Erfolg in Gelb

Maloja Pushbikers feiern Etappensieg bei Rundfahrt Belgrad-Banja Luka

Radrennen
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Ein Fahrerfeld ist am Anstieg eines Berges.
  • VonFridolin Thanner
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Holzkirchen – Zum ersten Mal hat mit Filippo Fortin ein Fahrer der Maloja Pushbikers eine Etappe bei einem Straßenrennen gewonnen. Das Gelbe Trikot musste er dann aber wieder abgeben.

Die Maloja Pushbikers aus Holzkirchen haben einen großen Erfolg gefeiert: Das Profi-Radteam schaffte den erste Etappensieg auf der Straße. „Im Radsport gibt es Momente, die für die Ewigkeit gemacht sind. Einen solchen durften wir bei der Rundfahrt durch Serbien und Bosnien-Herzegowina erfahren“, teilt das Team mit.

Bei der Rundfahrt Belgrad-Banja Luka gewann Filippo Fortin die erste Etappe. Den Auftakt des fünftägigen Rennens bildete zuvor ein Mannschaftszeitfahren auf einem vier Kilometer langen Kurs mit zwei Wenden mitten in Belgrad. Die Pushbikers belegten den fünften Platz. Etappe 2 führte dann über 122 Kilometer von Obrenovac nach Bijeljina, wo der Italiener Fortin als Erster die Ziellinie überquerte.

Filippo Fortin kein Kletterspezialist

„Ich war nach Banja Luka gefahren, um zu gewinnen“, erzählte er danach. „Nach dem fünften Platz im Mannschaftszeitfahren habe ich am Telefon zu Liam gesagt: Morgen gewinne ich. Wir sind dann mit der Gewissheit gestartet, dass wir ein gutes Ergebnis erzielen können. Das Rennen war sehr schnell – vielleicht eines der schnellsten des Jahres mit einem Schnitt von 49 km/h – und wir waren den ganzen Tag auf der Hut vor möglichen gefährlichen Ausreißern. Vor der letzten Runde zogen wir an einem Strang, und das Team brachte mich in die bestmögliche Position.“ Fortin hat einen langen Sprint hingelegt, und am Ende war das der Sieg. Sein Teamkollege Tim Wollenberg belegte Platz 17 und war Zweiter der Bergwertung.

Das Gelbe Trikot konnte Fortin auf der dritten Etappe aber nicht verteidigen. Nach 80 Kilometern wartete der entscheidende Berg. Pippo Fortin ist kein Kletterspezialist und konnte nicht mithalten. In der Ergebnisliste der Etappe landete er auf Platz 126. Bester aus seinem Team war an diesem Tag Patrick Reißig auf Platz 17 mit knapp zwei Minuten Rückstand auf den Sieger.

„Nach dem dritten Tag trafen sich Anspruch und Realität“, berichtete Reißig. „Start in die Rundfahrt mit einem fünften Platz. Die zweite Etappe konnten wir mit Pippo gewinnen und ich am Ende der dritten Etappe in die Top Ten vorrücken. Jetzt galt es im vierten Teilstück, diese Position zu verteidigen und Pippo heil ins Finale zu bringen.“

Für Schlusssprint gut in Position bringen

Die Teamarbeit auf der weitgehend flachen Etappe auf breiten, windanfälligen Straßen war kräftezehrend. Reißig strampelte am Ende in einer Ausreißergruppe in Richtung Ziel und sprintete auf Platz 3, was ihm Rang 6 im Gesamtklassement bescherte. Fortin gewann den Sprint des Feldes und wurde Neunter.

Auf der letzten Etappe über 154,5 Kilometer war dann wieder Fortin bester Pushbiker. Das Ziel war, ihn für den Schlusssprint gut in Position zu bringen. Er wurde Siebter. Bester des Teams der Maloja Pushbikers im Gesamtklassement war Patrick Reißig auf Platz 17. ft

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