Landesliga

Keine Nerven beim Elfer: Niederlage für Bad Heilbrunn

+

Bad Heilbrunn – Wieder kein Sieg: Der SV Bad Heilbrunn verliert beim VfR Neuburg mit 1:3.

Christoph Hüttl, der Torhüter des SV Bad Heilbrunn, hätte in der Auswärtspartie gegen den VfR Neuburg zum „Held des Tages“ werden können. In seiner Funktion zwischen den Pfosten erwischte er einen absoluten Sahnetag. Er entschärfte allein zwei Alleingänge der Hausherren bravourös und zeigte zudem bei einigen weiteren Situationen absolut tolle Paraden, um einen Treffer zu verhindern. Doch als prädestinierter Elfmeterschütze scheiterte er beim Stand von 1:2 am gegnerischen Keeper (87.). Zuvor war der eingewechselte Felix Kellner im Strafraum strafstoßwürdig gelegt worden. Hätte Hüttl getroffen und den zwischenzeitlichen Ausgleich geschafft, wäre wahrscheinlich das von Coach Walter Lang im Vorfeld erhoffte „Pünktchen“ beim Tabellenzweiten der Landesliga Süd-West Realität geworden. So aber musste der HSV nach der 1:3 (1:1)-Niederlage mit leeren Taschen die Heimreise antreten. Besonders tragisch, weil die Loisachtal-Kicker in Neuburg eins ihrer besten Saisonspiele gezeigt hatten. „Meine Mannschaft hat gewusst, dass sie diesmal sehr gut gespielt hatte, dass sie sich den einen Punkt absolut verdient gehabt hätte.

„Tut schon weh“

Deswegen tut es schon weh“, trauerte der Heilbrunner Trainer am Ende dem vergebenen Zähler nach. Es war dann bereits die Nachspielzeit angebrochen, als Heilbrunns Sebastian Habermeyer (90. +2) den letztlich bedeutungslosen Treffer zum Spielendstand setzte. Noch mehr als die nicht ganz unerwartete Niederlage dürfte den Heilbrunnern freilich eine weitere Verletzung beim nicht gerade üppig bestückten Stammpersonal schmerzen. Abwehrchef und Kapitän Sebastian Mertens musste bereits nach zehn Minuten mit einer Leistenzerrung ausgewechselt werden. Für ihn kam Florian Schnitzlbaumer zum Einsatz, der in den vergangenen Wochen hatte kaum trainieren können. Dabei hatte alles eigentlich für die Gäste so gut angefangen. Nach schöner Vorarbeit von Mittelstürmer Thomas Schmöller hatte Max Schnitzlbaumer das Leder in den Neuburger Maschen versenkt (5.). Der Ausgleich fiel dann nach einem umstrittenen Elfmeter, als der Referee nach einem „hohen Fuß“ von Peter Auer gegen einen VfR-Angreifer auf den Punkt deutete. Allerdings war der Ball von einem Neuburger gekommen, der klar im Abseits gestanden war. Fabian Scharbatke freilich nahm die Chance zum zwischenzeitlichen Ausgleich gerne an (21.).

Bekanntes Manko

„Dennoch waren wir auch im Anschluss zumindest ebenbürtig und hatten selbst einige Möglichkeiten zu einem Torerfolg“, hatte Trainer Lang dann beobachtet. Doch da machte sich einmal mehr ein bekanntes Heilbrunner Manko breit: die erforderliche Coolness beim Abschluss. So vergab Max Schnitzlbaumer allein vor dem gegnerischen Torhüter. Und Toni Krinner hätte in gleicher Situation einfach schießen müssen – stattdessen legte er auf Felix Gellner quer, dessen Schuss aber vom VfR-Keeper dann noch pariert wurde. Anders der Neuburgeer Scharbatke, der nach einem Pass in die Schnittstelle eiskalt auf 2:1 stellte (67.). Da half es auch nichts, dass der HSV in der Schlussphase sogar die leicht überlegene Mannschaft war, da Christoph Hüttl mit seinem Elfer gescheitert war. Coach Walter Lang trauerte der vergebenen Ausgleichschance deshalb noch lange nach: „Er hätte es sich so sehr verdient gehabt.“

Ewald Scheitterer

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

254 Teilnehmer beim 31. Gemeindeschießen der VSG Fischbachau
254 Teilnehmer beim 31. Gemeindeschießen der VSG Fischbachau
Auftakt zum Biathlon-Weltcup mit Vanessa Hinz und Arnd Peiffer
Auftakt zum Biathlon-Weltcup mit Vanessa Hinz und Arnd Peiffer
Schach: Tegernseer Nachwuchs dominiert Meisterschaft im Kreis Zugspitze
Schach: Tegernseer Nachwuchs dominiert Meisterschaft im Kreis Zugspitze
Martina Pomper glänzt erneut beim Mountain-Attack
Martina Pomper glänzt erneut beim Mountain-Attack

Kommentare