Verletzungsserie bei den Ski-Athleten

Lenggries: gesundheitliche Probleme im Wintersport bei Lara Klein, Michaela Wenig, Klaus Pföderl

Nachwuchs-Ski-Rennläuferin Lara Klein ist in Frankreich schwer gestürzt.
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Nachwuchs-Ski-Rennläuferin Lara Klein ist in Frankreich schwer gestürzt.

Lenggries/Bad Heilbrunn – Im Europacup etablieren, das war das erkälte Ziel der jungen Lenggrieser Ski-Rennläuferin Lara Klein. Doch daraus dürfte im aktuellen Winter nichts werden.

Beim Europacup-Slalom im französischen Vaujany stürzte sie im ersten Durchgang schwer. Das wenig erfreuliche Ergebnis: Kreuzband-Riss im linken Knie – Saison gelaufen.

Dann ging alles ganz schnell. Bereits zwei Tage später wurde sie in München von Dr. Manuel Köhne, dem Mannschaftsarzt der Alpinen im Deutschen Skiverband operiert und mittlerweile erwartet sie sehnsüchtig den Zeitpunkt, an dem sie ihre Krücken wieder in die Ecke stellen kann. „Langsam fühle ich mich wieder besser. Wenn alles gut geht, darf ich mein Bein ab Anfang Februar wieder belasten“, berichtet die 17-jährige Ski-Rennläuferin.

Mittlerweile befindet sie sich bereits wieder im Ski-Internat des Christophorus-Gymnasiums in Berchtesgaden. „Zwar habe ich auch hier nur Online-Unterricht. Aber für meine rasche Genesung ist es hier besser als zu Hause im Isarwinkel“, erklärt Klein. Im Berchtesgadener Land Dort ist für sie alles viel einfacher zu bewerkstelligen, da dort die Einrichtungen für Reha-Training alle nahe beisammen liegen und so für sie leichter erreichbar sind.

Obwohl noch jung an Jahren, ist der Kreuzband-Riss für die Lenggrieserin bereits die zweite schwere Sport-Verletzung. Im Januar 2018 hatte sie sich nämlich das Schienbein gebrochen. Dennoch blickt Klein wieder positiv nach vorne: „Diesen, coronabedingt, seltsamen Winter, kann ich ja jetzt abhaken. Ich werde versuchen, möglichst schnell wieder gesund zu werden, um dann im Winter 2021/22 mein Ziel Europacup erneut in Angriff zu nehmen.“

Wenig will wieder

So richtig wieder auf die Beine kommen will Michaela Wenig (SC Lenggries) einfach nicht. Seit mehr als einem Jahr schlägt sie sich trotz zweier OPs mit Hüftproblemen herum. „Derzeit habe ich wieder eine Entzündung in der Hüfte. Das haut einfach noch nicht richtig hin.“ Ihre letzten Versuche, im Abfahrts-Weltcup wieder Fuß zu fassen, musste sie Mitte Januar im Schweizer Crans Montana erneut abbrechen.

Derzeit ist sie zu Hause im Lenggrieser Ortsteil Winkl und hofft darauf, dass die Entzündung ausheilt. „Abwarten und keine großen Belastungen für das lädierte Körperteil ist das einzige was ich im Augenblick tun kann“, hofft Michael Wenig, dass sie demnächst wieder schmerzfrei Skifahren kann.

Pföderl startet gut in Saison

„Die Saison hat heuer für mich richtig gut angefangen“, freute sich der Bad Heilbrunner alpine Ski-Rennläufer Klaus Pföderl, der für den Lenggrieser Skiclub bei internationalen Rennen an den Start geht. Noch Anfang Dezember konnte er bei einem Europacup-Slalom im italienischen Val di Fassa einen ausgezeichneten zwölften Platz einfahren. Auch bei einem zweiten EC-Slalom an selber Stelle war er mit seinem Rang 26 überaus zufrieden, „weil da zahlreiche Weltcup-Fahrer mit am Start waren.“ Kurze Zeit später ereilte ihn das Schicksal in einem Trainingslauf: Sturz und Überdehnung des Kreuzbands im Knie: „Glücklicherweise ist nichts gerissen.“

Mittlerweile befindet er sich wieder auf dem Weg der Besserung: „Das Kondi-Training kann ich bereits schmerzfrei absolvieren. Ich bin zuversichtlich, dass ich mich bald auf Schnee bewegen kann.“ Deshalb hat er den Renn-Winter 2020/21 auch nicht ganz abgehakt: „Ich hoffe, dass ich zum Saisonende hin noch ein paar Rennen fahren kann.“ ejs

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