River Rats setzen sich gegen den EV Füssen durch / 6:7-Niederlage gegen Höchstadt in unterhaltsamer Partie

Sensationeller Einzug ins Play-off-Viertelfinale

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Auch wenn es um nichts mehr ging: Die River Rats – im Bild Benedikt May – lieferten ebenso wie die Höchstadter eine unterhaltsme Partie.

Geretsried – Gleich seinen ersten Matchball hat der ESC Geretsried genutzt. Mit einen 6:4 (1:1, 3:3, 2:0)-Erfolg beim EV Füssen sicherten sich die River Rats am Freitag sensationell den Einzug ins Play-off-Viertelfinale.

Wie zu erwarten starteten die Gastgeber äußerst druckvoll. Auf ESC-Keeper David Albanese rollte eine Angriffswelle nach der anderen zu, der aber mit sensationellen Paraden unheimlich viele Chancen zunichte machte. Trotzdem gelang der Geretsrieder Mannschaft die 1:0-Führung (9.) durch Klaus Berger. Zwei Minuten später glich der EVF durch Ron Newhook aus. Im zweiten Driittel erkämpften sich die Rats zunächst einen Zwei-Tore-Vorprung durch Stephan Englbrecht und Dominik Meierl. Durch zwei Überzahltore gelang den Allgäuern der erneute Ausgleich. Kapitän Martin Köhler, nach einem ungeahndeten Foul kurzfristig verletzt, brachte die Geretsrieder Mannschaft erneut in Führung. Fast postwendend gelang dem 16-fachen Altmeister fünf Sekunden vor der zweiten Drittelpause der 4:4-Ausgleich. Ein Kampf auf Biegen und Brechen war das Schlussdrittel. Nur mit einem Drei-Punkte-Sieg hatte Füssen noch eine Chance auf die Playoffs. Aber die Mannschaft verzockte sich, scheiterte immer wieder vor dem Geretsrieder Gehäuse. Dramatisch dann die Schlussphase. Zunächst musste der ESC ein fast zweiminütiges 3:5-Unterzahlspiel überstehen. Dann sorgte Daniel Merl zum dritten Mal in diesem Match für eine Führung. Mit einem Empty-net-Goal kurz vor der Schlusssirene machte Außenstürmer Berger dann endgültig alles klar. Der EV Füssen war zum vierten Mal in dieser Saison besiegt. „Es war für beide Mannschaften ein wichtiges Spiel heute, wir brauchten zwei Punkte für die Playoffs. Wir wussten, dass der EVF von Anfang an viel Druck machen würde, und so kam es auch. Im ersten Drittel war Füssen klar besser, da hat uns zum Glück David Albanese im Spiel gehalten. Das zweite Drittel war ausgeglichener, mit einem richtigen Torspektakel. Das letzte war dann ein Kampf auf Biegen und Brechen, mit dem glücklicheren Ende für uns. Füssen war heute besser, wir haben aber gut gekämpft, und am Ende zählt nur das Resultat an der Anzeigetafel. Unglaublich, jetzt sind wir im Viertelfinale“, freute sich Rats-Coach Ludwig Andrä. Thomas Zellhuber befand, dass seine Mannschaft „heute sehr viel investiert und viele Chancen heraus gespielt“ habe. „Im zweiten Drittel haben wir aber krasse Abwehrfehler gemacht, die das Spiel entschieden haben. Für mich ist Albanese der Torhüter des Jahres in der Bayernliga, er hat konstant sehr gute Leistungen gebracht, im letzten Drittel heute zwei Wahnsinns-Paraden gezeigt. Geretsried hat uns diese Saison aber viermal geschlagen, und darum ist das Weiterkommen verdient“, so die lobenden Worte des EVF-Trainers.

Obwohl es am Sonntag zwischen dem ESC Geretsried und dem Höchstadter EC für beide Mannschaften nicht mehr um viel ging – beide Teams hatten die Teilnahme für das Viertelfinale bereits sicher in trocken Tüchern - war die Partie trotz der 6:7 (3:1, 1:3, 2:2, 0:1)-Niederlage nach Penaltyschießen für die 420 Besucher recht unterhaltsam. Beide Klubs traten nicht in Bestbesetzung an und verschafften ihren dritten Torhütern wie Kilian Haltmair (ESC) und Nicola Henseleit (HC) Spielpraxis. Die Hausherren kamen gut ins Spiel und rückten mit einer 3:1-Führung durch Daniel Bursch und Stephan Englbrecht (2) zur ersten Pause in die Kabine ein. Das zweite Drittel beherrschten die Alligators, in dem nur Daniel Merl in Unterzahl traf. Durch Treffer von Michael Hölzl und Hans Tauber hieß es nach der regulären Spielzeit 6:6. Die Verlängerung verlief torlos. Beim anschließenden Penaltyschießen trafen für die Gäste Lukas Lenk und Ondrej Nedved. „Man hat gesehen, dass in manchen Szenen die letzte Konsequenz gefehlt hat. Was unser Back-up-Goalie Kilan Haltmair heute im Kasten gehalten hat, war grandios. Unter dem Strich ist für uns das Erreichen des Play-off-Viertelfinales eine enorme Leistung. Die Spiele gegen den ECDC Memmingen werden ein Spektakel. In jedem Fall wollen wir den Oberligisten schon ein bisschen ärgern“, befand Rats-Coach Ludwig Andrä. Im Rahmen der Serie Best-of-Seven ist die Geretsrieder Mannschaft am Freitag zunächst zu Gast im Eisstadion am Hühnerberg. Am Sonntag kommt es dann zum Aufeinandertreffen im Heinz-Schneider-Eisstadion. Hier wird die Partie um 18 Uhr angepfiffen. Rund 200 Fans aus Memmingen werden zu diesem Match erwartet.ehj

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