Oberliga/Bayernliga: ESC Geretsried – TSV Peißenberg (2:4) und TEV Miesbach – ESC Geretsried (2:3)

„Wir haben uns auf den Start gefreut“

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Ondrej Horvath (r.) von den River Rats.

Geretsried – Die Vorrunde in der Bayernliga ist für den ESC Geretsried Geschichte. Dass in der Verzahnungsrunde der Gruppe A unter anderem mit den Oberligisten Miesbach und Lindau sowie den Bayernliga-Konkurrenten Höchstadt, Peißenberg und Füssen hochkarätige Gegner warten, war von vorne herein klar. Gleich zum Auftakt verloren die River Rats gegen den Ligavierten Peißenberg im Heinz-Schneider-Eisstadion vor 480 Zuschauern mit 2:4 (1:1, 1:3, 0:0).

„Wir haben uns auf den Start gefreut, waren gut vorbereitet und motiviert“, meinte ESC-Trainer Ludwig Andrä. Dessen Schützlinge boten eine flotte Partie, zeigten viel Laufbereitschaft und hätten durchaus mehr Treffer als Martin Köhlers 1:0-Führung (10.) erzielen können.

Die Gäste konnten noch im ersten Spielabschnitt ausgleichen und gingen nach 22 Minuten mit 2:1 erstmals in Front. ESC-Verteidiger Dominic Fuchs gelang kurz darauf in Überzahl (24.) der 2:2-Ausgleich. „Danach waren wir überhaupt nicht gut. Das Abwehrverhalten war schlecht, es herrschte eine regelrechtes Durcheinander. Durch die zwei Gegentore innerhalb von einer Minute haben wir das Match verloren“, befand Andrä. Zwar versuchte seine Truppe im letzten Drittel noch einmal alles. Aber unnötige Strafzeiten verhinderten eine Aufholjagd. „Die Unterzahlspiele haben uns weh getan. Wir sind dadurch einfach nicht mehr entscheidend herangekommen“, klagte der 45-Jährige Coach.

Insgesamt zufrieden zeigte sich TSV-Trainer Sepp Staltmayr. „Wir hatten anfangs einige Probleme, ins Spiel zu finden. Im zweiten Drittel hatten wir uns gefestigt und waren bis auf die letzten zehn Minuten besser. Denn da sind plötzlich alle nach vorne marschiert und wir hätten uns dadurch noch zwei Tore einfangen können.“

Am Sonntag konnte der ESC Geretsried seine ersten drei Punkte in der Verzahnungsrunde einfahren. Die River Rats gewannen ausgerechnet das prestigeträchtige Lokalderby beim TEV Miesbach mit 3:2 (2:0,1:2, 0:0) und fügten dem Oberligisten nach dem 1:4 beim Höchstadter EC bereits die zweite Niederlage in der neuen Gruppenphase bei. Ein unglaublich hohes Tempo legte die Geretsrieder Mannschaft im ersten Drittel an den Tag. Groß war der Jubel unter den zahlreich mitgereisten Fans, als Dominik Meierl bereits nach sechs Minuten die 1:0-Führung erzielte. Kurz darauf gelang es Ondrej Horvath, einen Penalty sicher zu verwandeln.

Nach der ersten Pause markierte Stephan Englbrecht, im Vorjahr noch in Diensten des Gastgebers, das 3:0. Miesbachs Schlussmann Anian Geratstorfer machte daraufhin seinen Platz für Timon Ewert frei. Leider versäumte es die Geretsrieder Mannschaft, kurz danach aus einem vierminütigen Überzahlspiel weiteres Kapital zu schlagen. Denn das Schlusslicht der Oberliga Süd kämpfte sich mit zwei Treffern ins Spiel zurück. Ein einziger Schlagabtausch war das Schlussdrittel. Aber Martin Morczinietz glänzte mit tollen Paraden und trieb die Platzherren schier zur Verzweiflung.

Letzte Spannung kam auf, als TEV-Coach Markus Wieland seinen Keeper zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis beorderte. Aber die River Rats ließen nichts mehr anbrennen und sicherten sich verdientermaßen den Sieg. „Das war heute eine überragende und vor allem geschlossene Mannschaftsleistung in einem brutal schnellem Match mit unglaublich hohem Tempo“, lobte Rats-Coach Ludwig Andrä seine Schützlinge. Weiter geht es im Programm am Freitag mit dem Heimspiel um 19.30 Uhr gegen den augenblicklichen Tabellenführer EV Füssen, während am Sonntag die weite Dienstfahrt zum Höchstadter EC ansteht.ehj

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