Nur noch Franzi Berger von der Isarwinkler Skijugend am Start

Von der Verletzungsseuche geplagt

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Franzi Berger vom SC Lenggries ist aktuell noch die einsatzfähige heimische alpine Rennläuferin.

Lenggries – Die Verletzungsseuche hat heuer erbarmungslos zugeschlagen. Von den insgesamt vier jungen, heimischen Nachwuchs-Ski-Rennläuferinnen, die gerade im Begriff waren, im internationalen Renngeschehen Fuß zu fassen, ist mit Franzi Berger (SC Lenggries) aktuell gerade noch eine einsatzfähig.

Und auch sie steigt nach einer längeren Verletzungspause gerade erst wieder ins Geschehen ein.

Wegen eines Kreuzband-Risses hatte die knapp 18-Jährige Lenggrieserin den Skiwinter 2016/17 weitgehend sausen lassen müssen. Kurz vor dem Start in die neue Saison 2017/18 zog sie sich dann eine schmerzhafte Schuhrand-Prellung zu. Davon gerade erst genesen brach sie sich bei einem Sturz das Nasenbein. In der vergangenen Woche konnte sie dann wieder bei zwei FIS-Slaloms auf dem Wiesseer Sonnbichl-Hang an den Start gehen. Hier belegte sie einmal Rang elf und bei dem als deutsche Juniorenmeisterschaft gewerteten zweiten Rennen kam sie auf Platz 15.

Am längsten verletzt ist hier die Gaißacherin Carolin Lippert, die in diesem Winter noch gar kein Rennen bestreiten konnte. Sie leidet nach wie vor unter den Nachwirkungen einer Gehirnerschütterung und diversen Prellungen, die sie sich bei einem Trainingssturz im Frühjahr zugezogen hatte. Mittlerweile wagt sie sich freilich wieder vorsichtig auf Schnee. „Aber an richtiges Renntraining oder gar ein Skirennen ist noch gar nicht zu denken“, wie Mama Helga Lippert berichtet. Seit September ist die 18-Jährige bei einer Sportförder-Einheit der Bundeswehr.

Lea Klein (SC Lenggries), die jüngste des Quartetts, hatte sich bereits im Frühwinter bei einem Rennen am Stilfserjoch ein Band im Sprunggelenk gerissen. Mitte Dezember schaffte sie dann bei einem FIS-Slalom im Hoch-Zillertal einen für eine Newcomerin überaus achtbaren neunten Platz, ehe sie dann im Training erneut das Schicksal mit einem weiteren Bänderriss ereilte. Derzeit befindet sich die 17-Jährige Schülerin des Berchtesgadener Christophorus-Gymnasiums wieder in der Reha. Nach der augenblicklichen Planung soll sie dann Anfang Februar wieder ins Schneetraining einsteigen können.

„Für mich ist die Saison gelaufen“, erklärt schließlich Unglücksvogel Martina Willibald (SSC Jachenau) klipp und klar. Am Tag vor Heiligabend war sie bei einem FIS-Riesenslalom im italienischen Predrazzo im zweiten Durchgang so schwer gestürzt, dass sie sich im rechten Knie einen Knorpelschaden zugezogen hat. „Dabei wäre mein Saisoneinstieg im Frühwinter so gut gelaufen“, trauert die 19-Jährige ihrer guten Form nach. Mittlerweile wurde sie bereits am lädierten Knie operiert. „Rein theoretisch ist nach so einer OP drei Monate Pause mit dem Skifahren. Und dann ist der Winter bereits so gut wie vorbei“, gibt sich Martin Willibald keinen Illusionen auf eine Wunderheilung hin. Sie hat freilich den ersten Schock bereits verdaut und blickt hoffnungsvoll nach vorne: „Bis zur nächsten Saison 2018/19 ist alles verheilt und dann wird’s auch mit den Skirennen wieder klappen.“

Übrigens, ihre Schwester Elisabeth Willibald hat noch keine Entscheidung getroffen, ob sie noch einmal in den Rennsport einsteigt und kümmert sich derzeit in erster Linie um ihr kleines Töchterchen.ejs

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