Geisenberger gewinnt Silber

Miesbacher Rennrodlerin ist Vize-Weltmeisterin und greift nach dem Gesamt-Weltcup

Natalie Geisenberger
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Natalie Geisenberger freut sich über die Silbermedaille bei der Rennrodel-WM.
  • VonFridolin Thanner
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Miesbach – Bei der Rodel-WM am Königssee hat Julia Taubitz gewonnen, Natalie Geisenberger war auch mit Silber überaus zufrieden.

Die strahlende Siegerin bei der Rennrodel-Weltmeisterschaft am Wochenende (30./31. Januar) war Julia Taubitz. Natalie Geisenberger (SV Miesbach) glückte der große Coup am Königssee zwar nicht, doch auch sie strahlte. „Ich bin tatsächlich sehr zufrieden mit der Silbermedaille“, freute sich die viermalige Olympia­siegerin, die am Freitag (5. Februar) ihren 33. Geburtstag feierte.

Der große Triumph blieb ihrer Teamkollegin Taubitz vorbehalten. Die 24-Jährige holte sich nach ihrem Sprinttriumph am Freitag auch im klassischen Einsitzerrennen am Sonntag Gold. Sie legte im ersten Lauf die Bestzeit vor und leistete sich auch in Durchgang 2 keinen Fehler in der ältesten Kunst­eisbahn der Welt.

Etwas mehr als zwei Zehntelsekunden betrug Geisenbergers Rückstand bereits nach dem ersten Lauf. 0,315 Sekunden waren es am Ende. Sie habe sich den Sieg wahrlich verdient, kommentierte Geisenberger den Sieg ihrer jungen Kollegin in der starken Mannschaft. Einen Vierfachsieg verbuchte das Team von Bundestrainer Norbert Loch. Hinter Geisenberger folgten Dajana Eitberger und Anna Berreiter.

Auch zwei Tage zuvor im Sprint führte Taubitz einen Vierfach­erfolg der deutschen Damen an – mit Geisenberger am Ende. „Schade, aber kein Weltuntergang“, kommentierte sie ihren vierten Platz. „Nicht der Tag, den ich mir erhofft habe.“ Umso größer war die Freude über den Vize-Weltmeistertitel am Sonntag: „Ich habe im Mai ein Kind bekommen und stehe jetzt auf dem Podest bei einer Weltmeisterschaft. Darauf kann ich wirklich sehr stolz sein, wie das alles gelaufen ist – aber nicht nur sportlich, sondern wie generell alles läuft. Dass es mit der Unterstützung von meinem Mann und meinen Eltern so läuft, dass ich sagen kann, dass ich auch als Mutter zu solchen Leistungen imstande bin.“

Ein ähnliches, wenn auch nicht ganz so erfolgreiches Comeback in dieser Saison legte Eitberger hin. Die zweite Rodelmama holte am Königssee zweimal Bronze. „Mega! Unsere Geschichte ist der Wahnsinn“, freute sich Geisenberger mit der Teamkollegin, für die es zuvor erst mal überhaupt um die WM-Teilnahme ging. „Damit habe ich mir einen Wunsch erfüllt, und dass es dann eine Medaille wird – Hammer“, freute sich die 30-Jährige. Für die Viertplatzierte Anna Berreiter blieb mehr als ein Trost: Sie gewann die Goldene in der U23-Wertung.

Viel Zeit zum Feiern bleibt den deutschen Damen aber nicht. Am Wochenende (6./7. Februar) steht der Weltcupabschluss in St. Moritz (Schweiz) statt dem ursprünglich geplanten Finale in China auf dem Programm. Geisenberger startet am Sonntag als Führende im Gesamtweltcup. ft

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