in Deutschland. Im Vorjahr war Leonie Zeller darunter vertreten, sie schaffte es heuer nur bis zur süddeutschen Einzelmeisterschaft in Pforzheim.

Mit Pränger und Zeller waren dort zwei junge Holzkirchner Judoka am Start. Pränger holte sich in der Gewichtsklasse über 90 Kilo die Bronzemedaille. Nach zwei Niederlagen zum Auftakt drehte er im nachfolgenden Kampf nochmal auf und besiegte seinen Gegner mit der sogenannten Schweinerolle. Auch in der vierten Begegnung ging Pränger erfolgreich von der Matte, holte sich den dritten Platz und damit erstmals ein Ticket für die deutsche Meisterschaft.

Seine Vereinskameradin Zeller startete zunächst erfolgreich ins Turnier und siegte zweimal hintereinander mit einer Fußtechnik und darauffolgendem Festhalter. Im Halbfinale stand sie ihrer Angstgegnerin Sarah Geretzki vom TSV Großhadern gegenüber – und unterlag nach einem langen kräftezehrenden Kampf durch drei Strafen. Im Kampf um Platz 3 musste sie sich dann ebenfalls geschlagen geben, verpasste damit auch knapp die Qualifikation für die deutsche Meisterschaft.

Diese fand vor Kurzem in Leipzig statt. Sie war natürlich der absolute Saisonhöhepunkt für U18-Judoka Pränger. 25 Sportler traten im Schwergewicht an, und Pränger traf im ersten Kampf auf einen in Linksauslage stehenden Gegner. Damit kam der Holzkirchner nur schwer zurecht und musste sich nach zwei Wertungen durch Eindrehwurf und Konter geschlagen geben. Dem Doppel-KO-System geschuldet, rutschte Pränger direkt in die Trostrunde. Wachgerüttelt durch diese erste Niederlage ging er seine zweite Begegnung engagiert an und besiegte seinen Kontrahenten mit zwei harten Niederwürfen. In seinem dritten Kampf bekam es Pränger, der als 16-Jähriger immerhin 100 Kilo auf die Waage bringt, mit dem 20 Kilo schwereren Hessen Alexander Fink (TSV Kirchhain) zu tun. Es gelang Pränger, einen überlegenen Griff herzustellen, den er nach nur 20 Sekunden nutzte und Fink zum vollen Punkt auf die Matte beförderte.

Danach wartete einer der Schwersten im Feld auf den Holzkirchner, der Mühe hatte, seinen Gegner zu bewegen. Trotzdem versuchte Pränger immer wieder anzugreifen. Dies nutzte sein Gegenüber jedoch wiederholt zum Konter und konnte kurz vor Ende der Kampfzeit damit die Begegnung für sich entscheiden. „Mit einem aggressiveren Griffkampf und einer etwas passiveren Taktik, hätte er den später drittplatzierten Cordes auch schlagen können“, analysierte sein Trainer Fabian Zabka. Er durfte trotzdem zufrieden sein, sein Schützling hatte es in die deutschen Top Ten geschafft. Nach der Niederlage war das Turnier für Pränger auf dem starken neunten Platz beendet. ft

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