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Die nächsten Ziele sind fix

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Prost auf das Rennen: Siegerin Natalie Geisenberger stößt mit der drittplatzierten Kanadierin Kimberley McRae. © GB

Miesbach – Natalie Geisenberger hat in ihrem letzten Weltcuprennen der Saison und vor den Olympischen Winterspielen in Sotschi noch einmal ein Ausrufezeichen gesetzt.

Am vergangenen Sonntag siegte die Rennrodlerin aus Miesbach auch in Altenberg und feierte damit ihren siebten Saisonerfolg im achten Rennen. Den vorzeitigen Gesamtweltcup-Sieg konnte ihr da sowieso niemand mehr streitig machen. Nach all den Erfolgen wagt sie sich nun sogar in eine neue Sportart. Sie tritt bei der Wok-WM an. Mit dem Erfolg vom Sonntag hat die Fahrerin des ASV Miesbach ihrer Saison noch die Sahnehaube aufgesetzt und eindrucksvoll ihre Dominanz in diesem Winter verdeutlicht. „Es ist sensationell gelaufen“, freut sich ihr Vater und Manager Helmut Geisenberger. Schon in den Trainingsfahrten hatte Natalie Geisenberger ein sehr gutes Gefühl, auch das Material hat von Anfang an gepasst. Und dann legte sie „eine Fahrt fürs Lehrbuch“ in den Eiskanal von Altenberg, wie Vater Helmut sagte. Ohne Fehler und mit mehr als 115 Stundenkilometern raste sie dem Ziel entgegen. Dass sie nach dem ersten Durchgang das Klassement anführte, überraschte deshalb nicht. Dass der Abstand auf Rang zwei fast eine halbe Sekunde betrug, dürfte ihren Konkurrentinnen doch einige Sorgenfalten bereitet haben. Allerdings, gab Helmut Geisenberger zu, dürfte seine Tochter von ihrer niedrigen Startnummer 17 profitiert haben. Denn die Bahn wurde aufgrund der hohen Temperaturen immer langsamer. Das bestätigt der zweite Durchgang, als die Miesbacherin als Letzte starten musste. Zwar verlor sie etwas, doch bremsen ließ sie sich vom weicher werdenden Eis, das allen Rodlerinnen Probleme bereitete, nicht. Sie fuhr die drittbeste Laufzeit und holte mit großem Vorsprung den siebten Weltcupsieg im achten Rennen der Saison. Die 0,674 auf die Zweite, Alex Gough aus Kanada, sind im Rennrodeln eine Riesenkluft. Dritte wurde die Kanadierin Kimberley McRae vor Geisenbergers Teamkolleginnen Tatjana Hüfner und Dajana Eitberger. Die 25-jährige Miesbacherin durfte sich im Anschluss nicht nur – dann auch offiziell – zum Gesamtweltcupsieg bei den Damen gratulieren lassen. Auch mit der Staffel holte sie den GEsamtweltcup. Hier reichte ein dritter Platz in Altenberg. Nun gilt die Konzentration ganz den Olympischen Spielen in Sotschi, beim Weltcupfinale in Sigulda (Lettland) wird Geisenberger nicht am Start sein. Am heutigen Mittwoch reist sie von Altenberg zurück nach Miesbach, dann stehen verschiedene Termine an. Unter anderem auch im Fernsehen. So ist sie am kommenden Sonntag zu Gast bei Blickpunkt Sport. Ein ganz anderer Auftritt im Fernsehen steht der 25-Jährigen dann im März bevor. Sie tritt bei der Wok-WM an und rauscht in einer asiatischen Pfanne durch den Eiskanal. Es wird spannend, ob auch das eine Fahrt fürs Lehrbuch wird. os/ft

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