Rennrodlerin feiert nach Comeback

Natalies achte Kugel: Platz 13 in St. Moritz bringt Geisenberger Gesamt-Weltcup

Natalie Geisenberger
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Rennrodlerin Natalie Geisenberger (SV Miesbach) hat zum achten Mal die große Kristallkugel für den Gesamt-Weltcup gewonnen.
  • VonFridolin Thanner
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Miesbach/St. Moritz – Geglücktes Comeback für Natalie Geisenberger: Die Miesbacher Rennrodlerin holt sich nach Babypause den Gesamt-Weltcup.

Natalie Geisenberger hat sich die große Kristallkugel für den Gesamt-Weltcup geschnappt. Beim letzten Rennen der Saison in St. Moritz (Schweiz) reichte dem Rennrodelstar aus Miesbach ein 13. Platz, um sich die Trophäe für die Beste im gesamten Winter zu holen. Es war bereits der achte Gesamt-Weltcup-Sieg für Geisenberger.

„Ich kann es noch gar nicht glauben“, jubelte die 33-Jährige angesichts ihres erfolgreichen Comebacks. Vor ihrer Schwangerschaft dominierte Geisenberger den Rodelzirkus über Jahre. Sie gewann vier olympische Goldmedaillen, holte diverse Titel und gewann siebenmal den Gesamt-Weltcup in Folge. Nach der Babypause knüpfte sie beinah nahtlos an ihre Erfolge an.

Zwar stand Geisenberger erst nach dem siebten Rennen der Saison wieder ganz oben auf dem Siegerpodest, doch davor war sie stets Zweite und damit die konstanteste Rodlerin im Feld. Ein weiterer Weltcup-Sieg, der 51. in ihrer Karriere, bescherte der Miesbacherin einen komfortablen Vorsprung in der Gesamtwertung vor dem Finale in der Schweiz, in der einzigen Natureisbahn der Welt.

Heftiger Schnee beim Weltcup in St. Moritz

Die sorgte für ein Spektakel der besonderen Art und eine Menge Überraschungen im letzten klassischen Einzelrennen des Winters. Es schneite heftig in St. Moritz in der Nacht vor dem Start. Auch während des Rennens fielen reichlich Flocken vom Himmel. Die Kehrkommandos kamen kaum hinterher, die Bahn wurde immer langsamer.

Die Ergebnisliste nach dem ersten Lauf dürfte einzigartig sein. Keine der bekannten Topfahrerinnen war vorne zu finden. Es führte die Lettin Kendija Aparjode vor Cheyenne Rosenthal und Natalie Maag aus der Schweiz. Mit mehr als einer Sekunde Rückstand fand sich Natalie Geisenberger auf Platz 18 wieder. Doppel-Weltmeisterin Julia Taubitz (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal), Verfolgerin im Gesamt-Weltcup, war Neunte.

Schlechteste Platzierung seit Einstieg in Weltcup

Der zweite Durchgang schüttelte das Klassement nochmal kräftig durcheinander. Bei nachlassendem Schneefall setzte Taubitz die Laufbestzeit und schob sich auf Platz 2 nach vorne. Geisenberger verbesserte ihre Zeit um sieben Zehntel. Als 13. hatte sie am Ende knapp 1,3 Sekunden Rückstand auf ihre Team-Kollegin und gut 1,5 Sekunden auf die Lettin Elina Ieva Vitola, die ihren ersten Weltcup-Sieg feierte. Die Schweizerin Maag konnte ihren dritten Platz behaupten.

Dass es statt einem Podestplatz ihre schlechteste Platzierung seit dem Einstieg in den Weltcup 2007 wurde, konnte Nat Geisenberger leicht verschmerzen. Denn mit 995 Punkten steht sie souverän auf Platz 1 der Weltcup-Gesamtwertung vor Taubitz (976) und einer weiteren Team-Kollegin und Rodel-Mama, Dajana Eitberger (698). „Ich wollte unbedingt den Gesamt-Weltcup gewinnen“, zeigte sich Geisenberger überglücklich. In der Klassikwertung der Einsitzerbewerbe ohne Sprint gewann ebenfalls Geisenberger (740 Zähler) vor Taubitz (676) und der Österreicherin Madeleine Egle (501). ft

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