Eisratten fegen erstmals Erzrivalen vom Eis

Mit dem Sieg über den ESC Dorfen holt der ESC Geretsried seinen neunten Sieg in Folge / Verliert danach aber gegen EA Schongau

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Klaus Berger vom TuS Geretsried.

Geretsried – Die Entscheidung über den Klassenerhalt in der Bayernliga ist für den ESC Geretsried gefallen: Die River Rats spielen auch in der kommenden Saison in der höchsten bayerischen Spielklasse.

Ausschlaggebend war am Freitag der 7:5 (0:2, 4:3, 0:3)-Erfolg beim ESC Dorfen, bei dem die Geretsrieder Mannschaft bisher noch nie gewinnen konnte. Die Partie war nichts für schwache Nerven. Das ESC-Team River Rats erwischte einen denkbar schlechten Start und musste den ersten Spielabschnitt mit 0:2 abhaken. Gleich nach der ersten Pause kam es noch dicker. In Unterzahl kassierte die Rats durch Mark Waldhausen das 0:3. Bei eigener Überzahl verkürzte zwar Dominic Fuchs (27.) kurzfristig, doch fast postwendend erzielten die Eispiraten Treffer Nummer vier. Nun packte den Tabellenführer der Ehrgeiz, man kam plötzlich immer besser in Schwung. Bis zum zweiten Gang in die Kabine konnten Stefano Rizzo, Klaus Berger und Ondrej Horvath beim Gegentreffer des Tschechen Tomas Vrba auf 4:5 verkürzen. Ein offener Schlagabtausch war dann das Schlussdrittel. Daniel Merl besorgte mit zwei Treffern die erstmalige Führung. Kurz vor Schluss nahmen die Gastgeber die Auszeit und in der Schlussminute wurde Dorfens Torwart vom Eis beordert. Ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt bekamen die Isenstädter noch eine Strafzeit aufgebrummt. Die numerische Überlegenheit nutzte schließlich Benedikt May zum 7:5-Endstand. „Das war heute ein echt hartes Stück Arbeit. Auch wenn es zu Beginn nicht lief. Wir haben uns konzentriert und richtig in die Partie hineingekniet. Die Belohnung ist nach dem neunten Sieg in Folge nun der Klassenerhalt“, freute sich Rats-Coach Sebastian Wanner.

Nach neun Siegen in Folge hat es den ESC Geretsried zwei Tage später erstmals wieder mit einer Niederlage erwischt. Bei der EA Schongau verloren die River Rats in der Verzahnungsrunde Gruppe C mit 3:7 (3:1, 0:2, 0:4). Nachdem der Klassenerhalt bereits in trockenen Tücher war, schien die Geretsrieder Mannschaft trotzdem mit dem gleichen Elan zu Werke zu gehen. Ondrej Horvath sorgte für eine frühe Führung, ehe Matthias Müller in Überzahl den Ausgleich für die Mammuttruppe besorgte. Erneut Horvath auf Zuspiel von Ondrej Stava (12.) und Stefano Rizzo sorgten für das 3:1 bis zum ersten Gang in die Kabine. „Da haben wir sehr gut gespielt. Es hat alles gepasst“, befand Sebastian Wanner. Auf den Lechstädtern lag nun ein enormer Druck. Der Zwei-Tore-Vorsprung hatte auch im zweiten Drittel lange Zeit Bestand und die River Rats waren am Drücker. Während Horvath mit einem Alleingang scheiterte, visierte Daniel Merl gleich zweimal das Kreuzeck an, ehe Jakub Muzik und sein tschechischer Sturmpartner Milan Kopecky zum 3:3 ausgleichen konnten. Während so manche Schiedsrichterentscheidung das eine oder andere Rätsel aufgab und daher fast jeder Unterbruch zu Diskussionen und unerklärlichen Strafzeiten führte, schwanden beim ESC-Team in den letzten zehn Minuten zusehendes die Kräfte. Das nutzten die Gastgeber gleich zu vier Treffern, wobei Torjäger Muzik beim 5:3 (51.) zur Vorentscheidung einen Penalty verwandelte. „Wir hätten gerne den einen oder anderen Punkt mitgenommen. Trotzdem ist die Niederlage kein Beinbruch“, meinte Rats-Coach Wanner nach dem Match. ehj

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