Von Platz 58 auf 7

Radsportler der Équipe Vélo bei deutscher Cross-Country-Meisterschaft

Michael Stocker von der Équipe Vélo Oberland auf matschiger Strecke
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Michael Stocker fehlte ein wenig Kraft für die matschige Strecke. Er fuhr dennoch auf Platz 14.

Holzkirchen – Moritz Rossner von der Équipe Vélo Oberland gelingt atemberaubende Aufholjagd bei deutscher Cross-Country-Meisterschaft.

Die Junioren aus der Équipe Vélo Oberland haben vor Kurzem bei der deutschen Meisterschaft im Cross-Country die Mountainbike-Saison beschlossen. Im bundesliga-erprobten Obergessertshausen bei Günzburg ging es in den Altersklassen U19 (Junioren), U23 und Elite um die Titel. Die Radsportler aus dem Holzkirchner Verein haben sich in der von Junioren-Weltmeister Lennart Krayer dominierten Konkurrenz stark geschlagen. Sie belegten die Plätze 7, 14 und 32.

Gefahren wurde auf einem technisch und konditionell anspruchsvollen 4,2 Kilometer langen Rundkurs, der viermal zu umrunden war. Durch den Regen in der Nacht und am Morgen des Wettkampftags waren die Bedingungen besonders fordernd und die Strecke in einigen Bergauf- und Bergabschnitten derart aufgewühlt, dass sie zu Lauf- oder Tragepassagen mutierten.

Die beste Platzierung gelang dem Jüngsten aus dem grün-weißen Trio und das, obwohl er aus der letzten Startreihe ins Rennen gehen musste, da laut BDR-Reglement erst die Fahrer aufgestellt werden, die schon UCI-Punkte sammeln konnten, und danach alle anderen per Losverfahren. Für Moritz Rossner hieß das: „Ich muss sofort auf Angriff fahren und alles geben, was ich habe!“

Moritz Rossner kam mit der schwierigen Strecke gut zurecht und fuhr auf Platz 7.

Kein leichtes Unterfangen auf der rutschigen Strecke. Doch Rossner drückte mächtig aufs Pedal und kämpfte sich schon in der ersten Runde auf den zwölften Platz nach vorne. In der folgenden Runde rutschte er zwar in einer Steilpassage von der Strecke und verlor ein paar Plätze, die er aber sofort wieder zurückerobern konnte. Wo andere mit durchdrehenden Rädern scheiterten, sprang er aus dem Sattel und lief einfach vorbei.

Bis zum Schluss hoch motiviert und willensstark, überholte Rossner sogar noch auf der Zielgeraden einen Konkurrenten und sicherte sich damit den siebten Platz. Eine starke Leistung bei der ersten deutschen Meisterschaft in der U19 – und das vom schlechten Startplatz 58. „Meine Eltern und ich sind absolut glücklich und freuen uns jetzt auf eine verdiente Pause“, sagte er.

Für Michael Stocker stand die Deutsche nicht gerade unter einem guten Stern. Krankheitsbedingt verlief seine Vorbereitung nicht optimal und so ging er nicht in der besten Form ins Rennen. „Der ursprüngliche Termin im Sommer wäre mir definitiv lieber gewesen, denn es fehlte mir noch an der auf der matschigen Strecke besonders wichtigen Kraft.“ Um die vordersten Plätze mitzufahren, war deshalb schlicht unmöglich, mit Platz 14 fuhr er aber ein mehr als respektables Ergebnis.

Auch Leon Potstada, der auf Platz 32 ins Ziel kam, hat sich super geschlagen, denn er konnte einige höher gehandelte Rivalen hinter sich lassen. Und viele schafften es gar nicht bis ins Ziel. Nur 44 von 61 Startern kamen an. ft

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