Kleiner Kader weiter geschwächt

Keine Punkt: Bad Heilbrunn verliert in Olching 1:4

Bad Heilbrunn gegen SC Olching Spieler Toni Pappritz am Ball
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Eine Sprunggelenks-Verletzung zog sich HSV-Regisseur Toni Pappritz (li.) in Olching zu.
  • Ewald Scheitterer
    VonEwald Scheitterer
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Bad Heilbrunn – Einen rabenschwarzen Tag hatte der SV Bad Heilbrunn am Samstag gegen SC Olching. Die Loisachtal-Kicker holten sich eine 1:4-Klatsche beim bisherigen Tabellen-Schlusslicht ab.

Außerdem fehlen dem SV Bad Heilbrunn mit den schwer verletzten Thomas Schmöller und Toni Pappritz zwei weitere Akteure aus dem eh nicht üppig bestückten Kader für längere Zeit. „Damit steuern wir auf wirklich schwere Wochen zu“, beklagte Trainer Walter Lang das Schicksal, das es mit seiner Mini-Truppe wahrlich nicht gut meint.

Toni Pappritz wird umgesäbelt

Es war nicht einmal eine unfaire Aktion der körperlich sehr robust auftretenden Gastgeber, als Schmöller nach einem regulären Zweikampf zu Boden ging . Dabei kugelte sich der HSV-Angreifer, die in der Vergangenheit bereits mehrfach lädierte Schulter nun zum vierten Mal aus. „Wenn’s ganz blöd läuft, werden wir den Thomas nicht mehr auf dem Fußball-Platz sehen“, malte der Coach die Zukunft in dunkelsten Farben aus. Eine knappe Viertelstunde später wurde dann Toni Pappritz umgesäbelt. Mit dem Verdacht auf einen Bänderriss im Sprunggelenk musste dann der Regisseur ausgewechselt werden. Für ihn kam Johannes Kiechle aufs Feld (38.).

SC Olching geht vor der Halbzeit in Führung

Zu dem Unglück entpuppte sich der Olchinger Meriton Vrenezi an diesem Tag als wahres Schreckgespenst für die Heilbrunner. Mit einem lupenreinen Hattrick (1./33./41.) schoss er die Gäste bereits im ersten Durchgang in die Niederlage. Vor allem der schnelle Treffer in der ersten Spielminute schockte den HSV erheblich. „So einen schnellen Rückstand habe ich in meinen acht Jahren beim SV Bad Heilbrunn noch nicht erlebt“, zeigte sich da auch Lang konsterniert. Das kommende Unheil hatte der Coach bereits unter der Woche im Training beobachtet: „Zu viele Urlauber, Kranke, Angeschlagene sowie beruflich und privat Verhinderte. Mit so einem dünnen Kader reicht es dann halt für die Landesliga nicht mehr.“

Vrenezis zweiter Treffer resultierte aus einem Foulelfmeter und kurz vor dem Halbzeitpfiff war er noch einmal zur Stelle, als er von links schön bedient, kurz entschlossen die Kugel aus elf Metern volley ins Kreuzeck jagte.

Anschlusstreffer von Maxi Specker

In der Pause stellte Lang um, brachte für Außenverteidiger Naomichi Kamioka mit Felix Gellner einen weiteren Stürmer. Der verbuchte dann auch zusammen mit Max Lechner im HSV-Angriffszentrum die eine oder andere Chance, ohne dass dabei etwas wirklich Zwingendes herausgesprungen wäre. Auch wenn die Partie nun ausgeglichener war, kam der Olchinger Sieg nie ernsthaft in Gefahr. Auch nicht als Maxi Specker noch der Anschlusstreffer gelang (79.). In der Nachspielzeit (90.+3) traf dann noch Lordan Handanivic vom Punkt aus zum Spiel-Endstand.

„Es ist ein Riesen-Wille in der Mannschaft. Da kann ich keinem einen Vorwurf machen“, lobte der HSV-Trainer trotz der klaren Niederlage die kämpferische Einstellung seiner Truppe. Bereits an diesem Mittwoch (18.30) folgt die nächste schwere Aufgabe, wenn der TuS Geretsried im Landesliga-Landkreis-Derby in Bad Heilbrunn zu Gast sein wird.

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