Frosch behält die Nerven

TEV Miesbach bezwingt Landsberg im Penalty-Krimi

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TEV-Stürmer Dusan Frosch (rot) avancierte im Spiel gegen Landsberg im Penaltyschießen zum Matchwinner.

Miesbach – In einem Penalty-Krimi hat sich der TEV Miesbach wichtige Punkte in der Verzahnungsrunde geholt. Am Freitag ist Höchstadt zu Gast.

In einem bis zum Ende hoch spannenden Spiel gegen den HC Landsberg sicherte sich der TEV Miesbach den vierten Heimsieg in Folge. Allerdings dauerte es diesmal bis zum Penaltyschießen, bis der neuerliche Erfolg in der Verzahnungsrunde feststand. Am Ende leuchtete ein 5:4 (0:2,4:1/0:1/1:0) auf der Anzeigetafel der Miesbacher Eishalle. Nun strebt die Mannschaft von Trainer Peter Kathan den nächsten Heimerfolg an. Das wird aber sicher keine leichte Aufgabe. Denn mit dem Höchstadter EC reist am Freitag (7. Februar) der nächste starke Gegner an. Der HEC ist Tabellenfünfter mit zwei Punkten Rückstand auf den TEV (Dritter).

Am vergangenen Freitag (31. Januar) sahen die 500 Zuschauer im Miesbacher Eisstadion sofort, dass im direkten Verfolgerduell keinem etwas geschenkt wird. Headcoach Kathan konnte bis auf Beppo Frank auf den gesamten Kader zurückgreifen, zudem feierte Mäx Hüsken sein Comeback nach knapp sechswöchiger Verletzungspause.

Im ersten Drittel begann der TEV schwungvoll und kam auch gleich zu Chancen, scheiterte aber am Keeper der Landsberger. Die machten es in der siebten Spielminute besser und kamen – mit dem gefühlt ersten Angriff – auch gleich zum Erfolg. Beflügelt durch den Treffer wurden die Riverkings stärker und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. In der 15. Spielminute legten die Gäste sogar zum 0:2 nach. Damit ging es auch zum ersten Pausentee.

Der TEV kam super eingestellt aus der Kabine und kam in der vierten Minute des zweiten Abschnitts zum Anschlusstreffer: Der stark aufspielende Johannes Bacher hatte den Puck mit viel Einsatz zu Filip Kokoska gebracht, der den freistehenden Bobby Slavicek in Szene setzte. Durch die Beine des Gästetorwarts beförderte Slavicek den Puck ins Tor. Knapp zehn Minuten später stellten die Gäste im Powerplay den alten Abstand wieder her. Doch der TEV zeigte sich wenig beeindruckt davon und drängte auf den erneuten Anschlusstreffer. Mit einem Dreifachschlag binnen sechs Minuten ging Miesbach noch vor der Pause mit 4:3 in Führung. „Wir haben erst ab dem zweiten Drittel mit Leidenschaft agiert und konnten dadurch das Spiel noch drehen“, freute sich Trainer Kathan nach dem Spiel. Die Treffer hatten Filip Kokoska, Michael Grabmaier und Dusan Frosch erzielt.

Allerdings hielt die Führung nicht. Im letzten Spielabschnitt, der durch viele Strafen geprägt war, kamen die Gäste nochmal zum Ausgleich. Der TEV hatte zuvor einige Unterzahlspiele überstanden und drängte auf die Entscheidung. Mit einem Konter erzielten stattdessen die Gäste das 4:4, das bis zum Ende der 60 Minuten Bestand hatte. In der Verlängerung hatten beide Teams gute Einschussmöglichkeiten, aber die Torhüter vereitelten alle Chancen.

Die Entscheidung musste also im Penaltyschießen fallen. Auf Miesbacher Seite vergaben Nico Fissekis und Bobby Slavicek, ehe Du­san Frosch die Führung der Gäste ausgleichen konnte. In Durchgang 4 waren sowohl Frosch als auch sein Landsberger Kontrahent erfolgreich. In der nächsten Runde blieb TEV-Goalie Anian Geratsdorfer Sieger gegen den Landsberger Stürmer. Frosch hingegen behielt die Nerven und avancierte mit seinem dritten Penaltytreffer zum Matchwinner. Peter Kathan hatte ein hochklassiges Spiel gesehen, „das wir, glaube ich, schon verdient gewonnen haben, obwohl es hin und her ging“.

Eine enge Partie ist auch am kommenden Freitag im Miesbacher Eisstadion zu erwarten, wenn es für den TEV zum nächsten Topduell kommt. Mit dem HEC Höchstadt reist der Tabellenfünfte an, der allerdings vergangene Woche eine 2:5-Pleite zu Hause gegen Erding kassierte. Höchstadt dürfte also mit einiger Wut auflaufen und wird diese Niederlage wettmachen wollen. Der TEV hingegen ist in einer komfortablen Ausgangsposition. Als Tabellendritter hat die Mannschaft bereits sieben Punkte Vorsprung im Hinblick auf einen fixen Playoff-Platz. Der Abstand soll nicht schmelzen. Spielbeginn ist um 20 Uhr. ft

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