Dopjans gewinnt EM-Bronze

Erfolg für Irschenberger Radsportlerin bei Junioren-EM in Italien

Hanna Dopjans (3.v.l.) bei der Junioren-EM in Italien
+
Hanna Dopjans (3.v.l.) gewann bei der Junioren-EM mit dem deutschen U19-Vierer in der Mannschaftsverfolgung Bronze.

Irschenberg – Mit der Bronzemedaille bei der Bahn-EM in Italien zeigt Radfahrerin Hanna Dopjans vom RSV Irschenberg eine weitere starke Leitung in diesem Jahr.

Der RSV Irschenberg ist stolz auf seine Nachwuchsfahrerin Hanna Dopjans und freut sich mit ihr über EM-Bronze. Die junge Radsportlerin reiste Anfang Oktober als Teil der BDR-Nationalmannschaft nach Fiorenzuola d’Arda (Italien) zur Bahn-Europameisterschaft U19 und U23. Dreimal durfte sie antreten und ihre starke Form beweisen.

Ihren ersten Einsatz hatte Dopjans mit dem U19-Vierer bei der 3.000 Meter Mannschaftsverfolgung. In der Qualifikationsrunde mussten die deutschen Mädels gegen die starken Russinnen, die Heimmannschaft aus Italien sowie gegen Spanien, Belgien und Polen ran. Dopjans schob sich gemeinsam mit Lana Eberle, Paula Leonhardt und Marla Siegmund um zwei Tausendstelsekunden vor das Team aus Polen auf Platz 3.

Die Mannschaft war dann auch der Gegner im kleinen Finale, dem Kampf um Bronze. Es versprach sehr spannend zu werden. Doch Dopjans – in dem Lauf mit Lana Eberle, Marla Siegmund und Fabienne Jahrig am Start – gestaltete das Ergebnis eindeutig. Sie übernahmen sofort die Führung und holten sich mit über sieben Sekunden Vorsprung die Bronzemedaille. Der Sieg ging an Russland, das Italien im großen Finale mehr als fünf Sekunden abnahm.

Der Regen am darauffolgenden Tag brachte den Zeitplan etwas durcheinander. Rennen wurden vorgezogen, die Renntage verlängert. Bereits einen Tag früher als geplant, startete Dopjans mit Lea Waldhoff im Madison gegen acht weitere Paarungen. Bei dieser Disziplin sind Taktik, Sprintstärke, Konzentration und Teamgeist gefragt. Die beiden deutschen Juniorinnen legten einen guten Start hin. Doch am Ende blieb den Deutschen nur der sechste Rang. Gold ging an Belgien.

Dopjans hat aber Eindruck hinterlassen. Ihr Kampfgeist fiel Bundestrainer Lucas Schädlich nicht zum ersten Mal positiv auf. Kurzerhand änderte er seine Nominierung für das Omnium am darauffolgenden Tag und ließ die Irschenbergerin starten.

Zehn Fahrerinnen aus zehn Nationen traten in den Disziplinen Scratch, Temporennen, Ausscheidungsrennen und Punkterennen gegeneinander an. Dopjans belegte nach drei Wertungen den siebten Rang und setzte beim Punktefahren alles auf eine Karte. Sie musste das Hauptfeld überrunden, um einen Podestplatz zu erreichen. Sie hätte es beinahe geschafft. Gemeinsam mit der Französin setzte sie sich nach vorne ab, musste aber die meiste Führungsarbeit leisten. Am Ende reichte die Kraft doch nicht ganz und sie verpasste die Überrundung um wenige Meter. Somit blieb Dopjans nochmal ein sechster Platz. Gold ging an Polen. ft

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Ski alpin: Sophie Zitzmann (Gaißach) und Lara Klein (Lenggries) erfolgreich unterwegs
Ski alpin: Sophie Zitzmann (Gaißach) und Lara Klein (Lenggries) erfolgreich unterwegs

Kommentare