Sieg und Saison-Aus

Nach ihrem Abfahrtstriumph stürzt Vicky Rebensburg im Super-G schwer

+
Bitter: Für Viktoria Rebensburg ist die Saison beendet.

Kreuth – Freud und Leid liegen manchmal nah beieinander: Nach ihrem Abfahrtstriumph stürzt Viktoria Rebensburg vom SC Kreuth im Super-G schwer.

Erst Traumlauf, dann Albtraum – dieses Fazit kann man aus Sicht von Viktoria Rebensburg nach dem Heimspiel – oder besser Heimdrama – im alpinen Ski-Weltcup auf der Kandahar in Garmisch-Partenkirchen ziehen. Am Samstag (8. Februar) passte bei Vicky alles, sodass sie ausgerechnet vor ihrem Heimpublikum den ersten Abfahrtsweltcupsieg ihrer Karriere feiern durfte. Doch tags darauf machte sich schnell Ernüchterung breit, denn sie stürzte im Super-G schwer. Die Folge: Bruch des Schienbeinkop­fes und Innenbandüberdehnung – Saison beendet.

Die Blessur könne zwar ohne Operation bestens ausheilen, meint DSV-Mannschaftsarzt Manuel Köhne, dennoch birgt die Rebensburg-Verletzung alleine schon deshalb große Tragik, weil sie an einem zunächst so genial anmutenden Wochenende passierte. Von einem Laufbahnende der 30-jährigen Tegernseerin geht Köhne – seine Einschätzungen wurden anstatt des ursprünglich geplanten „Blickpunkt Sport“-Liveauftritts von Vicky in einem längeren Interview des Bayerischen Fernsehens gesendet – allerdings nicht aus, dafür gebe es aus seiner Sicht nicht den geringsten Grund.

Fakt ist: Am Wochenende wurde einmal mehr deutlich, dass Glück und Pech im Sport oft ganz nahe beieinander liegen können. Imponierend war zunächst, wie die Skirennläuferin des SC Kreuth am Samstag die extrem schwierig zu fahrende Kandahar beherrschte: Mit perfektem Material – Vicky lobte ihr Serviceteam ausdrücklich – und einer Endzeit von 1:41,94 Minuten verwies sie die Italienerin Federica Brignone (1:42,55) um satte 61 Hundertstel auf Rang 2. Ebenfalls noch auf dem Podium landete die Tschechin Ester Ledecka (1:42,77).

„Mein erster Abfahrtssieg überhaupt – und das vor heimischem Publikum. Damit ist ein Traum wahr geworden“, freute sich Vicky nach ihrer spektakulären Schussfahrt, in der auch ihre DSV-Kolleginnen Kira Weidle (Rang 13) und Michaela Wenig (Platz 25) Weltcuppunkte sammeln konnten. „Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie happy ich bin. Danke fürs Anfeuern, danke an mein ganzes Team“, ergänzte sie.

Am Sonntag folgte dann der Schock: Mit der Nummer 7 in den vom Italiener Giovanni Feltrin gesetzten Kurs gegangen, stürzte sie schwer und landete im Fangnetz. Ihre Verletzung war letztlich doch schwerer als zunächst angenommen, zumal Rebensburg sogar noch selbst ins Ziel abschwingen konnte. „Es ist natürlich bitter, ich hatte jedoch Glück im Unglück“, resümierte sie. „Und deshalb bin ich zuversichtlich, dass ich nach der Reha wieder richtig schnell Skifahren kann.“ So wurde Weidle (21.) beste Deutsche, gefolgt von Wenig (30.) und Veronique Hronek (31.). Und Ehre, wem Ehre gebührt: Die Schweizerin Corinne Suter ließ sich im Werdenfelser Land als Super-G-Siegerin feiern. set

Auch interessant

Meistgelesen

Ski alpin - 110 Teilnehmer beim Saison-Höhepunkt: SG auf Weltcup-Hang
Ski alpin - 110 Teilnehmer beim Saison-Höhepunkt: SG auf Weltcup-Hang
Sechstes deutsches Bäckerskirennen mit Stargast Fabian Hambüchen am Sonnenbichl
Sechstes deutsches Bäckerskirennen mit Stargast Fabian Hambüchen am Sonnenbichl
Bayrischzeller Reitverein muss umziehen und hat neuen Vorstand
Bayrischzeller Reitverein muss umziehen und hat neuen Vorstand
Erfolgreich bei bayerischer Schülermeisterschaft im Biathlon
Erfolgreich bei bayerischer Schülermeisterschaft im Biathlon

Kommentare